Kostenlose und kostenpflichtige Anbieter im Vergleich
Online-Backup: Mittel gegen das digitale Nirvana
Manuel Masiero
Unbegrenzte Datensicherung für vier Euro pro Monat
Die Backup-Services sind für Privatanwender mittlerweile erschwinglich geworden und schonen den Geldbeutel. Der US-amerikanische Anbieter Mozy bietet seine Datensicherungsdienste über eine monatliche Gebühr an. Der Deal: Für rund fünf US-Dollar können Anwender ihre Fotos, Musikstücke und wichtige Dokumente auf dessen Server hochladen. Andere Dienstleister wie Gigabank oder Datadepositbox arbeiten mit einem festen Geldbetrag pro Gigabyte und sind dabei ähnlich preiswert wie Mozy. Freunde von Festpreisen werden beispielsweise bei Carbonite fündig – hier gibt es für 50 Euro eine einjährige Upload-Flatrate, was umgerechnet etwa vier Euro pro Monat entspricht. Die Links zu allen Anbietern finden Sie in der Linkbox am Ende dieses Artikels.
Verschlüsselter Datentransfer ist Standard
Damit Datendiebe keine Chance haben, läuft sämtlicher Datentransfer zwischen Heim- oder Arbeits-PC und Online-Speicher verschlüsselt ab. Der Provider Mozy verwendet beispielsweise eine auf dem Blowfish-Algorithmus basierende 448-Bit-Verschlüsselung. Hacker können mit eventuell abgefangenen chiffrierten Daten nichts anfangen. Einziger Haken: Hat man den eigenen Zugangsschlüssel verlegt, sperrt man sich selbst von seinem Datenbestand aus. Die Backups sind dann nur noch zugänglich, wenn der Backup-Provider eine Schlüsselkopie speichert. Professionelle Anbieter behalten die Chiffrierung in der Regel auch dann bei, wenn sie die Daten archivieren. Selbst deren Mitarbeiter kommen in diesem Fall nicht an die Userdaten heran.

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Einer der bekanntesten Dienste: mozy
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Hochsicherheitstrakt statt Datengrab
Online-Backups landen in der Regel nicht auf einem simplen Datengrab mit Netzwerk-Anschluß. Mittlerweile setzen viele Dienste teils sehr aufwändige Sicherheitsmaßnahmen ein und preisen diese auch entsprechend an. Deren Beschreibung liest sich dann oftmals wie Werbung für ein Bankdepot oder einen Hochsicherheitstrakt.

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Klimatisierte Räume, Notstromaggregat, Sicherheitskontorlle: Wie alle Anbieter versucht auch Carbonite die Angst der Nutzern ernst zu nehmen.
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Bei diesen Providern gehen Anwenderdaten dann selbst bei Bränden, Wassereinbruch oder ähnlichen Katastrophen nicht verloren. So setzt Carbonite laut eigenen Angaben auf klimatisierte Räume, Notstromaggregate und Sicherheitskontrollen für das Personal. Die Gigabank verspricht sogar, alle Backups neunfach redundant und an drei verschiedenen Orten in der Schweiz zu lagern
Große Auswahl an "Filedumps"
Bevor man sich für einen bestimmten Anbieter entscheidet, gilt es zunächst herauszufinden, wofür man den Online-Speicher überhaupt einsetzen will. Wer lediglich einen großen Datenspeicher benötigt, um Daten temporär abzulegen, muss nicht lange nach dem passenden Provider suchen. Beispielsweise wirbt Adrive mit einem 50 Gigabyte großen Gratis-Webspace, den man wie beim künftigen Google-Dienst auch anderen Nutzern zugänglich machen kann.
Das ist zwar unbestritten praktisch, wenn Files miteinander ausgetauscht werden sollen. Als sicheres Datendepot eignet sich dieser Dienst allerdings nur bedingt. Und das nicht, weil der Anbieter nachlässig mit seiner Backup-Infrastruktur umgeht, sondern weil Sicherungen hier nach wie vor vom Anwender durchgeführt werden müssen. Geschieht das nur in unregelmäßigen Abständen, gehen bei einem Datenträgerdefekt unweigerlich wertvolle Files verloren.
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