Der Tag, an dem New York ausstarb
Angespielt: Sunrise the Game
Ein schiefgegangenes Experiment, ein menschenleeres New York im Dauerregen und eine fremde Frau auf dem Sofa: drei Situationen, die man wohl niemals gleichzeitig erleben wird. Doch genau das widerfährt den drei Erfindern Rydec, Brian und Max die somit ist die Basis für ein Adventure erschaffen, das weder Inventar noch einen strikten Handlungsstrang benötigt.

Inhaltsverzeichnis
- 1Kein Inventar, aber dennoch ein Adventure
- 2Innovation, doch zu welchem Preis?
- 3Synchronisation deluxe
- 4Fazit: Ein vielversprechendes Konzept
New York in der Gegenwart: Die drei Erfinder Rydec, Brian und Max basteln in ihrer Wohngemeinschaft seit einiger Zeit an einem bahnbrechenden Experiment. Sie wollen eine Pflanze teleportieren. Doch leider geht der an sich gut durchdachte Plan schief und die drei Jungs werden durch eine gewaltige Druckwelle in die Bewusstlosigkeit befördert. Als alle wieder zu sich kommen, steht die Pflanze noch immer am gleichen Punkt. Auch sonst scheint, abgesehen von einem angeschlagenen Kopf, nichts passiert zu sein. Der Blick aus dem Fenster zeigt ein anderes Bild. Die Straßen der Metropole sind wie leer gefegt, keine Menschenseele ist noch da. Ebenfalls beunruhigend ist die Wetterlage: keine Sonne, dunkel, strömender Regen.
Spätestens jetzt merken die Jungs, dass etwas gewaltig schief gelaufen ist. Zu allem Überfluss liegt vor der Eingangstür auch noch eine bewusstlose, unbekannte Frau, die ebenfalls erstmal versorgt werden muss. Bei all dem Chaos sollte eines nicht vergessen werden: Was ist hier überhaupt passiert und wie kann man es wieder rückgängig machen?
Diese Frage muss sich auch der Spieler stellen. In der Rolle von Rydec sind Sie der Mann fürs Grobe. Doch zu aller erst erhalten Sie eine kleine Einführung in das Spiel und dessen Regeln. "Sunrise" ist kein normales Point&Click-Adventure. In einem Erklärungsvideo bekommen Sie auf sehr amüsante Art die Philosophie des Spiel näher gebracht. Rydec erzählt Ihnen unter anderem, dass er sich nicht so einfach eine Waschmaschine in die Hosentasche steckt oder einfach irgendwelche Gegenstände mit sich herumschleppt. Der gute Mann ist sehr eigen in diesen Dingen und wirkt bei unsinnigen Handlungen schnell gereizt.
Kein Inventar, aber dennoch ein Adventure
Der gravierendste Unterschied zu anderen Adventure-Spielen ist das fehlende Inventar. Sie können im Spiel nur Dinge nehmen oder benutzen, die Sie auch wirklich in der Situation benötigen. Das führt dazu, dass Sie auch nur kleinere Sachen selber bei sich tragen können. Größere Gegenstände werden entweder mit Hilfe der beiden Freunde befördert oder stehengelassen. Ein gewisses Umdenken ist erforderlich, war man es bisher doch gewohnt, alles erstmal in die unendlich große, virtuelle Tasche zu stopfen.
Sunrise The Game
Um jemals wieder einen so schönen Sonnenaufgang zu bekommen, müssen Sie einiges tun.
Der Broadway. Die Entwickler waren extra vor Ort um diese tollen Kulissen richtig wiedergeben zu können.
Drei Mann in einem Boot. Technik-Freak Brian, der coole Max und Hitzkopf Reydec.
Kriegsrat: In der Wohnung der anfangs Bewusstlosen wird über die neue Situation gesprochen.
Generell bietet sich ein etwas anderes Gameplay als gewohnt. Mit einem Doppelklick auf Rydec öffnet sich beispielsweise ein Bildschirm, in dem eingesammelte Gegenstände aufgelistet, aber nicht benutzt werden können. Gleichzeitig wird Ihnen noch die aktuell zu erledigende Aufgabe vor Augen geführt und Sie können eine Hilfe einblenden lassen, die Ihnen einen der möglichen Lösungswege zeigt. Außerdem verfügt das Spiel über eine Hotspotanzeige. Per Leertaste werden so alle Interaktionspunkte mit einem Fragezeichen markiert. Rydec schließlich hat dann doch noch einen Gegenstand, den er immer bei sich trägt: sein Multi-Tool. Ein Allzweckmesser sozusagen, das nebenher einen Schraubendreher und eine Zange in sich verbirgt. Schön zu sehen ist dabei, dass sich das Multi-Tool mit der Zeit auch abnutzt und die Zange beispielsweise nach manchen Aktionen kaputt gehen kann.

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