Mit Google-Betriebssystem fast ein Mac
Asus EeePC: gOS auf dem Mini-Notebook installieren
Patrick Woods
Das kleine Subnotebook von Asus ist erst seit wenigen Tagen erhältlich, überall ausverkauft und schon fast Kult: Weniger als ein Kilo Gewicht, Flash-Speicher statt Festplatte und das für rund 300 Euro. An einem Punkt scheiden sich jedoch die Geister: Am mitgelieferten Betriebssystem. Hier fehlt vielen eine umfassendere Benutzeroberfläche. Das lässt sich ändern, Tüftler haben es geschafft, Googles gOS in nur zehn Schritten auf dem Winzling zu installieren.
gOS: Ein Linux mit Mac-Optik
Die Betreiber des Portals "Cheap Linux Ultramobile PCs" haben eine Anleitung ins Netz gestellt, mit der aus dem EeePC in zehn Schritten ein Rechner mit stylischer gOS-Oberfläche wird. Die Linux-Variante gOS ähnelt äußerlich Apples OS X - kein Wunder, einer der beteiligten Designer hat zuvor bereits für Apple gearbeitet. Die Bedienung ist an OS X angelehnt, ebenso die designverliebte Optik.
Externes Laufwerk ist Pflicht

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Vorher: Das Betriebssystem des Eee ist praktisch - aber kein Augenschmaus
Um gOS auf dem taiwanesischen Mini-Laptop zu installieren muss zunächst einmal die Image-Datei von gOS heruntergeladen werden. Ist diese auf eine CD oder DVD gebrannt, wird ein externes USB-Laufwerk an den EeePC angeschlossen und der gOS-Datenträger eingelegt.
Wird der EeePC nun mit gedrückter Escape-Taste gestartet, kann der Nutzer das USB-Laufwerk als Startlaufwerk auswählen. Nun startet das "Green Operating System", wie gOS mit vollem Namen heißt, von CD aus. Jetzt klickt der Nutzer das "Install"-Symbol auf dem Dektop an. An dieser Stelle zeigt sich das Manko des kleinen Asus-Rechners: der winzige Bildschirm. Der Installationsbildschirm kann bei der niedrigen Auflösung nicht voll dargestellt werden, nur ein kleiner Teil ist zu sehen.
Störfaktor Bildschirm
Mit der gedrückten Alt-Taste ist es möglich, den Bildausschnitt zu verschieben und so doch noch alles zu Gesicht zu bekommen. Ist die Installationsroutine angelaufen, hat der Nutzer Pause. Nach einiger Zeit des Wartens und einem Neustart ist gOS fertig auf dem EeePC installiert. Voll funktionstüchtig ist das Betriebssystem allerdings noch nicht: WLAN und andere Dinge funktionieren noch nicht.
Um dies zu beheben, muss ein spezielles, von Google herausgegebenes Treiberpaket heruntergeladen werden. Den entsprechenden Link finden Sie in der Linkbox unter diesem Artikel. Da der WLAN-Adapter inaktiv ist, muss die konventionelle Ethernet-Schnittstelle zum Herunterladen verwendet werden. Der letzte Abschnitt der gOS-Installation wird etwas kniffliger. Hierzu muss der Nutzer erstmals zum Terminal, der Kommandozeile, greifen.

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Nachher: Mit gOS wird der EeePC zum ausgewachsenen Laptop
Keine Angst vor der Kommandozeile
Diese erreicht man über einen Klick auf das "G" oben links und die Auswahl "Run Command". Hier tippt man "Terminal" ein. Über das Terminal muss sich der Nutzer seinen Weg zu dem Pfad suchen, wo Googles Treiber abgelegt wurden. Jetzt folgt der Befehl "sudo ./install.sh all", der die fehlenden Treiber installiert. Was nun noch übrig bleibt ist ein weiterer Neustart, bevor der EeePC dank gOS softwareseitig in neuem Glanz erstrahlt.
Wem das von Google unterstützte Betriebssystem mit seiner Mac-Haptik nicht gefällt, der kann seinen Mini-Laptop mit Hilfe der mitgelieferten Asus-DVD wieder in den Ausgangszustand versetzen.
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Einfach nur super was man alles mit dem EEE anstellen kann.
Version 2 oder 3 von dem Teil wird gekauft noch ist mir die Rechenleistung und der HDD platz doch zu mager.
Das ganze kommt dan aber in einen Casecon.
Mein Gott Asus EeePC ist ein normales Notebook. Man kann so gut wie jedes Betriebssystem ohne großen Aufwand installieren. Von jeder Linux-Distr. bis zum gehackten Mac OS X. Das ihr aber von gOS spricht zeigt nur das Google bei euch Geld rüberfließen lassen hat. Denn wer würde denn gOs installieren wenn er die Auswahl zwischen weit aus mächtigeren Linux-Distris hätte? Klingt absolut nach Werbung.
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Hallo!
Tut mir leid, aber dies ist selbstverständlich keine Werbung, so wie kein einziger anderer Artikel auf netzwelt "bezahlt", "gesponsort" oder sonst wie von Herstellern beeinflusst wird.
Zudem ist gOS nicht von Google, sie unterstützen das Projekt lediglich (Edit: und das auch nur, indem sie es erlauben, dass die Projektbetreiber die Logos der Google-Produkte verwenden und damit werben, mehr nicht. Das einzige, was gOS sonst mit Google zu tun hat, ist dass deren Produkte verwendet werden.).
In dem Sinne wäre auch jede Erwähnung von OpenOffice.org Werbung für SUN ;).
Warum gOS? Weil es zum einen eine durchdesignte Arbeitsumgebung hat und eben wie erwähnt ein wenig Mac-Spirit verbreitet (was zu dem Eee gut passt) und zum anderen ist gOS auch technisch gut für den EeePC geeignet, da es den ressourcensparenden "Enlightenment"-Windowmanager verwendet (was dem kleinen Eee sehr entgegen kommt) und es zudem das semi-offizielles Treiberpaket für den Eee gibt, mit dem auch Linuxneulinge die Hardware vollständig ans Laufen bekommen können. Zudem ist es relativ schlank und kommt mit dem spärlichen Massenspeicher des Eee aus.
Die Nachfrage nach gOS auf dem Eee ist da, das zeigen Beiträge in Foren und Blogs rund um den Globus. Und wenn Nachfrage da ist, berichten wir selbstverständlich.
Gruß,
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