Schweizer Finanzinvestor übernimmt Teles-Breitbanddienst
DSL-Alternative skyDSL: Erhalt endgültig gesichert
Stefan Hagedorn
Wenige Tage nach Beginn des neuen Jahres hat die Berliner Teles AG ihren satellitengestützten Breitband-Dienst skyDSL endgültig gerettet. Nach den Turbulenzen der vergangenen Wochen war eine komplette Einstellung von skyDSL befürchtet worden, ein angebliches Übernahmeangebot des Mitbewerbers Filiago hatte für zusätzliche Verärgerung gesorgt. Wie es genau mit skyDSL weitergeht, fasst netzwelt zusammen.
Investoren aus der Schweiz
Der Schweizer Finanzinvestor Mountain Super Angel AG wird als Retter in der Not fungieren und bis zum 28. Januar 2008 die Mehrheit an der Wireless Broadband Internet GmbH übernehmen. Ein entsprechender Kaufoptionsvertrag wurde am heutigen Freitag unterzeichnet. Für Bestands- und Neukunden soll es demnach keine Änderungen geben, sowohl Tarife als auch Hardware-Angebote sollen unverändert weitergeführt werden.
Auch an der Zusammensetzung des Teams wird sich nichts ändern. Somit bleibt Geschäftsführer Andreas Krüger im Amt. Er erhofft sich, mit einer gesicherten Zukunft von skyDSL weitere europäische Märkte erobern zu können. Neben Frankreich und Spanien stehen auch Italien und Russland auf dem Wunschzettel der geplanten Expansionen ganz oben.
skyDSL trennt sich vom defizitären Geschäft
Im Jahr 2007 soll Teles mit skyDSL erneut enorme Verluste eingefahren haben. In den ersten beiden Quartalen des Vorjahres soll die stolze Summe von 1,5 Millionen Euro zusammengekommen sein. Ein angebliches Übernahmeangebot des Mitbewerbers Filiago, der ohne Absprache die skyDSL-Bestandskunden zu sich locken wollte, hatte Ende November für Verärgerung gesorgt. Vor allem die Konkurrenzangebote Tooway des Satellitenbetreibers Eutelsat und Astra2Connect von SES Astra setzen skyDSL gewaltig zu.
Die Zwei-Wege-Dienste wickeln Down- und Upstream über Satellit ab und bieten in der Regel günstigere Konditionen als skyDSL. Seit Beginn hatte die Teles AG mit geringen Kundenzahlen zu kämpfen. Zuletzt soll skyDSL über einen Stamm von lediglich 20.000 Kunden verfügt haben.
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