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Sony Vaio AR61: Blu-ray-Notebook im Exklusivtest
Blauer Multimedia-Riese mit 17 Zoll

von Patrick Woods Uhr veröffentlicht

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Blu-ray-Brenner, 2,4 Gigahertz Core 2 Duo der neuesten Santa-Rosa-Bauart, vier Gigabyte Arbeitsspeicher, 17 Zoll und Full-HD-Auflösung: Das sind die beeindruckenden Eckdaten des Topmodels der Sony-Vaio-Serie. Netzwelt hat einen Prototypen ergattert und testet das Multimedia-Monster exklusiv vor der Veröffentlichung.

Inhalt

  • Wuchtige Erscheinung
  • Laptop für Stubenhocker
  • Anschlussvielfalt
  • Bewährtes Konzept mit Schwächen
  • Ein Notebook als Blu-ray-Player
  • Kantig und blass
  • Fazit
  • Datentabelle

Wuchtige Erscheinung

Notebooks müssen nicht immer schmal und zierlich sein, nicht immer federleicht oder dezent. All dies träfe auf die AR-Serie ohnehin nicht zu. Leistung und Multimediaqualitäten sind hier die Messlatte, nicht die maximale Mobilität. Und so tritt das Notebook auch auf: breit, massiv, gemischt mit einer Portion Eleganz.

Schon der Displaydeckel erscheint wuchtig und er ist es auch. Der Displayrahmen um den Bildschirm ist zwischen zwei und vier Zentimetern breit, auch an der dünnsten Stelle noch deutlich über einen Zentimeter dick und trägt damit sein Übriges zu der üppigen Erscheinung des AR61 bei. Einen Achtel Quadratmeter misst die Fläche des Notebooks insgesamt, was den ausladenden Abmaßen von knapp 42 mal 30 Zentimetern geschuldet ist. Portabel ist anders.

Eine grazile Erscheinung ist das AR von Sony nicht.

Das Design ist im Vergleich zum Vorgänger AR51 unverändert geblieben. Das Gehäuse besteht aus anthrazitfarbenem Kunststoff, umrandet von einer Fassung im edlen Look hochglanzpolierten Titans, das sich bei näherer Betrachtung allerdings als Plastik entpuppt. 17-Zöller sind keine Portabilitätswunder: Wer unterwegs 43 Zentimeter Bildschirm benötigt, der muss wissen, worauf er sich einlässt. Fast vier Kilogramm Gewicht und die beachtlichen Abmaße sind sprichwörtlich ein schweres Kreuz zu tragen.

Laptop für Stubenhocker

Die AR61-Serie soll aber ohnehin kein zierliches Business-Subnotebook im Lederetui oder Immer-dabei-Studentenlaptop sein, der zwischen Collegeblock und Schokoriegel im Rucksack herumfliegt. "Multimedia" lautet das Credo in dieser Galaxie des Vaio-Universums. Dafür sprechen Displaygröße und das optische Laufwerk, ein Blu-ray-Brenner. Dieses allein kosten im vorliegenden Topmodell der AR61-Reihe mehrere hundert Euro Aufpreis, was die Anschaffungskosten auf 2.600 Euro hievt.

  • Koax-Anschluss für Antenne oder Kabel-TV
  • Die Fernbedienung passt nicht zum Designkonzept des Laptops, ergänzt das AR aber funktional
  • Die Touchpad-Tasten liegen auf der Gehäusekante
  • Cardreader an der rechten Vorderseite
  • Das Keyboard ist solide verarbeitet
  • Der Dritte USB-Anschluss liegt hochkant neben dem Stromanschluss
  • \"XXXX\"-Die fehlende Modellbezeichnung kennzeichnet das Testobjekt als Vorserienmodell
  • Elegant trotz Masse
  • Das Kernstück des Laptops, der BD-Brenner von Matsushita
  • Praktische Schnellwahltasten
  • Selbst für ein Laptop der 17-Zoll-Klasse ist das AR noch wuchtig
  • Zwei der drei USB-Anschlüsse liegen nah an der vorderen Gehäuseecke
  • Die Tastatur wirkt in dem riesigen Gehäuse fast verloren
  • Doppellinse für CD/DVD und Blu-rays

Laut Gerätemanager handelt es sich bei dem verbauten Modell in unserem Testgerät um ein "Matshita UJ-220". Dies ist einzeln in Deutschland noch nicht erhältlich. Wem es reicht, Blu-ray-Discs nur lesen, statt auch schreiben zu können, der kann einiges sparen. Die abgespeckten Modellvarianten des AR61 spielen ebenfall Blu-rays ab, kosten aber nur noch zwischen 1.400 und 1.800 Euro. Dafür muss der Käufer allerdings auch eine schwächere Grafikkarte und eine niedrigere Displayauflösung in Kauf nehmen. Full HD adé.

