CES: ZCam - Revolution der PC-Steuerung
Ausprobiert: Boxen in Echtzeit
Am Stand von 3DV Systems in Las Vegas wird dies eindrucksvoll demonstriert. Daumen hoch, Daumen runter, Victory - alles Gesten, die die ZCam ohne merkbare Verzögerung erfasst und die entsprechenden Funktionen ausführt. Ein besonderer Clou: Die Gesten mit zugehörigen Funktionen lassen sich frei programmieren und sind nicht festgelegt.
Was die ZCam als Technologie für die Spielewelt bedeutet, können Besucher der CES selbst ausprobieren, mit einem Box-Spiel. Der Spieler sieht den Gegner auf dem Bildschirm und sich als Overlay davor. Die Bedienung des Spiels könnte nicht intuitiver sein: Der Spieler kann sich vor- und zurückbewegen, die Hände zur Deckung hochnehmen oder sich ducken. Im Vergleich zur Nintendo Wii, wo es ein ähnliches Spiel gibt, werden bei der ZCam keine Kontroller benötigt und die Umsetzung der Spieler-Bewegungen ist wesentlich genauer und unmittelbarer, völlig ohne Verzögerung.

In Kooperation mit Gamingstudios werden derzeit weitere Spiele entwickelt. Interessant für kommende Titel dürfte sein, dass mit der ZCam "Motion Capturing" des ganzen Körpers möglich ist. Zur Demonstration auf der CES tanzte ein Mitarbeiter vor der ZCam und seine Bewegungen wurden eins zu eins auf einen virtuellen Charakter übertragen. Für Spiele wie "World of Warcraft" könnte das Kämpfe in Echtzeit mit vollem Körpereinsatz bedeuten.
Die ZCam von 3DV Systems soll gegen Ende dieses Jahres auf den amerikanischen und europäischen Markt kommen. Der Preis für die ZCam plus Software wird bei 100 Dollar für den amerikanische Markt liegen, der Preis für Europa steht noch nicht fest.
ZCam von 3DV Systems
Der virtuelle Charakter im Bild bewegt sich wie das echte Vorbild (unten rechts) vor der ZCam.
Die ZCam erkennt das Victory-Zeichen, hier der Befehl zum Öffnen einer Datei.
