Das Lautsprecher-Set vom Gaming-Profi
CES-Neuheit im Test: Razer Mako Soundsystem
Soundkarten & Lautsprecher
Was brüllt wie ein Löwe, ist nach einem Hai benannt und sieht aus wie eine verirrte, in hartes Plastik gegossene Qualle? Die Rede ist vom Razer Mako, einem THX-zertifizierten Soundsystem, das es mehr als in sich hat. Die drei Lautsprecher produzieren einen Klangteppich, der sonst nur von großen Boxentürmen her ans Ohr weht. Netzwelt konnte das auf der CES in Las Vegas präsentierte Set bereits ausführlich testen. Fazit: Festhalten, jetzt wird es laut.
"Offenes Feuer (Kerzen oder Ähnliches) unbedingt vom Gerät fernhalten!" Der Standard-Satz in der Betriebsanleitung flößt beim Anblick des Razer Mako irgendwie doch Respekt ein. Als ob bereits ein winziger Funke genügen würde, um das explosive Gemisch aus opulentem, kreisrundem Subwoofer und zwei Satelliten-Boxen zum Bersten zu bringen. Der Funke im übertragenden Sinne befindet sich auf der Rückseite des Subwoofers und trägt den zierlichen Schriftzug "On/Off".
Inhalt
- Daten vor dem Sturm
- Touch and wait: Träges Bedienpult
- Am besten: Hörtest DVD
- Besser: Hörtest Musik
- Gut: Hörtest Spiele
- Fazit
Daten vor dem Sturm
Vor dem Sturm der Blick auf die nackten Tatsachen und das Versprechen des Herstellers: Zwei Satelliten-Lautsprecher und ein Subwoofer, ein klassisches 2.1-Desktop-System also, sollen den Schreibtisch in einen Konzertsaal verwandeln. Der Einsatz: THX Ground Plane und THX Slot Speaker. Die Satelliten, die mit Hilfe des Klangspezialisten THX entwickelt und lizenziert wurden, strahlen die Schallwellen nach unten ab.
Der Schall strahlt also nicht wie sonst von gewöhnlichen Stereo-Boxen gewohnt stur in eine Richtung, sondern wird von der Schreibtisch-Oberfläche reflektiert. In der Praxis soll dies einen multidirektionalen Klang erzeugen, ähnlich dem eines waschechten Surroundsystems. Der so genannte Sweet Spot, dies ist in der Fachsprache der Bereich für die optimale Hörposition (Stereodreieck), wird im Gegensatz zu purem Stereoklang deutlich vergrößert.

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Pilz, Qualle, Super Mario? Das Design der Razer Mako ist schlicht. Was zählt, sind die inneren Werte.
Auf der Rückseite des massiven Subwoofers befindet sich ein 3,5-Millimeter- sowie zwei Chinch-Eingänge für die Verbindung zur Ausgabequelle. So ist es ohne Probleme möglich, gleichzeitig einen Computer und beispielsweise einen MP3-Player anzuschließen. Die beiden Satelliten-Lautsprecher werden mit speziellen Kabeln ebenfalls auf der Rückseite des Tieftöners angeschlossen.
CES:Razer Mako im Test
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Bei allem Respekt,
die Performance und Klangtreue, die in diesem Test suggeriert und versprochen wird, konnte das Razer Mako bei uns im Tonstudio in keiner Weise halten. Die nominalen 300 W sind netto wohl eher ein Gerücht: Schon bei mittleren Lautstärken bringt ein 50Hz-Bassdrum-Layer den Subwoofer zum Röhren wie ein Hirsch mit Asthma. Die Omnidirektionalität erzeugt zwar ansatzweise eine Illusion von raumfüllendem Klang, doch auf Kosten jeglicher Klarheit und Präzision in den oberen Mitten. Das futuristische Design und die Star-Trek-Fernbedienung hat zwar einen hohen Wow-Faktor, aber uns ist schleierhaft, wie Razer mit diesem im Amplituden- und Phasengang vollkommen verkorksten Klang und den geringen Leistungsreserven die THX-Zertifizierung bekommen konnte.
Wer wirklich brauchbaren Sound will, sollte sich ein 2.1-Set aus der Studio-Monitoring-Abteilung ansehen (z.B. KRK RP5 G2 plus S10 Sub oder 2 M-Audio 5-Zöller plus BX10S Sub). Sowas kostet zwar rund das Doppelte vom Mako aber immer noch weit weniger als vergleichbare Hifi-Lösungen. Im PC-Boxen-Bereich kann man den Leuten offenbar jeden Schick-Schrott andrehen...
Alan
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