Musik-Plattform bietet drei Hördurchgänge per On-Demand
Last.fm: Lieder aller Major Labels kostenlos anhören
Moritz Zielenkewitz
Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen - auf dem Weg der Musikindustrie weg von DRM hat die Musik-Plattform last.fm eine weitere Hürde genommen. In einem als Beta-Test laufenden Free-On-Demand Service kann der komplette Musikkatalog der Major Labels Universal, Sony/BMG, Warner und EMI kostenlos über das personalisierte Radio gestreamt werden - immerhin drei Mal.
Das Online-Streaming von Liedern in ganzer Länge war auf last.fm bisher eher den mehr als 150.000 Independent-Labels und vertragslosen Künstlern vorbehalten, die großen Vier speisten die Hörer mit mageren 30 Sekunden ab. In einem Beta-Test konnte die von CBS übernommene Musik-Plattform jetzt die Major Labels Universal Music Group, Sony/BMG, Warner und EMI für einen kostenlosen On-Demand-Service gewinnen.
Hierbei können Musikfreunde den kompletten Musikkatalog der Majors in voller Länge über last.fm streamen, allerdings pro Lied nur drei Mal; danach empfielt last.fm den Download des Songs über einen Vertriebspartner wie iTunes, Amazon oder 7 Digital. Derzeit läuft der Service neben Deutschland auch in Großbritannien und den USA, weitere Länder sollen folgen. Möglich wird dieser Service durch Werbefinanzierung.

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Last.fm: Jetzt mit Major Labels in voller Länge.
(Klick vergrößert)
Neu ist auf last.fm auch das so genannte Artist Royalty-Programm: Dabei handelt es sich um ein Finanzierungsmodell für Künstler ohne Plattenvertrag, die auf last.fm vertreten sind. Diese erhalten so auch ohne Vertragsregelung einen Verdienst - abhängig davon, wie oft ihre Lieder über die Musik-Plattform aufgerufen werden.
Martin Stiksel, CCO und Mitgründer von Last.fm, zeigt sich optimistisch: "Die Möglichkeit, vom Heim- beziehungsweise Arbeits-Computer oder Laptop aus in einen so einzigartigen und breit angelegten Musik-Katalog einzutauchen und kostenlos hören zu können, wozu man gerade Lust hat, läutet ein neues Zeitalter des Musikkonsums ein. Fakt ist: Der On-Demand-Service von last.fm kann sich gegen zeitlich begrenzte Reinhörangebote und DRM behaupten, ist von einem frei empfangbaren Radio aber immer noch entfernt.
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