Statistik ordnet Lebensstil und Finanzen einer Suchmaschine zu
Analyse: Arme nutzen Yahoo, Wohlhabende suchen bei Google
Laut Hitwise besitzen Benutzer der Suchmaschine Google einen besseren finanziellen Hintergrund als Yahoo-User. Grundlage für diese Aussage ist eine statistische Analyse von Besucherdaten von Yahoo und Google. Demnach würden eher die Bevölkerungsschichten 500 Dollar online ausgeben, welche Google für ihre Suchanfragen verwenden. Abzulesen ist diese Aussage anhand einer Quadrantenanalyse.
Die senkrechte y-Achse zeigt Lebensstile an, in denen Yahoo gegenüber Google deutlich stärker aufgestellt ist. Die waagerechte x-Achse wiederum zeigt Googles individuelle Stärken gegenüber Yahoo. Je größer der Kreis einer bestimmten Gruppe ist, desto wahrscheinlicher haben diese bereits mindestens 500 Dollar im Internet ausgegeben. Der untersuchte Zeitraum umfasst vier Wochen bis zum 9. Februar 2008. Google reich, Yahoo arm - so platt lässt sich der Graph nicht interpretieren. Die Grafik zeigt lediglich Tendenzen auf. So nutzen auch reiche User Yahoo oder arme Surfer suchen bei Google nach dem Objekt ihres Interesses.

Yahoo und Google: Wem wird welcher Lebensstil zugeordnet?(Quelle: Hitwise.com, Klick vergrößert)
Der Graph zeigt, dass sozial schwächere US-amerikanische Gruppen wie Struggling Societies (Gesellschaftschichten im Existenzkampf) oder Remote America (abgelegene Bereiche Amerikas) deutlicher im Yahoo-Bereich angesiedelt sind, wohlhabende Lebensstile wie Upscale America (Gehobenes Amerika) oder Affluent Suburbia ( Wohlhabende Vororte) eher über Google einkaufen gehen. Varying Lifestyle (Wechselnder Lebensstil) taucht hingegen bei beiden Suchmaschinen nahezu gleichberechtigt auf.
Hitwise hat zudem herausgefunden, dass Yahoo-Nutzer jünger als Google-Besucher sind: Die 25- bis 34-Jährigen nutzen eher Yahoo, die Gruppe der 35- bis 44-Jährigen neigen zu Google. Die Autorin der Zahlen - Heather Hopkins - gibt an, für diese Graphen Zahlen der Mosaic Group und der eigenen Company Experian genutzt zu haben. Nähere Angaben wie Datenbasis oder Erhebungsmodus bleibt die Autorin schuldig.

Das Internetportal Yahoo hat Verbesserungen seiner Suchmaschine angekündigt. Damit will der ehemalige Marktführer in diesem Bereich wieder zur Konkurrenz von Google aufschließen. Laut Yahoo ist dies die größte und umfassendste Veränderung der Suchmaschine seit 2004.
Jetzt ist es raus: Microsoft plant, Yahoo für 44,6 Milliarden Dollar zu kaufen. Dieses Angebot richtete Microsoft-CEO Steve Ballmer gestern in einem Brief an die Yahoo-Teilhaber. Als Übernahmeangebot bietet der Redmonder Konzern 31 Dollar pro Aktie und liegt rund 62 Prozent über Yahoos aktuellem Börsenwert. Yahoo reagierte bisher nicht.
Heute soll der Hammer fallen: Laut internen Berichten wird das Yahoo Board of Directors im Laufe des Freitags über die Zukunft der Firma entscheiden. Yahoo bleiben nicht allzu viele Optionen, Microsofts 44,6 Milliarden Dollar auszuschlagen. Google vielleicht?
Kaum wurde die letzte Runde eingeläutet, geht der Kampf um und mit Yahoo in die Verlängerung. Laut Wall Street Journal steht ein Zusammenschluss von Yahoo und AOL kurz bevor. Zudem testet Yahoo einige Wochen lang Googles AdSense.
Über ein Jahr nach der vereinbarten Partnerschaft mit Microsoft setzt Yahoo die neue Suchmaschine praktisch um. Künftig bekommen Nutzer der Yahoo-Suche die Suchergebnisse von Bing angezeigt. Bislang ist die Umstellung jedoch nur für die USA und Kanada geplant.




