Probleme in der schönen neuen Fernsehwelt
Home Entertainment: Die Tücken von High-Definition
Ruckelndes Bild, Inkompatibilität oder nicht eingelöste Werbeversprechen: Wer sich für die neuen hochauflösenden Medien interessiert, wird von einem Gewirr aus technischen Begriffen förmlich erschlagen. 1080p, 24p, HDMI, HDCP und viele weitere. Einsteiger und selbst ambitionierte Heimkino-Anhänger geraten dabei an ihre Grenzen. Was man beim Kauf von HD-Hardware beachten sollte.

Inhaltsverzeichnis
- 1HD: Massenmarkt und doch ein Mysterium
- 2Die Hightech-Probleme der Neuzeit
- 3HDMI: 1.2 oder 1.3, a oder b?
- 4Kopierers Feind: HDCP
- 5Die Bildformate
- 6Ruckelndes Kinoerlebnis
- 7"Echtes" gegen falsches 24p
- 8Der Ton
- 9Fazit: Nicht so schlimm, wie es klingt
Begibt man sich in die neue, hochauflösende Fernsehwelt, stellen sich einige Hindernisse in den Weg. Denn das problemlose "Kaufen, Aufstellen, Anschließen" funktioniert oft nur in der Theorie perfekt. Die Praxis verwirrt mit technischen Hürden und mikroelektronischem Fachwissen.
HD: Massenmarkt und doch ein Mysterium
Blu-ray und der Verfolger HD DVD erobern langsam, aber unaufhaltsam den Massenmarkt. Auch Flachbildfernseher verkaufen sich längst besser als altmodische Röhrengeräte. Trotz dieser großen Verbreitung ist das Fachwissen rund um das Thema HD noch recht spärlich verbreitet. Dabei ist es gerade hier besonders wichtig, die Hintergründe zu kennen, um nicht unbewusst auf wichtige Funktionen zu verzichten oder Probleme erst nach dem Kauf festzustellen.
Aktuelle Kinofilme sind auf den neuen Formaten keine Ausnahmen mehr, sondern mittlerweile Normalität. Wer mit den zur DVD etwas höheren Preisen leben kann, bekommt mittlerweile fast alle bekannten Filme der letzten Jahre auch auf Blu-ray oder HD DVD. Eine Seite über den Krieg der ungleichen Geschwister, "Format War Central", listet aktuell 448 Blu-rays und 390 HD DVDs. Aber nicht immer lohnt sich der Umstieg auf die neuen Formate.
Die Hightech-Probleme der Neuzeit
Statt hochauflösendem Hightech-Kino kann ruckelndes Bild nerven, der Fernseher mag das Bildformat des Zuspielers nicht oder das Bild bleibt gleich ganz schwarz. Fernsehen im neuen Jahrtausend ist komplizierter geworden. Im Gewirr von 720p, 1080i, 1080p, zwischen "HD ready" und "HD ready 1080p", 24, 50 und 60 Hertz finden sich viele nicht zurecht - verständlich.
Bisher gab es in Europa nur eine einzige gültige Fernsehnorm. Das war PAL - "Phase Alternating Line" - benannt nach ihrem Hauptmerkmal, dem Zeilensprungverfahren. Mit den hochauflösenden Bildformaten kommt ein ganzer Schwung neuer Formate. Sie haben unterschiedliche Auflösungen, unterschiedliche Bildwiederholraten - die Anzahl der Bilder pro Sekunde - und bestehen mal aus progressiven Vollbildern, mal sind sie "interlaced", bestehen also aus Halbbildern.

Den Laien sollte dies in der Praxis eigentlich nicht stören. Er hat einen Fernseher und einen oder mehrere Zuspieler wie einen HD-DVD-Player oder Receiver. Die Geräte werden miteinander verkabelt und sollen funktionieren. Das tun sie in der Praxis meist auch und dennoch können Probleme auftreten.

Im Forum diskutierenBeiträgeinsgesamt 4 Beiträge
PAL bezeichnet nicht das Zeilensprungverfahren, sondern die zeilenweise Invertierung der Phase des Farbhilfsträgers. Dies führt im Gegensatz zu NTSC dazu, dass bei der terrestrischen Ausstrahlung entstehende...
Das, was Sat1 als HD anbietet, ist wirklich nicht berauschend. Da sehen die Filme, die die öffentlich rechtlichen in SD anbieten immer noch besser aus! Wer keinen Bock hat, Premiere zu abonnieren,...
Wenn man es mal geschafft hat, sich für ein Modell zu entscheiden kommt ja schon das Zweite: Die Qualität der Quelle: Wer seinen neuen HD Fernseher ans analoge Kabel anschließt, bekommt...
Dieses ganze Gewirr um HD lässt sich simpel mit einem Wort ausdrücken: Kundenfeindlich Und teilweise auch schon Täuschung. Das ganze ist die Fortsetzung eines Verlorenen...