Wie Microsoft, Google und Yahoo das Web unter sich aufteilen
Microyahoogle: Machtkampf der Online-Goliaths
Software
Wenn drei sich streiten, wer freut sich dann? Das Machtgerangel der Web-Riesen entwickelt sich zur Ménage à trois: Microsoft will Yahoo kaufen, Google will die Suppe mit aller Macht versalzen und Yahoo hält sich zwischen den Stühlen sitzend bedeckt. Verschiedene Konstellationen bergen Chancen und Risiken - netzwelt fasst die möglichen Auswirkungen auf das Web zusammen.
Inhalt
- Das Spiel heißt Macht, Yahoo ist der Ball
- Wenn Monopolisten Monopolisten Monopolisten nennen
- Entscheidungen: Yahoosches Planquadrat
- Redmond-Rechnerei: Nummer 2 + Nummer 2 = Nummer 1?
- Bedeutung für Benutzer: Nutzen oder benutzt?
Das Spiel heißt Macht, Yahoo ist der Ball
Das Übernahmeangebot vergangene Woche sorgte für erstaunte Gesichter: Microsoft-CEO Steve Ballmer wendete sich in einem Brief an die Yahoo-Teilhaber und bot den Kauf der Firma für die Rekordsumme von rund 45 Milliarden Dollar an. Diesem Schritt gingen 18 Monate Verhandeln und Auflauern voraus, der seit längerem finanziell strauchelnde Yahoo-Konzern wirkte jetzt schwach genug für den Schritt aus Redmond.
Yahoo polterte nicht drauflos, sondern nannte das Angebot kurz "unerwünscht", um sich nach eigenen Aussagen ganz der Prüfung von Microsofts Kaufabsicht - aber auch möglichen Alternativen - zu widmen. Der dritte Darsteller auf dem Feld ließ nicht lange auf sich warten: Google übte Kritik an den Übernahmeplänen. Laut internen Berichten des Wall Street Journal soll Google-CEO Eric Schmidt Yahoo-Chef Jerry Yang jegliche Hilfe angeboten haben, um Microsoft das Spiel zu vermiesen.
Wenn Monopolisten Monopolisten Monopolisten nennen
Beide Seiten, sowohl Microsoft als auch Google, haben sich dabei auf eine klare Haltung eingeschossen. Google unterstellt Microsoft, durch den Kauf von Yahoo ähnliche Monopolstrukturen im Web aufzubauen wie seinerzeit im Segment der Betriebssysteme und Software. Besonders bedenklich seien laut Googles David Drummond die Vormachtstellungen in den Bereichen E-Mail und Instant Messaging.
Jetzt sind Sie dran.
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