24 Zoll, HDMI und eine fast konkurrenzlose Bildqualität
Eizo FlexScan HD2441W: High-End-Monitor im Test
Patrick Woods
Design und Bedienung
Spektakuläres Design war bisher nie das Markenzeichen Eizos und das hat sich auch bei diesem Luxus-24-Zöller nicht geändert. Im Profil wirkt der FlexScan klotzig und behäbig - ein wenig altbacken; grazil oder elegant sieht jedenfalls anders aus. Der "ArcSwing"-Fuß hält den Monitor in Position und lässt sich in Höhe sowie Neigung verstellen. Eine Pivot-Funktion, also eine "Hochkant"-Stellung, ist nicht vorgesehen.
Mit den berührungsempfindlichen Tastern ist der Eizo komplett frei von mechanischen Bedienelementen. Die Steuerung mittels Anfasstasten klappt überwiegend gut, dennoch wird der Benutzer das Gefühl nicht los, dass konventionelle mechanische Tasten vielleicht präziser wären und eine bessere Rückmeldung geben würden. Die Sensorleiste gibt sich etwas schwammig.
Am besten gelingt die Steuerung ganz konservativ, wenn der Finger auf dem jeweiligen Ende der Leiste gehalten wird, statt über die Leiste zu fahren. Denn die iPod-Bedienung ist mitunter anstrengend: Um die Lautstärke vom Minimum zum Maximum zu "streichen", muss man sechs- bis siebenmal ansetzen. Die bewährte "gedrückt halten und warten"-Taktik funktioniert da besser. Insgesamt ist die Bedienung also eher durchwachsen. Das On-Screen-Menü des Eizo bietet zwar mehr Möglichkeiten als die Software, insgesamt ist das Programm auf dem Rechner aber deutlich schneller und komfortabler, wenn es darum geht, an den Bildparametern zu schrauben.
Eizo FlexScan HD2441W
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Das Design des Monitors wird zur Nebensache, wenn es sich um ein Profigerät wie beim FlexScan HD2241W handelt. Hier zählt nur eines: Bildqualität. Und hier enttäuscht Eizo nicht. Die Ausleuchtung des Panels ist fast perfekt, fällt lediglich an den Rändern beinahe unmerklich ab. Der Kontrast ist für einLC-Display hervorragend. Auf einem typischen RGB-Testbild mit 24 Abstufungen von Weiß bis Schwarz überzeugt der Flachbildschirm voll. Lediglich im untersten Dunkelbereich bricht er leicht ein, für einen LCD ist der Kontrastumfang jedoch erstaunlich.
Die Grundabstimmung in Kombination mit dem Testrechner zeigte zwar eine minimale Blau-Schwäche, präsentierte sich aber sonst mit dem Besten, das man von Flüssigkristallbildschirmen erwarten kann. Die hervorragende Helligkeit von 450 Candela pro Quadratmeter strahlt sprichwörtlich. Besonders beeindruckend: Der satte Schwarzwert. Schwarz ist hier tatsächlich beinahe völlig schwarz, nicht dunkelgrau wie bei den meisten LCD-Modellen. Dies sorgt für ein sattes, plastisches Bild bei Fotos und Videos.
Warum der Eizo das vollbringt, wo billige Monitore scheitern, ist leicht erklärt: Das verwendete S-PVA-Panel von Samsung ist so konstruiert, dass die Flüssigkristalle in Ruhelage kaum Licht der Hintergrundbeleuchtung durchlassen. Das sorgt für das tiefe Schwarz. Gleichzeitig werden vier statt wie üblich zwei oder drei Subpixel pro Pixel verwendet, was den Blickwinkel deutlich verbessert. Und in der Tat: Auch aus schrägem Blickwinkel, wo andere blass aussehen, verändert sich der Kontrast nur wenig, die Farben bleiben weitgehend konstant.
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