Wie Fotos von Sternen gelingen und welche Ausrüstung Sie dafür brauchen
Fototipp: Sternspuren fotografieren
Digitalkamera
Der nächtliche Blick in den wolkenlosen Himmel dürfte kaum jemanden kalt lassen. Und wer lange genug an ein und derselben Stelle stehen bleibt, würde die Beobachtung machen, dass sich die Sterne aufgrund der Erdbewegung ebenfalls "bewegen". Wer diesen Effekt mit einer langen Belichtungszeit auf Film bannt, erhält Aufnahmen von diesen Sternspuren. Netzwelt erklärt, wie Ihnen diese Aufnahmen am besten gelingen und welche Ausrüstung Sie dafür benötigen.
Inhalt
- Ausrüstungs-Check
- Los geht's
- Kopfrechnen für Nachtschwärmer
Ausrüstungs-Check
Die Digitalkamera, die Sie verwenden möchten, muss über eine Langzeitbelichtungsfunktion verfügen. Die meisten Herstellern nennen diese "Bulb-Funktion." Bei höherwertigen Digitalkameras, wie zum Beispiel den meisten Bridge- oder digitale Spiegelreflexkameras, lässt sich die Belichtungszeit im manuellen Modus festlegen. Achten Sie einfach auf die Sekunden-Angaben in dem jeweiligen Menü. Neben einer Kamera ist ein Stativ unerlässlich für das Fotografieren von Sternspuren. Optimal ist ein Kabelfernauslöser, den es als Zubehör im Handel gibt. Wenn Sie sich einen solchen neu kaufen möchten, achten Sie gleich darauf, dass der Schalter dauerhauft einrastet.

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Ausrüstung: Taschenlampe, heißer Tee, warme Klamotten, Fernauslöser, Stativ, Kamera und reichlich Batterien.
Solange der Fotograf im Bulb-Modus auf den Auslöser drückt, so lange bleibt auch der Verschluss der Kamera geöffnet. Wer also nicht dauerhaft den Auslöser drücken möchte, investiert in einen Kabelfernauslöser oder behilft sich mit etwas Klebeband provisorisch weiter. Gerade im Winter sind warme Kleidung und festes Schuhwerk notwendig, eine Taschenlampe und gute Verpflegung bewährt sich aber zu jeder Zeit. Achten Sie darauf, ausreichend Batterien für die Kamera mitzunehmen. Tragen Sie diese am besten bis kurz vor dem Einsatz am Körper, da die Wärme die Akkus vor vorzeitiger Entladung schützt.
Los geht's
Wenn die Nacht klar ist und die Wettervorhersage keine Bewölkung vorhersagt, kann es losgehen. Suchen Sie sich einen dunklen Ort aus, möglichst weit weg von großen Städten. Die besten Resultate erzielen Sie, wenn so wenig wie möglich Restlicht von der Kamera eingefangen wird. Was für das menschliche Auge schon dunkel bedeutet, ist gerade in der Nähe von Städten für die Kamera ein wahres Lichtermeer. Straßenbeleuchtung und andere Lichtquellen strahlen bis in den Himmel hinein und überdecken schwache Sterne, die dann auf dem Foto nicht zu erkennen sind.

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Für ein scharfes Abbild des Sternenhimmels ist eine hohe ISO-Empfindlichkeit oft der einzige Weg. Leider ist das Bild dann meistens durch Bildrauschen etwas unruhig - hier ISO 1600.
(Klick vergrößert.)
In der Dunkelheit angekommen, braucht das Auge etwas Zeit, um sich an die Lichtverhältnisse zu gewöhnen. In einer guten Nacht kann man nun schon mit bloßem Auge die Pracht des strahlenden Himmelszelts erblicken. Besonders in Bergregionen verschlägt der Anblick Hobbyfotografen nicht selten die Sprache. Jetzt wird fotografiert: Stativ aufbauen, Kamera platzieren und kurz orientieren. Je nachdem, in welche Richtung man fotografiert, beeinflusst das die Form der Sternspuren. In Blickrichtung Norden zum Polarstern erhält man zunehmend kreisförmige Bahnen, in Richtung Süden bleiben die Sternspuren eher gerade.
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