Hochauflösendes Fernsehen zur Fußball-EM 2008 ideal
BITKOM: ARD und ZDF setzen HDTV zu langsam um
Moritz Zielenkewitz
HDTV ist im deutschen Fernsehen noch rar gesät, einzig die ProSiebenSat1 Media AG zeigt hochauflösende Inhalte. Bislang plant man bei ARD und ZDF, erst 2010 mit den Olympischen Winterspielen HDTV anzubieten. Zu spät, kritisiert BITKOM: Die Öffentlich-Rechtlichen sollten versuchen, bereits zur Fußball-EM in diesem Jahr in HD zu senden, die Zuschauer seien bereit.
Der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) hat ein Positionspapier veröffentlicht, laut dem die Planung von ARD und ZDF bezüglich des hochauflösenden Fernsehprogramms zu langsam sei. Ende 2008 soll es etwa 1,4 Millionen aktive HDTV-Haushalte geben, hinzu kämen noch einmal fünf Millionen passive Haushalte, die zumindest die notwendige Technik besitzen.
Somit läge die Verbreitung von HDTV-fähigen Geräten Ende des Jahres bei 17 Prozent, 2009 wird auf 30 und 2010 auf 47 Prozent geschätzt. Des Weiteren sind laut einer Hochrechnung von TechConsult acht Millionen Deutsche interessiert am Thema High-Definition, mehr als 14 Millionen wünschen sich hochauflösendes Free-TV. Doch bis auf Pro7Sat1 sieht das in Deutschland noch mager aus.

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Zu langsam: Laut BITKOM sollten ARD und ZDF schneller auf HDTV setzen.
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Von ARD und ZDF wünscht sich BITKOM hier eine Vorreiterrolle. Doch Marktdurchdringung und Relevanz von HDTV seien noch zu gering, heißt es von ARD-Sprecher Peter Meyer. Er betont, dass solche Umstellungen auch höhere Gebührengelder nach sich ziehen würden, und hält an dem Plan fest, HDTV im Jahr 2010 mit den Olympischen Winterspielen auf die Bildschirme zu bringen. Möglicherweise, so Meyer, werde es davor bereits Pilotprojekte geben.
BITKOM empfiehlt den Öffentlich-Rechtlichen, sich ein Beispiel an den Nachbarländern Österreich und der Schweiz zu nehmen: Hier sei fest eingeplant, die Fußball-EM in diesem Jahr bereits hochauflösend zu übertragen. Auch Hersteller wünschten sich konkrete Zeitpläne seitens ARD und ZDF. Es bleibt das alte Spiel von Angebot und Nachfrage. Laut BITKOM sei diese Nachfrage bereits jetzt gegeben; zudem bleibt die Überlegung, inwieweit ein zusätzliches Angebot der öffentlich-rechtlichen Sender auch den Verbraucher zu mehr HD-Akzeptanz bewegen könnte.
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