Microsoft erlaubt Virtual Machines für Basic und Premium

Windows Vista: Home Edition darf virtualisiert werden

Windows Vista: Home Edition darf virtualisiert werden Nein, ja, nein und jetzt wieder ja: Gestern hat Microsoft die Lizenzverträge für Windows Vista angepasst und erlaubt nun die Virtualisierung auch von Home Basic und Home Premium auf Gastsystemen. Bislang war das Arbeiten mit einer virtuellen Maschine nur den teureren Versionen Business und Ultimate vorbehalten. Unternehmen sowie Nutzer von Linux und Mac können sich freuen.

Das aktualisierte End User License Agreement (EULA) macht es offiziell: Die Windows-Versionen Vista Home Basic und Home Premium dürfen von jetzt an ebenfalls in so genannten Virtual Machines laufen. So können beispielsweise User auf ihren Linux- oder Mac-Systemen ihr Vista virtualisieren. Bislang war das mit deutlich höheren Kosten verbunden, da Microsoft die Virtualisierung nur für Vista Business und Ultimate gestattete.

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Bereits im Sommer 2007 stand Microsoft kurz davor, die Virtualisierung für sämtliche Vista-Ableger zu erlauben, ruderte allerdings im letzten Moment zurück; laut Aussagen des Konzerns genügten derzeit die Sicherheitsbedingungen von virtuellen Maschinen nicht den Ansprüchen Microsofts. Warum diese aber mit den teureren Vista-Versionen erfüllt sei, beantwortete Redmond fadenscheinig: Anwender, die sich für die hochpreisigen Vista-Versionen entscheiden, seien technisch meist gebildeter und somit besser in der Lage, Gefahren abzuschätzen.

Virtuelle Vista-Welten

Rechtzeitig zum gestern begonnenen "Virtualization Deployment Summit" hat Microsoft mit dem angepassten EULA die Weichen in Richtung Virtualisierung gestellt. In den aktualisierten Lizenzbedingungen finden sich jetzt zudem Hinweise auf die eingeschränkte Funktionalität von DRM und der Festplattenverschlüsselung BitLocker, sofern das zugehörige Betriebssystem in einer virtuellen Umgebung läuft.

Bei diesen Entwicklungen passt auch die Bekanntmachung, dass Microsoft die Softwarefirma Calista Technologies übernommen hat. Calista besitzt Patente auf virtualisierte 3D-Grafik-Prozessoren, Microsoft erhofft sich davon Weiterentwicklungen im Bereich des Renderings sowie verbesserte Leistung bei Remote-Desktop-Anwendungen. Im Hinblick auf den Vista-Nachfolger Windows 7 kann im Bereich Virtualisierung also mit Neuerungen gerechnet werden.

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