Das Lautsprecher-Set vom Gaming-Profi
CES-Neuheit im Test: Razer Mako Soundsystem
Was brüllt wie ein Löwe, ist nach einem Hai benannt und sieht aus wie eine verirrte, in hartes Plastik gegossene Qualle? Die Rede ist vom Razer Mako, einem THX-zertifizierten Soundsystem, das es mehr als in sich hat. Die drei Lautsprecher produzieren einen Klangteppich, der sonst nur von großen Boxentürmen her ans Ohr weht. Netzwelt konnte das auf der CES in Las Vegas präsentierte Set bereits ausführlich testen. Fazit: Festhalten, jetzt wird es laut.
Inhaltsverzeichnis
- 1Daten vor dem Sturm
- 2Touch and wait: Träges Bedienpult
- 3Am besten: Hörtest DVD
- 4Besser: Hörtest Musik
- 5Gut: Hörtest Spiele
- 6Fazit
"Offenes Feuer (Kerzen oder Ähnliches) unbedingt vom Gerät fernhalten!" Der Standard-Satz in der Betriebsanleitung flößt beim Anblick des Razer Mako irgendwie doch Respekt ein. Als ob bereits ein winziger Funke genügen würde, um das explosive Gemisch aus opulentem, kreisrundem Subwoofer und zwei Satelliten-Boxen zum Bersten zu bringen. Der Funke im übertragenden Sinne befindet sich auf der Rückseite des Subwoofers und trägt den zierlichen Schriftzug "On/Off".
Daten vor dem Sturm
Vor dem Sturm der Blick auf die nackten Tatsachen und das Versprechen des Herstellers: Zwei Satelliten-Lautsprecher und ein Subwoofer, ein klassisches 2.1-Desktop-System also, sollen den Schreibtisch in einen Konzertsaal verwandeln. Der Einsatz: THX Ground Plane und THX Slot Speaker. Die Satelliten, die mit Hilfe des Klangspezialisten THX entwickelt und lizenziert wurden, strahlen die Schallwellen nach unten ab.
Der Schall strahlt also nicht wie sonst von gewöhnlichen Stereo-Boxen gewohnt stur in eine Richtung, sondern wird von der Schreibtisch-Oberfläche reflektiert. In der Praxis soll dies einen multidirektionalen Klang erzeugen, ähnlich dem eines waschechten Surroundsystems. Der so genannte Sweet Spot, dies ist in der Fachsprache der Bereich für die optimale Hörposition (Stereodreieck), wird im Gegensatz zu purem Stereoklang deutlich vergrößert.
Pilz, Qualle, Super Mario? Das Design der Razer Mako ist schlicht. Was zählt, sind die inneren Werte.
Auf der Rückseite des massiven Subwoofers befindet sich ein 3,5-Millimeter- sowie zwei Chinch-Eingänge für die Verbindung zur Ausgabequelle. So ist es ohne Probleme möglich, gleichzeitig einen Computer und beispielsweise einen MP3-Player anzuschließen. Die beiden Satelliten-Lautsprecher werden mit speziellen Kabeln ebenfalls auf der Rückseite des Tieftöners angeschlossen.
CES:Razer Mako im Test
Das Bedienpult gefiel im Test weniger gut. Es reagiert äußerst träge und ungenau auf Eingabefehle.
Macht ordentlich Druck: Der Subwoofer darf sich unterm Schreibtisch verstecken. Muss er aber nicht.
Pilz? Qualle? Super Mario? Das Design der Razer Mako ist schlicht, was zählt, sind die inneren Werte.
Der Vater und sein Kind: Die Satelliten sehen wie Miniatur-Ausgaben des mächtigen Subwoofers aus.
Das Ethernet-Kabel darf nicht an den PC angeschlossen werden. Es dient lediglich der Signalübertragung der Audio-Signale.
Auf der Rückseite befinden sich die Anschlüsse. Ein digitaler Eingang ist leider nicht dabei.

Bei allem Respekt, die Performance und Klangtreue, die in diesem Test suggeriert und versprochen wird, konnte das Razer Mako bei uns im Tonstudio in keiner Weise halten. Die nominalen 300 W sind netto...