Kinder an die Leine
Gadget Globus: Elektronische Fesseln für Kinder
Was bei Gefangenen funktioniert, kann auch für Kinder nicht schlecht sein: Der In-Reach Child Tracker soll Kinder im Zaum halten und für Entspannung bei den Eltern sorgen. Mit Hilfe elektronischer Fußfesseln. Nervöse Eltern verlieren so nie den eigenen Nachwuchs aus den Augen.
"Dieses System gibt ihrem Kind ein wenig Freiheit und Ihnen ein Stück Ruhe zurück." - die Werbung auf der Herstellerseite klingt vielversprechend. Mit dem In-Reach Child Tracker können Eltern einen Radius zwischen drei und hundert Metern an einem Kontrollgerät festlegen. Das Kind kann sich dann nur in diesem Rahmen bewegen.

Auf einem Display am Kontrollgerät lässt sich zudem die Entfernung Kind/Grenze ablesen. Weitere technische Highlights sind ein Panik-Knopf für das Kind und ein Alarm-Knopf für die Eltern, wobei beide wohl die gleiche Funktion haben dürften - beim jeweils anderen "Teilnehmer" ertönt ein Signalton.
Spannender ist die Frage, was passiert, wenn der kleine Kevin samt elektronischer Fessel die von den Eltern festgelegten Grenzen überschreitet. Ob Signalton, Elektroschock oder Beschuss aus dem All per Satellit - es bleibt wohl das Geheimnis des amerikanischen Anbieters SecuritySafetySpy, der sich mit genaueren Informationen bedeckt hält.
Zu kaufen gibt es das System online für umgerechnet 40 Euro. Nervöse Eltern können damit zukünftig vielleicht besser schlafen.

Wie eine spanische Zeitung berichtet, behandelt eine Kinderpsychiatrie derzeit zwei Jugendliche wegen ihrer Handysucht. Die Eltern der zwölf und 13 Jahre alten Teenager hatten ihre Kinder zunächst aufgrund einer vermuteten Internetsucht untersuchen lassen.
Eine Armbanduhr mit eingebautem GPS-Sensor gestattet britischen und amerikanischen Eltern, den genauen Standort ihrer Kinder zu ermitteln. Zur weiteren Sicherheit gibt die Uhr Alarm, wenn sie vom Handgelenk entfernt wird. Die Überwachungsuhr heißt "Lok8u", eine Kurzform für "Locate You". Der Hersteller verspricht Eltern vollmundig, dass sie nach Anschaffung des Gerätes weniger Zeit in die Aufsicht der Kinder investieren müssen.
Damit Kinder in Abwesenheit der Eltern nicht ständig vor dem Computer sitzen und spielen, bietet Windows 7 einen eigenen "Jugendschutz". Hier legen die Eltern die Grundregeln für die kindliche Computernutzung fest. Dazu erhält jedes Kind zunächst ein eigenes Benutzerkonto.





Beiträge
insgesamt 3 BeiträgeZitat: ... Auch Kinder haben Rechte ... Selbstverständlich. Ironie funktioniert in Schriftform nur bedingt. Aber im zitierten Absatz springt sie einem doch geradezu ins...
"Was bei Gefangenen funktioniert, kann auch für Kinder nicht schlecht sein"? Auch Kinder haben Rechte - und sie sind keine Gefangenen! Eigentlich sollte eine derartige "Elternparanoia" behandlungsbedürftig sein.
Zitat: Spannender ist die Frage, was passiert, wenn der kleine Kevin samt elektronischer Fessel die von den Eltern festgelegten Grenzen überschreitet. Ob Signalton, Elektroschock oder Beschuss aus...