Debatte um Krebs und SAR-Wert
Strahlung: Machen Handys krank oder nicht?
Yasmin Kötter
Konzentrationsschwäche, Kopfschmerzen, Schlafstörungen - weltweit gibt es Menschen, die diese Symphtome bei sich entdecken und einen Auslöser im Visier haben: Handy-Strahlung. Die Diskussion, ob nun Handys gesundheitschädlich sind oder nicht, wird seit Jahren erbittert geführt: Studie um Studie, Zahn um Zahn. Doch wer hat Recht?
Inhalt:
- Wissenschaft: Der Kampf um die Wahrheit
- Krebs durch Sendemasten im Ort?
- Beweis: Handy-Strahlung beeinflusst den Körper
- Besorgnis: DECT-Telefone im Visier
- SAR-Wert als Anhaltspunkt beim Handy-Kauf
- Fazit: Gefahr oder keine Gefahr?
Wissenschaft: Der Kampf um die Wahrheit
Auf der einen Seite gibt es wissenschaftliche Studien, die einen gesundheitlichen Schaden nachweisen wollen, auf der anderen Seite Studien, die keinen Zusammenhang zwischen Strahlung und Sympthomen sehen. In der Mitte steht die Bevölkerung, die in einem Moment aufatmet und das Handy erleichtert an sich drückt, um es im nächsten Moment voller Schrecken in die unterste Schublade zu stecken, damit sie ja von der Strahlung keinen Krebs bekommen. Ein klares Ja oder Nein aus der Welt der Wissenschaft könnte dem Hin und Her ein Ende bereiten - könnte.
Der Diplom-Ingenieur Paul Sommer leitet das Prüf- und Forschungslabor der Internationalen Gesellschaft für Elektrosmog-Forschung. Im Rahmen seiner Forschung beschäftigt er sich seit drei Jahren mit der Wirkung von Störfeldern auf den menschlichen Organismus. "Handystrahlung wirkt als äußere Belastung auf den Organismus und erhöht das Stresspotential. Die Dauerbelastung durch Elektrosmog (in der Regel sind bei elektrosensiblen Menschen meist noch andere Störfelder beteiligt) führt zur Veränderung rhythmischer Prozesse des Organismus. Insbesondere verringert sich die Herzratenvariabilität, die als in der modernen Wissenschaft als Faktor für 'Globalfitness' bewertet wird.", erklärt Sommer gegenüber netzwelt. Er ist der Meinung, die Anpassungsfähigkeit des Organismus an die äußere Umwelt werde durch die Dauerbelastung geringer, die Folge sei ein Alterungsprozess.
Krebs durch Sendemasten im Ort?
Doch nicht nur die Handys an sich, auch die Mobilfunk-Sendemasten haben einen schlechten Ruf. Im Jahre 2004 bekam die Öffentlichkeit eine erschreckende Studie präsentiert: Eine Gruppe von Ärzten aus dem bayrischen Ort Naila hatte im Rahmen einer Studie eine besorgniserregende Zunahme von Kreberkrankungen in der Nähe von Sendemasten festgestellt. Sie hatten Patientenunterlagen in einem Zeitraum von 10 Jahren ausgewertet und das Ergebnis war schockierend: Bei Patienten, die im Umkreis von 400 Metern zur Mobilfunksendeanlage wohnten, hatten sich die Krebserkrankungen verdreifacht.
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Durch die ganzen Handys in der Umgebung. Weil je weiter ein Handy vom Sendemast entfernt ist desso stärker muss es senden. Da fast jeder mittlererweile ein bis zwei Handys besitzt, ist die Umgebungsstrahlung durch Handys mittlererweile deutlich höher, als durch durch die Sendemasten selbst. Wenn z. B. die Tochter in Ihrem Zimmer mit der Freundin quatscht. ist die Belastung der Eltern im Wohnzimmer 100-1000fach höher, als die Belastung durch den entfernten Mobilfunkmast.
Das gilt auch für die Nachbarwohnungen.
In einem Mehrfamilienhaus, in dem 5 Familien mit vieleicht 15 Personen wohnen, die um die 20 Handys haben die immer strahlen und senden, spielt die Belastung durch die Mobilfunkanlage keine Rolle mehr.
Dabei könnten gerade diese Belastugen durch mehr Mobilfunkmasten deutlich verringert werden, da die Strahlung durch mehrere Sendemasten kaum zunimmt, die ganzen Handys ihre Sendeleistung aber drastisch runterregeln würden.
Somit erweisen uns die Mobilfunkgegner mit jedem verhinderten Sendemast leider einen Bärendienst, weil damit die Gesamtstrahlenbelastung der Menschen nicht ab sondern zunimmt.
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