Wie der Marktführer an Boden verliert

eBay: Der Riese strauchelt

Stagnierende Neuanmeldungen, verärgerte Verkäufer, abstürzender Aktienkurs: eBay, der Marktführer der Onlineauktionshäuser, gerät ins Stolpern. Bei der Konkurrenz klingelt im Gegenzug die Kasse. Vorbei sind die Zeiten, wo das Aktionshaus mit den bunten Buchstaben im Logo die einzige bekannte Anlaufstelle für Gelegenheitsverkäufer und Flohmarkt-Fans war. Ebay bekommt Konkurrenz und muss dies schmerzlich spüren.

eBay
Der deutsche eBay-Sitz in Brandenburg

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Händler sind Basis von eBay
  2. 2Problem Rachebewertungen
  3. 3Privatanwender werden besser gestellt
  4. 4Die Händler laufen davon
  5. 5Mit Gratisauktionen auf Kundenfang

Die Rivalen heißen Amazon Marketplace oder Hood.de und bekommen immer mehr Zulauf. Die Gründe liegen auf der Hand: Medienberichte von gigantischen Betrugsfällen auf eBay haben das Vertrauen der Nutzer tief erschüttert. Gleichzeitig steigt die Zahl der Kunden, die für eine Onlineauktion keine Gebühren zahlen möchten. Patrick Müller vom kostenlosen Konkurrenten Hood.de bemerkt zurzeit "einen enormen Ansturm". "Wir haben seit einer Woche 50 Prozent mehr Neuanmeldungen".

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Händler sind Basis von eBay

Ebay lebt nicht von den Gelegenheitsverkäufern, sondern vor allem von Profi-Händlern, die Tausende Auktionen pro Jahr abwickeln. Diese garantieren eBay regelmäßigen Umsatz. Sie locken Schnäppchenjäger mit günstigen Preisen auf das Angebot des Webauktionators. Ein großer Teil des gesamten Angebots besteht aus Neuware zum "Sofort kaufen", die klassische Auktion privater Gebrauchtware rückt in den Hintergrund.

Ausgerechnet diese wichtige Stammkundschaft der Händler hat eBay nun mit einem neuartigen Bewertungssystem verärgert. In Zukunft dürfen Verkäufer die Käufer nicht mehr negativ bewerten. Nur Lob ist noch erlaubt. Voraussichtlich ab Juni wird das neue System in Kraft treten, so Sprecherin Maike Fuest gegenüber netzwelt. Das Ziel von eBay: Rachebewertungen sollen damit der Vergangenheit angehören.

Problem Rachebewertungen

Im Fußballjargon ist dies ein "Revanchefoul": Verkäufer, die eine schlechte Bewertung erhalten haben, rächen sich indem sie dem Käufer ebenfalls mit einer negativen Bewertung reingrätschen - unbegründet. Gleichzeitig nutzen viele zwielichtige Händler eine angedrohte Rachebewertung, um unzufriedene Kunden dazu zu zwingen entgegen ihrer Überzeugung doch positiv abzustimmen. Laut Maike Fuest hat sich die Zahl der Rachebewertungen seit 2001 vervierfacht. Käufer profitieren von den neuen Regeln.

Ebay-Aktie
Der Kurs der ebay-Aktie fiel in den letzen Monaten um ein Drittel

Die Händler laufen Sturm gegen die geplanten Änderungen, fürchten, dass sie in Zukunft keine Möglichkeit mehr haben werden, Zahlungsmuffeln die Gelbe Karte zu zeigen. Maike Fuest von eBay verteidigt die Änderungen: "Gute Verkäufer, die unsere Qualitätserwartungen erfüllen, haben meist Verständnis für die neuen Regeln." Zusätzlich gebe es für Händler die Möglichkeit, Kritik bei eBay als unbegründet zu melden und säumige Käufer anzuprangern.

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Im Forum diskutierenBeiträgeinsgesamt 4 Beiträge

Schon länger bin ich auf der Suche nach einer Alternative zu Ebay, da mir Einiges bei Ebay missfällt. Der Grund meines Schlussstriches bei diesem Auktionshaus ist, dass es allen,auch Nicht-Gewerbliche die weniger...

Schade Ebay war mal gut.Aber Ebay ist zu gierig! Mit den Jahren wurde alles schlechter,teure Gebühren,Java-Script Zwang,lahme,unübersichtliche Oberfläche,teils absurde Versandkosten-Vorschriften,Gängelung der User...

Da sag ich nur : Selber Schuld E-BAY !!!!! Auch ehliche Kunden werden durch immer undursichtlicher Benutzeroberflächen vergrault. Siehe z.B. die Neugestalltung von Mein E-Bay. Total...

Ebay ist für mich das letzte kein Service wenn es ein Problem gibt. hier geht es meiner Meinung nach nur um Kohle.

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