Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung
Tutorial 3D-Modellierung: Einstieg in die Freeware Blender
Tobias Röhrig
Mit der Freeware Blender können Profis 3D-Objekte modellieren und Animationen im Stil von "Shrek" und "Ice Age" anfertigen. Dieses Tutorial zeigt die Modellierung einer 3D-Figur und stellt ausgewählte Links vor. Wer sich in die Profi-Software einarbeiten will, bekommt einen Einstieg und vielleicht Lust auf mehr. Eine Linkliste am Ende des Artikels hilft bei der Suche nach weiteren Infos zum Erlernen der Bedienung.
Ein echtes Juwel liegt da auf den Freeware-Servern des Internets. Blender war einst eine Spezialanfertigung aus der Industrie. Aufwändig finanziert und programmiert, für Profis in der Film- und Medienbranche. Ein Firmenkonkurs und 100.000 Euro Spenden später ist Blender zu einem Open-Source-Projekt geworden. Das einzige seiner Art. 3D-Programme wie Blender kosten sonst mehrere tausend Euro.
Die Bedienung ist für Profis sehr gewöhnungsbedürftig. Denn die Funktionen liegen an ungewöhnlichen Stellen, Tasten- und Klickkombinationen weichen von den Normen ab. Der hohe Funktionsumfang von Blender, die Geldersparnis sowie die ständigen Verbesserungen veranlassen aber viele Künstler zum Umgewöhnen. Für Anfänger ist Blender die Gelegenheit für einen leichten Einstieg. Denn die Bedienung ist gleichzeitig auch intuitiv - wer weiß, wo die Funktionen liegen, kann sie auch schneller benutzen als üblich. Im Folgenden wird eine einfache Figur modelliert. Wer an 3D-Modellierung interessiert ist, bekommt einen guten Eindruck.
Inhalt
- Aufgabe: Modellieren eines 3D-Männchens
- Eine 3D-Ansicht einfügen
- Deutsche Oberfläche
- So fangen Sie mit dem Bearbeiten an
- Tipps beim Modellieren
- Tipps für die Detailarbeit
- Den Kopf modellieren
- Die Hände
- Augen einsetzen...
- ...und anmalen
- Angemalte Bereiche ändern
- Die Oberfläche für die Figur
- Das Licht setzen
- Das Bild berechnen lassen
- Tastenkürzel
- Linkliste
Aufgabe: Modellieren eines 3D-Männchens
3D-Designer kennen sehr viele Methoden, eine Figur zu modellieren. Welche sie wählen, hängt überwiegend von der eigenen Vorliebe ab. Hier wird die Subdivision-Surface-Technik verwendet: Ein Männchen wird aus Würfeln zusammengebaut und am Ende mit dem Modifikator Subsurf versehen. Der rundet erst zum Schluss bei der Bildausgabe alle Ecken ab und macht zum Beispiel aus einer schmalen Kiste einen Tropfen.
Der Vorteil: Kleine Veränderungen am Kisten-Männchen sorgen für große Veränderungen an der später berechneten Figur. Die Figur wird also eigentlich von der Software erstellt, während der Nutzer "nur" an einem einfachen Modell bastelt. Diese Technik ist keinesfalls eine Anfängertechnik, sondern gerade für komplizierte Gebilde geeignet, um beim Erstellen Rechenkraft zu sparen. Wer die Technik beherrscht, weiß, welche Auswirkungen kleine Änderungen, wie etwa das Verschieben einer Linie, auf das Endprodukt haben.

![]()
![]()
Der Subsurf-Modifikator rundet Kanten ab. Links: In Blender konstruiertes Männchen. Rechts: Bildausgabe nach dem Rendern.
(Klick vergrößert.)
Nach Download, Installation und Start von Blender sehen Sie ein Viereck im Bearbeitungsfenster. Es ist bereits angewählt, weil es weiß ist und die drei bunten Pfeile zum Verschieben eingeblendet sind. In Wirklichkeit ist das Viereck ein Würfel, der von oben zu sehen ist. Diesem Würfel werden im Folgenden weitere Segmente angefügt, um einen Körper zu formen. Doch zuerst sollte für ein besseres Arbeiten eine zweite, perspektivische Ansicht hinzugefügt werden, um den Würfel besser zu sehen.
Druckversion | Links zum Artikel | Kommentare
Mehr über: Tutorial, Blender, Freeware, Software
-
Kurzfilm: Elephants Dream
Leben in einer intelligenten Maschinenwelt -
Kurzfilm: Animiertes Revenge-Movie in 3D - Big Buck Bunny
Der zweite Blender-Film zeigt was "Open Source"-Software kann -
CeBIT 2007: 3D-Drucker modelliert Figuren aus Gips
Drucktechnik
Links zum Artikel
Jetzt sind Sie dran.
Kommentieren
Tutorial 3D-Modellierung: Einstieg in die Freeware Blender
Was sagen Sie dazu?
Tutorial 3D-Modellierung: Einstieg in die Freeware Blender von netzwelt.de steht unter einer Creative Commons-Lizenz. Sie dürfen die Texte für nicht-kommerzielle Zwecke nutzen, bei Angabe und Verlinkung der Quelle "netzwelt.de".
Klicken Sie hier für weitere Informationen
nach oben








