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Digitalkamera mit WLAN: Nikon Coolpix S51c im Test
Viele Fotos, Funknetzwerk und ein Feldversuch

von Tobias Heinze Uhr veröffentlicht

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Eine schöne Vorstellung: Die Digitalkamera überträgt nach dem Fotografieren Bilder automatisch und kabellos an den Computer. Die Nikon Coolpix S51c ist genau dazu in der Lage. Für wen sich die Kamera lohnt und was sie sonst noch kann verrät der netzwelt-Test.

Eine schöne Vorstellung: Die Digitalkamera überträgt nach dem Fotografieren Bilder automatisch und kabellos an den Computer. Die Nikon Coolpix S51c ist dank eingebautem WLAN-Modul genau dazu in der Lage. Für wen sich die Kamera lohnt und was sie sonst noch auf dem Kasten hat, verrät der netzwelt-Test.

In der Nikon Coolpix S51c steckt ein Bildsensor mit acht Megapixel Auflösung. Ein Dreifachzoom, das 38 bis 114 Millimeter Brennweite mitbringt, ist im Kameragehäuse versteckt. Nikons optische Bildstabilisierung Vibration Reduction (VR) soll für gelungene Fotos in schwierigen Lichtsituationen sorgen. Das Gesamtpaket ist in schicken 21 Millimetern Gehäusedicke untergebracht, so dass die Coolpix S51c ohne Probleme in Hemd- und Hosentaschen verschwindet.

Display mit erweitertem Betrachtungswinkel

Für gute Leistungen bei Geschwindigkeit und Bildqualität werkelt in der Coolpix Nikons Expeed Bildprozessor. Ihm ist es auch zu verdanken, dass die Kamera ISO-Empfindlichkeiten bis ISO 1600 zu bieten hat – gute Voraussetzungen für ausgedehntes Fotovergnügen bis tief in die Nacht hinein. Ein Blick auf die Kamerarückseite offenbart ein drei Zoll großes Display, das dank 230.000 Bildpunkten Fotos knackig scharf anzeigt. Nikon hat den Betrachtungswinkel des Displays erweitert. So bleibt auch bei ungewöhnlichen Aufnahmepostionen alles gut im Blick.

Bilder per Funk ins Internet übertragen - für die Nikon Coolpix S51c ist dies dank WLAN-Modul kein Problem.

Videos sind bei der schlanken Kamera mit bis zu 640 x 480 Pixel, bei 30 Bildern pro Sekunde möglich - das ist guter Standard. Interessant ist die Stop-Motion-Moviefunktion. Hierbei entstehen Filme im Stil der Lego-Brickfilms. Die S51c fügt die Einzelbilder dann mit auswählbarer Bildrate zusammen. Die eigentliche Besonderheit der Coolpix ist aber der WLAN / WiFi-Adapter (IEEE802.11b/g), der die Kamera mit Funknetzwerken kommunizieren lässt.

Verbindung zur Außenwelt dank WLAN

Sobald eine Netzwerkverbindung steht kann die Kamera Fotos und Filme in ein Online-Bilderportal hochladen. "My Picturetown" von Nikon bietet jedem Interessierten kostenlos zwei Gigabyte Speicherplatz für die umfangreiche Bildersammlung im Internet. Im Online-Portal kann man Fotos organisieren, sortieren und mit Stichwörtern versehen. Ist ein Album erstellt, können Freunde dieses mit einer Einladung betrachten. So gelangen Fotos einfach und schnell in Umlauf, der Bilder-Tausch wird zum Kinderspiel.

Mit der Funktion "Bild-Email" lädt die Coolpix Fotos in My Picturetown und versendet anschließend einen Link zum Foto an die eingegebene E-Mail-Adresse. Andere Menschen mit aktuellen Fotos auf dem Laufenden halten oder nur kurz einen Gruß verschicken ist schnell erledigt. Im Test war die WLAN-Funktion der S51c ohne Schwierigkeiten zu verwenden. Keine Verbindungsprobleme und eine schnelle Datenübertragung sprechen für das System. Die Eingabe einer vollständigen E-Mail-Adresse über das Daumenrad dauert allerdings etwas länger.

Alternativ gibt es die Option, die Speicherkarte automatisch per WLAN leeren zu lassen. Dazu muss die Kamera mit dem Ladekabel verbunden und natürlich ein Funknetzwerk in Reichweite sein. Bei aktivierter Einstellung treten alle Fotos ihren Weg von der Speicherkarte in das Online-Album an. Leider besteht keine Möglichkeit, die Fotos auf einen Computer im Funknetzwerk zu übertragen. Dennoch ist es eine praktische und sinnvolle Art, den Ladevorgang zu nutzen.