Anschlussvielfalt

Die Auswahl der Anschlüsse ist überaus vielfältig: Neben drei USB-Buchsen, einem Cardreader, LAN- und Modemanschlüssen gibt es zwei PC-Card-Schlitze. Unter einer Klappe auf der rechten Seite verbergen sich die multimedialen Anschlüsse: FireWire, AV-out, S-Video in/out und ein VGA-Ausgang. Besondere Aufmerksamkeit verdient der HDMI-Ausgang. Dieser macht das Notebook zum Blu-ray-Player für Flachbildfernseher.

Die Tastatur ist für Notebookverhältnisse in Ordnung und wirkt nicht klapprig. Der Anschlag der Tasten ist gut, es braucht allerdings sensible Fingerspitzen, um die Abgrenzungen der Tasten ohne Hinschauen zu erfühlen. Rein optisch wirkt das Tastenfeld fast ein wenig verloren angesichts des breiten Rahmens des Gehäuses.

Die Video-Anschlüsse verbergen sich unter eine Blende

Bewährtes Konzept mit Schwächen

Das Gehäuse und das Grundprinzip sind nicht neu. Schon im letzten Jahr zeigte der Vorgänger im netzwelt-Test, dass das Konzept eines leistungsfähigen 17-Zoll-Notebooks mit Multimedia-Genen grundsätzlich funktionieren kann. Die Kritikpunkte waren damals schwächliche Akkulaufzeit, Übergewicht und der hohe Preis. An letzterem hat sich etwas geändert, die vorliegende Version liegt in der Preisempfehlung 400 Euro unter dem Vorgänger - bei verbesserten Leistungsdaten. Die übrigen Schwächen sind jedoch erhalten geblieben.

Die Akkulaufzeit malt in der Praxis ein dickes Fragezeichen hinter den Aspekt der Mobilität: Im zurückhaltendem Normalbetrieb im Energiesparmodus und mit etwa einem Drittel der maximalen Helligkeit machte das AR bereits nach 100 Minuten schlapp; eine Stunde und 40 Minuten. Wer sich das Notebook als transportablen Blu-ray-Player vorstellt, hat zwar grundsätzlich Recht. Allerdings nur, wenn das Netzteil mit auf Reisen geht: Im Test ging dem 5.200mAh-Akku bereits nach 54 Minuten Blu-ray-Film die Puste aus. Nur etwas für Kurzfilm-Fans.

Ein Notebook als Blu-ray-Player

Das Herzstück: Der BD-Brenner.

In der Praxis spielt der AR61 die Rolle des Blu-ray-Players also nur mit Hilfe des Netzteils. Die Wiedergabe funktioniert gut, Ruckler sind die Ausnahme. Vom Bild darf der hoffnungsvolle Mobil-Cineast allerdings keine Wunder erwarten: Der Kontrastumfang des Displays ist zwar gut, dennoch wirkt das Bild bei Videos in der Farbsättigung etwas blass und vor allem insgesamt etwas zu dunkel.

Details saufen in dunklen Bereichen geradezu ab. Die versprochene Brillianz der zweifachen Hintergrundbeleuchtung will nicht immer aufkommen. Wer sich Hoffnungen darauf macht, den Laptop als Outdoor-Kino beim Picknick zu benutzen, dürfte enttäuscht werden. Das stark spiegelnde Display tut sein Übriges zu der Sonnenphobie der AR-Benutzer.

Der Vaio AR61 ist nicht nur BD-Player, sondern auch Fernseher. Dank integriertem Hybrid-TV-Empfänger mit analogem Kabeltuner und DVB-T-Tuner wird der Laptop zum TV-Ersatz. Die über und neben der Tastatur eingelassenen Hotkeys dienen dem Komfort und erlauben es, mit speziellen Tasten eine Aufnahme zu beginnen, den Kanal zu wechseln oder die Lautstärke zu variieren.

