Wer illegal Dateien tauscht wird vom Web abgeklemmt
Filesharing: Britische Filesharer verlieren ihren Netz-Anschluss
Wer illegales Filesharing betreibt soll in Zukunft seinen Internetanschluss verlieren können. Dies geht aus Regierungsunterlagen hervor, die der britischen Zeitung "The Times" vorliegen. Internetprovider sollen laut dieses Vorschlages Filesharer in Zukunft vom Netz nehmen.
Erst Warnschuss dann Sperre
Wird aus dem Vorschlag ein Gesetz, so müssten die Provider ertappte Filesharer per E-Mail zunächst verwarnen. Beim zweiten Verstoß gibt es eine Auszeit, der Anschluss ist für kurze Zeit lahmgelegt. Beim dritten Verstoß soll der Provider keine Gnade mehr walten lassen und den Kunden komplett vom Netz nehmen. Internetverbot für Wiederholungstäter.
Die britischen Pläne sind nicht ganz neu. Auch in Frankreich ist bereits letztes Jahr ein identischer Gesetzesvorschlag bekannt geworden (netzwelt berichtete). Ob die Internetprovider die Namen der bekannten Filesharer auch untereinander austauschen dürfen oder müssen ist laut der Times nicht bekannt.
Provider bevorzugen freiwillige Regelung
Laut "The Times" wird die britische Regierung den Vorschlag nächste Woche veröffentlichen und über die Umsetzung diskutieren. Die Provider selbst erhoffen sich eine freiwillige Regelung: "Jeder vernünftig denkende Mensch weiß, dass Selbstregulierung in diesem Bereich die wesentlich bessere Option ist", sagte ein Sprecher des britischen Verbands der Internetprovider der Times.


Internetprovider müssen die persönlichen Daten ihrer Kunden nicht an die Musikindustrie herausgeben. Das hat der Europäische Gerichtshof in Luxemburg entschieden. In Spanien hatte eine Verwertungsgesellschaft für Musik gegen einen Provider geklagt, weil dieser seine Kunden nicht verraten wollte. Die Interessen der Rechteinhaber dürften den Schutz persönlicher Daten nicht einschränken.
Frankreich steht kurz vor dem Beschluss eines weitreichenden Gesetzes gegen illegales Filesharing. Wer dreimal beim Tausch urheberrechtlich geschützter Daten erwischt wird, soll für ein Jahr seinen Internet-Zugang verlieren. Der französische Senat stimmte dafür, Provider und EU sind dagegen.
"Warnen statt abmahnen!" - Kaum ist in Frankreich ein Gesetz beschlossen, das Internetverbote für den Tausch urheberrechtlich geschützter Dateien vorsieht, fordert die Musikindustrie in Deutschland eine ähnliche Regelung.
Das englische "Three Strikes Out"-Gesetz für Internet-Sperren soll im Jahr 2011 in Kraft treten. Das gab der britische Wirtschaftsminister Peter Mandelson kürzlich auf einer Veranstaltung in London bekannt. Die neue Regelung soll dafür sorgen, dass Filesharer nach Urheberrechtsverletzungen schneller bestraft werden können.
"Three Strikes" - so heißt ein Verwarnmodell für Filesharer in anderen europäischen Ländern, das nach der dritten Verwarnung eine Sperrung des Internetzuganges vorsieht. CDU-Politiker Siegfried Kauder will nun auch in Deutschland ein Verwarnmodell einführen. Wie das aussehen soll, will er noch in diesem Jahr in einem Gesetzesentwurf darlegen.
Eine Warnung per E-Mail, eine per Brief und bei der dritten droht die Internetsperre. Die sogenannte Three-Strikes-Regelung könnte in Frankreich bei 60 Nutzern greifen, allerdings stehen erst noch klärende Gespräche an.





Beiträge
insgesamt 2 BeiträgeEs geht wieder nur um Geld. Es hat nichts mit Kunst, den Künstlern oder den Fans zu tun. Gesetze schützen Konzerne. So ist das halt in userem sozialen System. Erst Geld, dann alles andere. Und deshalb sollte auch...
Wo eine Wille da ein weg. Raubkopien können sie so nicht verhindern und ob da die EU auch mitspielt und die Provider.