Amerikanische Forscher melden Patent an
Cyborg-Auge: Kamera-Implantat gegen Sehstörungen
Ein bißchen Elektronik soll in Zukunft Sehgeschädigten Hoffnung geben: Wer sich nicht mehr auf sein eigenes Augenlicht verlassen kann, wird durch ein halb-elektronisches Auge das Sehvermögen zurückgewinnen können. Zumindest das Patent auf eine Miniatur-Kamera für das menschliche Auge haben amerikanische Forscher jetzt angemeldet.

Ähnlich wie bei der elektonischen Kontaklinse scheint bei der Augen-Kamera ein Stück Science-Fiction Wirklichkeit zu werden. Doch anstatt Elektronik auf dem Auge zu tragen sollen Patienten eine Kamera in das Auge implantiert bekommen. Diese übernimmt dann das Sehen und sendet Signale direkt an das Gehrin weiter.
Laut Patent-Beschreibung haben lichtsensitive Chips ein großes Potential, Menschen mit schwerwiegenden Sehstörungen zu helfen. Diese Chips wandeln das einfallende Licht in ein elektrisches Signal um, das die Nervenzellen hinter dem Auge direkt zum Gehirn leiten. Normalerweise projeziert die Linse im menschlichen Auge das zu sehende Bild allerdings auf eine gewölbte Fläche. Das stellt ein Problem für die lichtempfindlichen Chips dar, da diese eigentlich flach sein müssen.
Michelle Hauer von der amerikanischen University of Southern California in Los Angeles sieht eine Lösung: Sie will die Kamera direkt in das Auge transplantieren. Die Forscherin hat zusammen mit Kollegen einen Prototypen entwicklet, der klein genug ist um in die Linse des Auges eingebettet zu werden. Die winzige Einheit sendet die Bilder an einen Chip hinter dem Auge, der die passenden Signale an die Nervenzellen weitergibt. Laut Hauer soll der Apparat mit einer Batterie versehen sein, die kabellos aufgeladen wird.

Im Forum diskutierenBeiträgeinsgesamt 1 Beitrag
Ich finde die methode sehr gut! würde gerne mehr darüber erfahren! Was kostet so eine operation, übernimmt die krankenkasse überhaupt was?