Teufelskeile: Devil may Cry 4 für PS3 in der Vorschau
"Ebony & Ivory" vs. "Devilbringer"
Stellt man sich zum Beispiel an eine gekennzeichnete Stelle und visiert einen vorgegebenen Ort auf der anderen Seite eines Abgrundes an, so wird man mit einer Art Laserstrahl dorthin gezogen. Wer das Ranken-Transportsystem aus "Okami" kennt, der kann sich ein noch besseres Bild von dieser Teleportationsart machen. Wenn Nero durch die Lüfte wirbelt, in der einen Hand das Schwert und in der anderen den glühenden "Devilbringer", dann sieht das schon beeindruckend aus. Fast pathetisch mutet der Held vor den überaus kreativ gestalteten Monstern an. Insofern kann man sagen, dass der rechtschaffene Nero in seiner jugendlich wilden Art überzeugt.
Generell ist Nero mit einer komplett neuen Ausrüstung versehen. Er beherrscht zudem eine andere Palette von unterschiedlichen Bewegungen. Im Vergleich dazu wird Dante seine bereits bekannten Combos wie den "Sword Master" oder den "Gun Slinger" auch weiterhin besitzen. Die unterschiedlichen Kampfstile der beiden fallen allerdings erst bei den Spezialattacken auf. Im normalen Kampfgeschehen sehen sich Nero und Dante schon sehr ähnlich. Anders als im dritten Teil, in dem man noch vor jedem Level den Kampf-Modus festlegen musste, wird man nun jederzeit während des Spiels wechseln dürfen. Eine sehr sinnvolle Änderung, die dem Spiel etwas mehr Dynamik verleiht.
Ein weiteres Highlight ist Dantes neue Spezialfähigkeit. Durch sie kann er sich in eine Dämonengestalt verwandeln. Dass diese Prozedur nicht still und leise von sich geht, versteht sich von selbst. Die Metamorphose sieht an Dante sehr pompös und irgendwie auch fremdartig aus. Dafür macht der dämonische Dämonenjäger aber eine äußert beeindruckende Figur, wenn er in dieser Gestallt auf den Plant tritt. Der "Trickster" ist da nur ein Move, den es zu beachten gilt.
Levelaufstiege und neue Bewegungsabläufe werden dabei wie im Vorgänger mit einer kleinen Erläuterung zur jeweiligen Attacke geliefert. Rote Orbs zur Verbesserung der einzelnen Fähigkeiten werden Sie auch wieder einsammeln müssen. Was bereits schon jetzt deutlich zu erkennen ist, ist das ausgebaute Level-Design. Nachdem der Vorgänger wegen seines geradlinigen Spielaufbaus von einigen Seiten kritisiert wurde, hat Capcom dort angesetzt und die Szenarien vergrößert. Zwar ist der Ablauf immer noch sehr ähnlich, also erst alle Gegner besiegen und dann weiter zum nächsten Abschnitt, doch dafür sind die Sektionen um einiges facetten- und umfangreicher geworden.
Kampfkunst in seiner Vollendung
Bei der Steuerung ist im Vergleich zu den Vorgängern eigentlich alles unverändert geblieben. Sie schießen, schlagen und üben stylische Abwehrmanöver aus. Hinzu gesellen sich noch zahlreiche Angriffe in Form von Wurf-, Schuss- oder Schwert-Attacken.
Die deftigen Kombos sind dabei recht knifflig. Bei den ersten Versuchen kam es ein ums andere Mal zu "Kombinations-Unfällen". Mit ein wenig Übung gehen die Tastenkombinationen dann aber doch relativ einfach von der Hand. Vorteilhaft ist hier natürlich das Tutorial. Im Kampf gegen Dante bekommen Sie die erste Einführung und im späteren Spielverlauf erhalten Sie bei jeder neuen Aktion eine Anleitung zum jeweiligen Move.
Obwohl bei den Vorgängern der Schwierigkeitsgrad immer stark kritisiert wurde, blieben sich die Entwickler auch im vierten Teil treu. Ein wenig Gnade hatte man bei Capcom aber dennoch. Der Schwierigkeitsgrad soll jetzt ausgeglichener sein und tatsächlich, am Anfang kommt man relativ schnell durch die Abschnitte, während man zum Schluss etwas mehr kämpferisches Geschick anwenden muss. Zu schaffen war jedenfalls alles ohne große Schweißausbrüche.


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