Freie Liebe: Sonys A-Klasse-Walkman im Test

Hörtest: Fast perfekter Anstreicher

Klick, klick, klack – der Sound der A-Klasse fließt links und rechts gut in die Ohren und pinselt, in der Mitte angekommen, eindrucksvolle Bilder an die Schädelhälften. Beispiel Thom Yorke von Raidiohead, Titel "And It Rained All Night": Surrend kratzen hier unterirdische Klangfetzen am Trommelfell, werden schließlich ganz hereingelassen um Sekunden später wie Tulpen aus vereistem Boden in die Höhe zu sprießen. Das gute daran: Bereits die im Lieferumfang enthaltenen Ohrstecker (MDR-EX082) tragen einen großen Teil zur Spiel- und Klangfreude des Players bei.

Eine Extra-Investition ist, im Gegensatz zu vielen anderen MP3-Playern, also nicht zwangsweise nötig. Um wirklich die feinsten Nuancen wahrzunehmen, stöpseln wir unsere Referenzkopfhörer E500 von Shure ins Ohr. Und wir werden nicht enttäuscht. Sonys NWZ-A816 verwöhnt im gesamten Klangspektrum mit warm umschließenden Mitten, dreckigen Bässen sowie eisklaren Höhen. Vier bereits vordefinierte Equalizer-Presets und zwei vom Nutzer frei einstellbare Presets akzentuieren je nach eingelegter Musikrichtung. Der Effekt bleibt Geschmackssache, einen Unterschied hören aber auch ungeübte Ohren.

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Sony NWZ-A816

Wie Tulpen aus vereistem Boden: Der Hörtest beeindruckt.

Völlig von den Socken könnte man angesichts der sechs weiteren Effekt-Programme sein; jede einzelne Einstellung verändert den Klang erneut deutlich. Selbst ein Karaoke-Programm findet man in diesem Menü. Die Stimme wird leider nicht vollständig ausgeblendet, dennoch wird das laute Mitsingen extrem erleichtert. Zwischenfazit zum Klang des Testkandidaten: 9 von 10 Punkten.

Formatwahl: Unexotisch

Bei den abspielbaren Formaten leistet sich der Sony-Player keine Patzer; exotische Endungen wie ogg oder flac stehen aber leider nicht auf der Liste. Neben dem obligatorischen MP3-Format kommt der NWZ-A816 noch mit WMA(DRM) sowie AAC klar. An weiteren Formaten unterstützt der Player JPEG (Foto) und MPEG-4 (Video).

Für abendfüllende Blockbuster auf dem MP3-Player gibt es bessere Geräte, dennoch laufen auf dem angenehm hellen und kontrastreichen Display mit einer Diagonalen von immerhin fünf Zentimeter auf Wunsch auch Videos. Und das mit 30 Bildern in der Sekunde. In Zusammenarbeit mit dem fixen Prozessor des Players ergibt dies eine runde Vorstellung – für Miniclips oder Musikvideos völlig ausreichend. Längeren Filmen in hoher Qualität schieben einerseits die müde werdenen Augen, andererseits die fehlende Möglichkeit einer Speicher-Erweiterung einen Riegel vor.

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