Kostenlose und kostenpflichtige Anbieter im Vergleich
Online-Backup: Mittel gegen das digitale Nirvana
Manuel Masiero
Online-Backups sind unbestritten bequem. Anstatt wichtige Daten selbst zu sichern, lädt man sie kurzerhand auf den Server eines Dienstleisters. Mittlerweile sind diese Backups auch für Privatanwender nicht nur erschwinglich, sondern bisweilen sogar kostenlos. Ein guter Online-Datensicherungsdienst muss aber mehr bieten als Gratis-Webspace und Schnäppchenpreise.
Viele auf Festplatte gespeicherte Dateien sind schlicht und einfach unersetzlich. Dazu zählen zwar im weitesten Sinne auch der Bootsektor und das Windows-Verzeichnis, gemeint sind aber vielmehr persönliche Dokumente. Das können Fotos von Kindergeburtstagen, Videos aus dem letzten Skiurlaub oder die mühsam zusammengetragene Musiksammlung sein. Geht hier etwas verloren, ist ein Drama meistens vorprogrammiert. Denn ebenso wie die Unikate auf Festplatte ist auch der Datenträger meistens einmalig – und kaum jemand macht sich die Mühe, eine Sicherheitskopie davon anzufertigen.
Inhalt
- Microsoft und Google mit Backup-Diensten
- Unbegrenzte Datensicherung für vier Euro pro Monat
- Verschlüsselter Datentransfer ist Standard
- Hochsicherheitstrakt statt Datengrab
- Große Auswahl an "Filedumps"
- Automatische Backups nur mit Software-Unterstützung
- Mehr Komfort durch inkrementelle Datensicherung
- Die Upload-Geschwindigkeit als Nadelöhr
Vor dem leidigen Thema Backups drücken sich viele Anwender mehr oder minder erfolgreich. Verabschiedet sich der Original-Datenträger aber tatsächlich einmal ins digitale Nirvana, existiert aber nur selten ein halbwegs aktuelles Backup. Warum die Daten also nicht kurzerhand über das Web sichern? Dann genügen wenige Mausklicks, um von jedem Ort mit Internetzugang auf wichtige Daten wie Fotos, Arbeitsdokumente oder Musikfiles zuzugreifen. Zudem entziehen sich Anwender damit der lästigen Pflicht, selbst für die passenden Sicherungsmedien sorgen zu müssen. Stattdessen können sie die Verantwortung abgeben und in die Hände von Online-Backup-Anbietern legen.
Microsoft und Google mit Backup-Diensten

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Neu aus Redmond: Live Skydrive ist der Online-Backupservice von Microsoft und läuft derzeit noch in der Betaphase.
(Klick vergrößert)
Auch Branchen-Schwergewichte wie Microsoft oder Google haben die Zeichen der Zeit erkannt und wollen jeweils schon bald einen virtuellen Festplattendienst an den Start bringen. Bei Google sickerte beispielsweise schon durch, worum es bei dem möglicherweise mit "GDrive" titulierten Produkt gehen soll, nämlich um persönliche Files wie Arbeitsdokumente, Musikdateien, Videoclips und Fotos. Einmal online gestellt sollen sich diese per Webfreigabe problemlos mit Freunden und Arbeitskollegen teilen lassen.
Wer Vorbehalte gegen Online-Backups hat, kann fast immer eine kostenlose Probe aufs Exempel machen. Viele Online-Dienste bieten ein bestimmtes Kontingent an Gratis-Webspace an. Mehr Speicherplatz, Bandbreite oder Funktionen gibt es dann meist gegen monatliche Gebühren.
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