Spuren im Netz: Persönliche Informationen löschen lassen?

Die Rolle der Suchmaschinen

Neben den reinen Anmeldedaten, die zumeist ohnehin nur für den Betreiber sichtbar sind, können auch einzelne Beiträge des Nutzers kritisch sein. Beispielsweise wenn er seine Telefonnumer oder andere persönliche Angaben öffentlich niedergeschrieben hat: "Wenn in den Postings eines ausscheidenden Mitglieds persönliche Daten enthalten sind, besteht auch ein Löschungsanspruch auf diese Postings", berichtet Alexander Wachs.

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Suchmaschinen nehmen eine besonders wichtige Rolle beim Finden und Aufbewahren der Daten ein. Über sie werden Informationen über bestimmte Personen leicht gefunden und zudem speichern Suchmaschinenbetrieber Internetseiten oft in einem eigenen Zwischenspeicher, dem Cache. Sogar gelöschte Inhalte können so noch für Monate gefunden werden. In der Praxis ist es aber nur schwer möglich, Dinge aus den Suchergebnissen löschen zu lassen, damit sie nicht mehr gefunden werden können.

Wird jemand beleidigt oder verleumdet und will, dass dies nicht mehr über Google gefunden wird, so könnte er versuchen, dies aus den entsprechenden Ergebnissen entfernen zu lassen. Anfragen dieser Art erreichen die Suchmaschinenbetreiber täglich. In der Praxis ist dies jedoch nicht so leicht. "Wir gehen jedem Fall nach und prüfen ihn", sagte uns Google-Sprecher Stefan Keuchel. Juristisch ist dies kompliziert: "Das ist rechtlich noch nicht obergerichtlich geklärt. Es hängt davon ab, ob man in der Suchmaschine einen Mitstörer/Mitwirker der Persönlichkeitsrechtsverletzung sieht", sagt Anwalt Alexander Wachs.

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Spock durchforstet das Netz nach der Identität von Personen(Klick vergrößert)

Wunschkonzert: Unbequeme Informationen löschen lassen?

Laut einem Urteil des Landgerichts Berlin von 2004 müssen Suchmaschinen solche Einträge löschen, wenn sie vom Betroffenen durch eine Abmahnung davon erfahren, berichtet der Anwalt. Weniger eindeutig ist es im Falle von unerwünschten Einträgen. Beispiel: Ein Internetneuling hat sich naiverweise mit seinem echtem Namen im Gästebuch eine schlüpfrigen Etablissements verewigt und fürchtet nun, dass Bekannte oder seine Frau dies entdecken. Hier wird es kompliziert.

In der Praxis wird ein Suchmaschinenbetreiber deshalb kaum seine Suchergebnisse manipulieren. Korrekte und vollständige Ergebnisse sind das Kapital eines solchen Dienstes, willkürliche Änderung auf Wunsch der Nutzer hätte eine deutliche Veränderung der Zuverlässigkeit von Ergebnissen zur Folge. Auch rechtlich gibt es keinen Anspruch: "Bei lediglich nicht mehr genehmen Darstellungen wird es wohl rechtlich kaum möglich sein, eine Anpassung der Suchergebnisse durchzusetzen", sagt Anwalt Wachs.

Die weiße Weste im Netz wird immer wichtiger

Die Experten sind sich einig: In Zukunft wird das Bewusstsein für das persönliche Image im Netz weiter zunehmen. "Es geht immer um andere Personen", sagt yasni-Chef Steffen Rühl. "Ich denke, dass sich heutzutage fast jeder - gerade im beruflichen Bereich - vor einem direkten Kontakt erst einmal auf Informationssuche über sein Gegenüber im Internet begibt. Diese Bewusstsein ist mittlerweile in den Köpfen angekommen", sagt Anwalt Alexander Wachs.

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das ist sehr lustig. yasni behauptet ausschließlich daten aus dem netz zu nehmen. tatsächlich verlinkt die seite intern suchergebnisse von personen miteinander, die so dann zusammen bei yasni und in suchmaschinen...

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