So können Provider Ihrem P2P nicht den Saft abdrehen

Tutorial: BitTorrent-Clients verschlüsseln

Die Tücken von BitTorrent: Trotz erfolgreicher Adressumsetzung NAT, offener Firewall und einer Menge Peers im Netzwerk ist die Geschwindigkeit der Downloads ernüchternd langsam. Ein möglicher Grund: Internet Service Provider drosseln den P2P-Datenverkehr. Netzwelt zeigt, wie Sie den Anbietern in Azureus, BitComet und µTorrent dank Verschlüsselung ein Schnippchen schlagen können.

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BitTorrent-Clients
Können verschlüsselt werden: Azureus, BitComet und µTorrent.

Inhaltsverzeichnis

  1. 1ISP und P2P: Freundschaft ausgeschlossen
  2. 2Verschlüsseln vs. Drosseln
  3. 3Azureus
  4. 4BitComet
  5. 5µTorrent
  6. 6Verschlüsselung ungleich Anonymität

ISP und P2P: Freundschaft ausgeschlossen

Rein objektiv betrachtet sind die Zahlen beeindruckend: Mehr als 30 Prozent des weltweit erzeugten Datenverkehrs resultierte 2007 aus dem BitTorrent-Protokoll, zu bestimmten Uhrzeiten übersteigt es sogar die 50-Prozent-Hürde. Für die Internet Service Provider (ISP) ist das natürlich erschreckend: P2P-Traffic von Computern, die meist im Dauerbetrieb und nächtelang laufen, kostet Geld und bremst die Kapazitäten für Streaming oder normale Downloads.

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Diesem Umstand ist zu verdanken, dass weltweit immer mehr ISP dazu übergegangen sind, P2P-Verkehr ihrer Kunden zu drosseln. Dazu wird der Datenstrom mitgelesen und sobald das BitTorrent-Protokoll entdeckt wird, bremst der ISP den Zugang aus. So reduziert sich die Belastung der Provider-Leitungen - und der Filesharer zu Hause ärgert sich über niedrige Download-Werte und eine entsprechend miserable Ratio.

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Verschlüsseln vs. Drosseln

Aus diesem Grund sind die Entwickler großer BitTorrent-Clients dazu übergegangen, eine Verschlüsselung der übermittelten Datenströme zu ermöglichen. Eine gewöhnliche Plain Encryption verschlüsselt hierbei den so genannten Header, der die Metainformationen eines Datenpaketes beinhaltet. Die Programmroutinen der ISP, welche diesen Header lesen, können ihn oft nicht als BitTorrent-Traffic erkennen und drosseln die Leitungen nicht.

Doch auch die Provider lernen dazu und prüfen in vielen Fällen nicht nur den Header, sondern auch die Payload, also die tatsächlich für den Up- oder Download relevanten Daten. Hier müssen die Torrent-Clients schwerere Geschütze auffahren: RC4 ist die Verschlüsselung erster Wahl, die den gesamten Datenstrom unkenntlich machen kann. Der Algorithmus ist dabei deutlich unsicherer als beispielsweise das aktuell als unknackbar geltende AES, benötigt aber auch mit Abstand weniger Ressourcen.

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