Ratgeber: Nach dem Vertragswechsel die Handynummer behalten
Sonderfall Prepaid-Kunde
Einige Besonderheiten gibt es für Prepaid-Kunden zu beachten. Die Umwandlung einer bisherigen Prepaid-Rufnummer in einen Laufzeitvertrag stellt normalerweise keine Hindernisse dar. Wird der Anbieter beibehalten, kann auch ein etwaiges Restguthaben auf das Vertragskonto problemlos überführt werden. Jedoch ist es bei einigen Anbietern nach wie vor nicht möglich, eine Prepaid-Handynummer zu einem anderen Prepaid-Anbieter mitzunehmen. Betroffen ist beispielsweise der Mobilfunknetzbetreiber o2.
In jedem Fall verlangt der alte Anbieter, dass der betroffene Kunde eine so genannte Verzichtserklärung unterzeichnet. Damit stimmt der Kunde zu, dass etwaiges Restguthaben verfällt. Eine Übertragung oder Auszahlung ist nicht möglich. Alle Kosten für die Rufnummermitnahme werden vom Prepaid-Guthaben abgebucht. Kommt dieser Vorgang mangels Guthaben nicht zu Stande und es ergeben sich zeitliche Verzögerungen, sodass die festgelegten Fristen nicht mehr eingehalten werden können, verfällt der Anspruch auf den Besitz der betroffenen Rufnummer.
Kontrollierter Ausfall
Über den genauen Termin der geplanten Portierung informiert der neue Netzbetreiber den Kunden in aller Regel per SMS. Auf Grund der technischen Abwicklung kommt es jedoch am Tage der Umschaltung zu einer kurzfristigen Unterbrechung der Netzversorgung. In der Regel reicht ein dreistündiges Zeitfenster für die Transaktion aus, maximal können es in Einzelfällen bis zu 24 Stunden sein.
Durchblick im Mobil-Dschungel
Leider wird es durch die "Vermischung" bei der Rufnummernportierung nicht mehr möglich, anhand der Netzkennziffer das jeweilige Mobilfunknetz sofort eindeutig zu erkennen. Besonders bei der Auswahl einer kostengünstigen Sparvorwahl für Telefonate in die Handynetze spielt es eine wichtige Rolle, in welches Netz tatächlich telefoniert wird. D1 (T-Mobile) und D2 (Vodafone) sind oftmals zu günstigeren Minutenpreisen erreichbar als die E-Netz-Anbieter E-Plus und o2. Um dennoch Licht ins Dunkel zu bringen, haben die Mobilfunkanbieter Abfragemöglichkeiten über Kurzwahl, SMS und zum Teil auch über WAP-Portale eingeführt.
Auskunft vom Sprachcomputer oder per SMS
T-Mobile bietet in seinem Netz die kostenlose Kurzwahl 4387 an. Dort meldet sich ein Sprachcomputer zur Stelle. Alternativ kann eine SMS an 4387 verschickt werden. Diese darf nur die Kombination "Netz Rufnummer" enthalten und wird mit 19 Cent in Rechnung gestellt. Vodafone (D2) stellt zur Netzabfrage die ebenfalls kostenlose Kurzwahl 12313 zur Verfügung, bei E-Plus lautet die exakte Nummer der Sprachabfrage 10667. Eine SMS-Abfrage ist in beiden Netzen leider nicht möglich. Einen anderen Weg geht o2: Mit einer kostenlosen SMS an die Rufnummer 4636 und dem Inhalt "Netz Rufnummer" gibt es innerhalb weniger Sekunden die gewünschte Klarheit. Eine Kurzwahl-Abfrage sieht der derzeit kleinste deutschen Netzbetreiber nicht vor.