Das Multifunktionsrad der S51c macht die Bedienung sehr komfortabel und schnell.

Daumenrad für schnelle Kontrolle

Wie die Nikon Coolpix S510 besitzt auch die Coolpix S51c ein Multifunktionsrad für den Daumen, das den Großteil der Bedienung übernimmt. Das Rad lässt sich drehen und in vier Richtungen drücken. Im Wiedergabemodus blättert man flink durch das Bildarchiv und bestätigt eine Auswahl mit der OK-Taste in der Mitte des Daumenrads. Bis die Menüstruktur der Kamera in Fleisch und Blut übergegangen ist, braucht man etwas Zeit. Dank dem leichtgängigen Multifunktionsrad ist der Nutzer danach umso schneller unterwegs und kann Einstellungsänderungen mit wenigen Handgriffen erledigen.

Nikon Coolpix S51c

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Das Multifunktionsrad lässt sich drehen und in vier Richtungen drücken.

Für die Bildwiedergabe hält die Nikon die üblichen Optionen bereit: Diashow mit Musik, verschiedene Überblendmodi und nachträgliche Bearbeitung in Form von Beschnitt und Auflösungänderung. Mit der "muvee-Funktion" landen die Lieblingsfotos in einer separaten Diashow, die jeder Zeit ohne Konfiguration abspielbar ist. So bekommen zum Beispiel die Eltern eine andere Diashow vom Urlaub präsentiert als die Freunde – wahrscheinlich aus gutem Grund.

Die Einschaltzeit von knapp fünf Sekunden ist für die meisten Situationen ausreichend, im Vergleich zur Konkurrenz aber nur ein mittelmäßiger Wert. Auch bei Autofokus und Bildverarbeitungszeit erreicht die S51c keine Spitzenwerte. Dafür ist die Bildqualität der Kamera überzeugend: In niedrigen ISO-Empfindlichkeiten gefallen die Fotos aus der Coolpix durch angenehme Schärfe und feine Details. Bis ISO 800 ist die Bildleistung sehr gut, ISO 1600 zeigt deutliches Bildrauschen. Insgesamt ist die Qualität der Fotos gut, Freunde von kräftigen Farben kommen mit der S51c voll auf ihre Kosten.

Fazit

Design, Verarbeitung und Handhabung verschaffen der Nikon Coolpix S51c eine gute Ausgangsposition in der Endabrechnung. Die ausgewogene Bildqualität und die hilfreiche Bildstabilisierung steuern Pluspunkte für das Finale bei. Die WLAN-Unterstützung ist ein interessantes Ausstattungsmerkmal. Wer ein großes Bildaufkommen hat, das in erster Linie online verwaltet werden soll, freut sich über die automatische Bildübertragung.

Durch immer mehr öffentliche Hotspots kann der Urlaubsgruß in Zukunft mit nur wenigen Sekunden Verzögerung in die Heimat gesendet werden. Die Nikon Coolpix S51c kostet mit rund 250 Euro etwa 40 Euro mehr als die Coolpix S51 ohne WLAN-Modul. Wem Design und Leistung der S51c auch ohne WLAN zusagen, der kann mit dem Schwestermodell ein paar Euro sparen.

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Eine schöne Vorstellung: Die Digitalkamera überträgt nach dem Fotografieren Bilder automatisch und kabellos an den Computer. Die Nikon Coolpix S51c ist genau dazu in der Lage. Für wen sich die Kamera lohnt und was sie sonst noch kann verrät der netzwelt-Test.

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Digitalkamera mit WLAN: Nikon Coolpix S51c im Test
Digitalkamera mit WLAN: Nikon Coolpix S51c im Test
Eine schöne Vorstellung: Die Digitalkamera überträgt nach dem Fotografieren Bilder automatisch und kabellos an den Computer. Die Nikon Coolpix S51c ist genau dazu in der Lage. Für wen sich die Kamera lohnt und was sie sonst noch kann verrät der netzwelt-Test.
http://www.netzwelt.de/news/77082-digitalkamera-wlan-nikon-coolpix-s51c-test.html
2008-02-08 17:57:00
News
Digitalkamera mit WLAN: Nikon Coolpix S51c im Test