Zustimmen, unabhängig bleiben oder zu Google?

Microsofts Milliarden-Angebot: Yahoo entscheidet heute

Heute soll der Hammer fallen: Laut internen Berichten wird das Yahoo Board of Directors im Laufe des Freitags über die Zukunft der Firma entscheiden. Nachdem kein potentieller Mitbewerber mit Microsofts angebotenen 44,6 Milliarden Dollar konkurriert, bleiben Yahoo nicht allzu viele Alternativen. Un dkeine Entscheidung beschert Yahoo ausschließlich Vorteile.

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Yahoo hat drei Optionen

Nach dem Übernahmeangebot durch Microsoft zeigt sich der finanziell angeschlagene Yahoo-Konzern erst distanziert und dann aggressiv. Die oberste Priorität hat eine Lösung, bei der Yahoo unabhängig weiterexistierten könne, so Firmen-CEO Jerry Chang. Doch dafür stehen die Chancen schlecht, Yahoo müsste nach eigenen Aussagen mindestens 1000 Mitarbeiter entlassen, die AKtienkurse fallen seit Mitte 2007 stetig.

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Die zweite Alternative zum Microsoft-Kauf wäre eine Allianz mit Google. Eric Schmidt, seinerseits CEO des Suchmaschinen-Riesen, hatte Chang jegliche Unterstützung angeboten, um Yahoo nicht in Microsofts Arme fallen zu sehen. Analysten geben diesem Zusammenschluss sogar eine realistische Chance, halten ihn aber für einen riskanten Schritt: Viele Yahoo-Services würden aufgelöst, noch mehr Mitarbeiter müssten die Firma verlassen.

Microsoft lässt Yahoo leben

Laut Microsoft-CEO Steve Ballmer sieht das bei einer Übernahme durch den Redmonder Konzern anders aus: "Die Marke Yahoo wird weiterleben", betonte er gestern in einem Interview. Microsoft-Analysten sehen die Zusammenführung der beiden einstigen Dauerrivalen deutlich kritischer als die Führungsriege: Strukturänderungen, rechtliche Prozesse und die Neuorientierung der zusammengenommen 94.000 Mitarbeiter würde sich etliche Monate hinziehen, die tatsächlichen Kosten lägen dann weit über dem Kaufpreis von 44,6 Milliarden Dollar.

Fazit: Für Yahoo hat jede der drei offen stehenden Entscheidungen handfeste Nachteile. Für die unabhängige Existenz sehen Experten schwarz, auch eine Google-Kooperation würde dem Konzern langfristig eher schaden. Die Übernahme durch Microsoft bleibt also weiterhin die naheliegendste Lösung. Weil aber Microsoft und Yahoo in vielen Gebieten sehr ähnlich aufgestellt sind, ist Skepsis angebracht, wie viel "Yahoo" am Ende noch in Microsoft stecken wird.

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