Weiterempfehlen   Leserbrief
15.01.2008
Druckversion
powered by

Ein Blick auf die Zahlen

Blu-ray gegen HD DVD: Hinter dem Hype

Patrick Woods

Die Unternehmen verbrennen Milliarden im Kampf um die Vorherrschaft im Wohnzimmer. Zwei Firmen tun sich dabei besonders hervor, Toshiba auf der Seite der HD DVD und Sony auf der Seite von Blu-ray. Ein Weg ist dabei das Mittel der Subvention. Die Geräte werden unter Wert verkauft, um sie besonders attraktiv für die Käufer zu machen. So wurde sowohl der erste HD-DVD-Player von Toshiba als auch die Playstation 3 günstiger verkauft als nötig, um Gewinn damit machen zu können.

HD-DVD-Player werden vor allem über Discount-Preise verkauft. Erst kürzlich gab Toshiba bekannt, sein Einstiegsmodell um 50 Prozent herabzusetzen. Ein riskantes Spiel. Teure Investitionen müssen langfristig wieder hereingeholt werden, was einen schnellen Preisverfall der Medien behindert und damit auch das Interesse der Kunden verringert. Ein Teufelskreis.

HD-DVD-Player

Bild verkleinernBild vergrößern

Subventioniert: HD-DVD-Player

Flirten mit Hollywood

Gleichzeitig buhlen die Hardware-Hersteller um die Gunst der Filmstudios. Denn nur mit attraktiven Inhalten lassen sich die Nutzer überzeugen, ihr Erspartes für einen neuen Videoplayer zu opfern. Besteht das Risiko einer Fehlinvestition, sind die Abspielgeräte zwangsläufig zum Ladenhüter verdammt. So gab es seit Beginn des Formatkrieges zahlreiche Wechsel unter den Filmstudios.

Paramount wechselte erst im August 2007 von der zweispurigen Strategie zur exklusiven HD-DVD-Unterstützung. Toshiba ließ sich dies 150 Millionen Dollar kosten. Eine kleine Entscheidungshilfe für Paramount, damit diese keine Blu-rays mehr veröffentlichen. Sony soll dem Filmstudio Warner Insider-Gerüchten zufolge ebenfalls eine horrende Summe gezahlt haben, damit sie der HD DVD den Rücken kehren.

Blick in die Zukunft

Erst im Laufe des Jahres wird sich bemerkbar machen, dass ab Juni Warners Veröffentlichungen auf der Seite der HD DVD fehlen. So gibt es dank Paramount und Universal sowie weiteren kleineren Filmstudios aber noch etliche Filme, die auf Blu-ray nicht zu haben sind.

Auch wenn der Sog hin zur Blu-ray unübersehbar ist: Noch ist HD DVD längst nicht tot. In den USA hat das Format dank sehr günstiger Player eine breite Basis. Dort verramschen Händler die HD-DVD-Player mitunter für 99 Dollar - inklusive mehrerer Filme. Solange noch neue Filme in diesem Format erscheinen und noch längst nicht alles auch auf Blu-ray erhältlich ist, solange ist der "Formatkrieg" nicht völlig vorbei. Gleichzeitig wird dieser Schwebezustand viele potenzielle Käufer weiterhin abschrecken.


Weitere Artikel zum Thema

Links zum Artikel

Druckversion | Kommentare

« zurück 1 | 2 | 3 


Mehr über: HD DVD, Blu-ray, DVD, Hintergrundwissen, Video



Diesen Artikel verlinken
HTML-Code

Code zum Einbinden in ein Forum

Kopieren Sie den Code und fügen Sie diesen auf der gewünschte Seite ein

Creative Commons License Dieser Artikel steht unter einer Creative Commons-Lizenz.

Kurzfilme

Kurzfilme

Jede Woche neu! Die interessantesten, kostenlosen Videos im Internet.

DVB-T - Überall-Fernsehen

Über die Zimmerantenne alle Programme empfangen? Das bleibt wohl vorerst ein Wunschtraum. Was wo möglich ist, erfahren Sie im DVB-T-Special auf netzwelt.

Filme aus dem Netz

Kurzfilme

Auf YouTube und Co. werden täglich hunderte Millionen Videos angeschaut. Wo finde ich die meisten Clips? Kann schnell eigene Videos veröffentlichen? Und was taugen Video on Demand Dienste?

Videosoftware-Anleitungen

Für Sie ist DivX etwas zum Essen und AVI ein Rockstar? Wunderbar! Hier finden Sie Begriffserklärung und Hilfe zu Codecs, Formate und Software.

Filesharing

Kurzfilme

BitTorrent, Kazaa, eMule! Die Krise der Medienindustrie hat verschiedene Namen.

Heimkino

DVD, Popcorn, Beamer, Leinwand! Fertig ist das perfekte Heimkino-Vergnügen.

akuma.de - Unser Musikdienst

akuma.de - Das digitale Kaufhaus für Musik

Service-Angebote der netzwelt

Werbung


nach oben
Aktuell
Überblick: Mini-Beamer für die Hosentasche
Blu-ray: 400 Gigabyte auf einer Scheibe
YouTube: Internet-Casting für Online-Orchester
Video on Demand
Video-on-Demand-FAQ
Apple iTunes
Amazon unbox
Videodienste im Vergleich
Internetfernsehen
So umgehen Sie Ländersperren
Hulu in Deutschland empfangen
Alternativen zu PPLive
Bundesliga kostenlos übers Internet
DVB, YouTube und andere Specials
DVB-T Senderempfangsliste
YouTube und Co im Test
Videosoftware-Anleitungen
YouTube Downloader

Dicke DSL-Leitungen haben den Videos im Netz zum Durchbruch verholfen. YouTube und Co. erreichen zig Millionen Nutzer im Monat und regen zu einer neuen Mitmach-Video-Gesellschaft an. Deshalb haben Themen wie YouTube Download, Video on Demand, Internetfernsehen, IPTV und Co einen festen Platz auf netzwelt.

RSS Feed abonnieren Nie mehr ein Update dieser Seite verpassen?
Hier klicken, um netzwelt.de zu abonnieren!

Copyright © 2008 by netzwelt.de - Blu-ray gegen HD DVD: Hinter dem Hype - Ein Blick auf die Zahlen
H2 media factory GmbH Impressum | Presse | Kooperationen | Werbung | Rechtliche Hinweise | Sitemap | Jobs