Kantig und blass

Ergänzend hierzu hilft die beigelegte Fernbedienung. Sie steuert das Windows Media Center, das hier das Zentrum der Medienverwaltung bildet. Dies funktioniert gut, die Fernbedienung und das Windows Media Center sind ein eingespieltes Team. Optisch will das Duo aus Laptop und Fernsteuerung jedoch überhaupt nicht zusammenpassen. Das kantige, blasse Handgerät und die edle Erscheinung des AR61 wirken optisch gegensätzlich wie Feuer und Wasser.

Die Fernbedienung passt nicht zum Design, ist aber praktisch.

Lautsprecher: Die Beschallung übernimmt im AR61 ein System aus zwei Hochtönern im Displayrand und einem Tief-/Mittenlautsprecher unter der Tastatur. Klanglich steht es damit über vielen Laptop-Brüllorganen kleinerer Notebooks, liegt aber insgesamt für ein 2.1-Laptop-System auf einem eher durchschnittlichen Niveau. Bei Musik beginnen die Lautsprecher recht früh zu übersteuern - als reine Tonausgabe, beispielsweise zum Fernsehen, reicht der Sound jedoch. Kein Klangwunder, aber solide.

Fazit: Keine Überraschungen

Wer sich für ein Vaio der AR-Reihe entscheidet, weiß, worauf er sich einlässt. Der typische Besitzer wird dieses Notebook nicht oft mit sich herumtragen. Höchstens vom Schlafzimmer ins Büro und umgekehrt. Das AR ist eher als stationäres Mediencenter gedacht. Wer sich für dieses Konzept begeistern kann, dem stehen ab Ende Februar vier Modellvarianten zur Auswahl.

  • Koax-Anschluss für Antenne oder Kabel-TV
  • Die Fernbedienung passt nicht zum Designkonzept des Laptops, ergänzt das AR aber funktional
  • Die Touchpad-Tasten liegen auf der Gehäusekante
  • Cardreader an der rechten Vorderseite
  • Das Keyboard ist solide verarbeitet
  • Der Dritte USB-Anschluss liegt hochkant neben dem Stromanschluss
  • \"XXXX\"-Die fehlende Modellbezeichnung kennzeichnet das Testobjekt als Vorserienmodell
  • Elegant trotz Masse
  • Das Kernstück des Laptops, der BD-Brenner von Matsushita
  • Praktische Schnellwahltasten
  • Selbst für ein Laptop der 17-Zoll-Klasse ist das AR noch wuchtig
  • Zwei der drei USB-Anschlüsse liegen nah an der vorderen Gehäuseecke
  • Die Tastatur wirkt in dem riesigen Gehäuse fast verloren
  • Doppellinse für CD/DVD und Blu-rays

Das getestete Topmodell VGN AR61ZU hat BD-Brenner, Nvidia GeForce 8600GT, 1920 mal 1200 Pixel Auflösung und kostet laut Liste 2.599 Euro. Wesentlich günstiger ist die Version "S" mit 1440 mal 900 Pixel-Display, schwächerem Prozessor und weniger Speicher: 1.799 Euro. Noch billiger wird das "M"-Modell. Statt eines Brenners ist hier ein BD-Combo verbaut und ein schwächerer Grafikchip: 1.399 Euro. Das Einstiegsmodell mit dem Kürzel "E" ist schon für 1.049 Euro zu bekommen, hat jedoch kein Blu-ray-Laufwerk.

Datentabelle

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Blu-ray-Brenner, 2,4 Gigahertz Core 2 Duo der neuesten Santa-Rosa-Bauart, vier Gigabyte Arbeitsspeicher, 17 Zoll und Full-HD-Auflösung: Netzwelt testet das neue Topmodell AR61 der Sony-Vaio-Serie exklusiv vor der Veröffentlichung.

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Blu-ray-Brenner, 2,4 Gigahertz Core 2 Duo der neuesten Santa-Rosa-Bauart, vier Gigabyte Arbeitsspeicher, 17 Zoll und Full-HD-Auflösung: Netzwelt testet das neue Topmodell AR61 der Sony-Vaio-Serie exklusiv vor der Veröffentlichung..
http://www.netzwelt.de/news/77096-sony-vaio-ar61-blu-ray-notebook-exklusivtest.html
2008-02-05 18:30:00
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Sony Vaio AR61: Blu-ray-Notebook im Exklusivtest