Die Piratenpartei: Politik unter Totenkopf-Flagge

Freie Informationen

Die Piratenpartei will den Zugang und Austausch von Informationen verbessern. Dazu gehört auch das Tauschen über das Internet. Als Interessenvertreter der "Raubkopierer" sehe man sich aber nicht: "Wir möchten betonen, dass wir dabei keineswegs die Interessen und Rechte der Urheber außer Acht lassen. Es ist wichtig und gerecht, dass Urheber für ihre Leitungen angemessen entlohnt werden", sagt Pawlas.

Dennoch gibt man sich nicht mit der aktuellen Form des Vertriebs von digitalen Inhalten zufrieden: "Den stückweisen Verkauf von Einzelnutzungsrechten an diesen Werken halten wir nach Anbruch des Informationszeitalters jedoch für anachronistisch", so die Parteisprecherin Magadalena Pawlas vom Hamburger Landesverband.

Piratenflagge
Mit Seeräubern alter Tradition haben die modernen Piraten nichts gemein.

Die blutjunge Partei hat sich einige Ziele für die Zukunft gesetzt. Zunächst einmal stehen die Wahlen in Hamburg auf dem Plan. Hier will man das Ergebnis von Hessen noch verbessern: "Wir sind hier sehr präsent und Hamburg ist als Medienstadt von den Themen der Piraten unmittelbar betroffen", so Magdalena Pawlas.

In den Medien sind die Piraten die skurrilen Außenseiter, gelten oft als Spaßpartei. Ihre Themen wirken für viele befremdlich, weil sie so ganz fernab der politischen Landkarte der Volksparteien stehen. Felder mit populistischer Massenzugkraft wie Versprechen gegen die Arbeitslosigkeit oder für mehr Sicherheit überlassen sie anderen.

Ob ihr Verständnis von Urheberrecht oder von Patenten in einem Wirtschaftsstandort wie Deutschland durchsetzungsfähig ist und ob diese Ansichten avantgardistische Zukunftsvisionen oder anarchistische Träumereien sind, wird sich noch zeigen müssen. Sie sind in jedem Fall nachdenkenswert.

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Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir eine redaktionelle Übersicht erstellt. Sie finden das Special zu Filesharing hier.

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