Wir konnten den Entwicklern von Daedalic über die Schulter schauen
Künstler mit Marker und PC: So entsteht ein PC-Spiel Teil II
Was steckt eigentlich in einem PC-Spiel alles drin? Wie werden Objekte und Landschaften eingebaut und welche Vorbereitungen müssen für den Soundtrack getroffen werden? Netzwelt hat das Entwicklerteam von "The Whispered World" begleitet und war bei wichtigen Entscheidungsprozessen hautnah mit dabei.

Inhaltsverzeichnis
- 1Ein Spiel erwacht zum Leben
- 2Scheibchenweise zum Ergebnis
- 3Die Anfänge eines Soundtracks
Da sich durch "The Whispered World" eine starke Melancholie zieht, soll sich diese natürlich auch in den Grafiken widerspiegeln. Entwickler Daedalic möchte die Geschichte mit einer starken Bildsprache erzählen. "Der Spieler soll mit jedem neuen Hintergrund, einen weiteren Teil des Spiels neu erfassen, ähnlich wie bei "Monkey Island" beispielsweise. Das trifft im gesteigerten Maße auch auf "The Whispered World" zu", sagt uns Jan Müller-Michaelis, Creative Director von Daedalic Entertainment.
Ein Spiel erwacht zum Leben
Die Entstehungsphase einer kompletten Landschaft oder eines gerenderten Films ist in mehrere kleine Entwicklungsschritte aufgeteilt. Zuerst wird anhand einer kleinen Skizze (*Bild oben), der grobe Inhalt der jeweiligen Idee wiedergegeben. Aus dieser Vorlage wird dann eine Farbskizze erstellt, in der wichtige Akzente wie Lichtquellen oder Schattenwürfe festgehalten werden. Ist diese Version fertig, wird eine Reinzeichnung gefertigt. Die Reinzeichnung ist quasi ein gezeichnetes Ebenbild von dem, was der Spieler später im Spiel zu sehen bekommt.

Anhand des obigen Bildes zeigt sich der Verlauf noch einmal genauer. In diesem Zustand, mit allen Einzelheiten ausgestattet, ist die Reinzeichnung bereit zum Einscannen in den Computer.
The Whispered World
Jan Müller-Michaelis zeigt die Storyboard-Skizzen für eine Szwischensequenz...
Game Designer und Lead Artist Marco Hüllen zusammen mit Jan Müller-Michaelis, Creative Director von Daedalic Entertainment.
Im ersten Stadium sind alle Ideen erstmal nur grob skizziert, bevor sie richtig in Angriff genommen werden.
Marco Hüllen zeigt sein Artbook vor. In diesem Büchlein befanden sich einige tolle Zeichnungen.

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