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02.01.2008
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Sperre für Pornos und Anstößiges

Australische Regierung will das Internet filtern

Internet & Netzwelt

Australische Regierung will das Internet filtern

Auf heftige Kritik stieß diese Forderung der australischen Regierung: Provider sollen das Internet filtern. Der Kommunikationsminister Stephen Conroy hat mit seiner Forderung nach einem staatlichen Internetfilter für Diskussionen in Australien gesorgt.

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Conroy von der sozialdemokratischen Labor Party hatte gefordert, dass Internet-Provider frei zugängliche Pornos und andere möglicherweise anstößigen Inhalte filtern sollen. Kritiker fürchten, dass dies ein Schritt in Richtung China wäre, wo Inhalte umfassend geblockt werden und regimekritische "Cyberdissidenten" ins Gefängnis wandern. Sie befürchten Zensur.

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Geblockt: Iranische Internetzensur

Redefreiheit gleich Kinderporno?

Der Kommunikationsminister will davon nichts wissen: "Wenn Menschen mit Redefreiheit das Anschauen von Kinderpornografie meinen, dann widerspricht die Regierung", sagte er in einem Radiointerview. Der Vizepräsident der Bürgerrechtsorganisation "Council for Civil Liberties", David Bernie, hatte den Vorstoß des Ministers scharf kritisiert. Er nannte einen solchen Filter ein Gimmick: "Es wird der Öffentlichkeit als Schutz der Kinder vor Pornografie verkauft. Die Gefahr ist, dass Eltern auf diesen Schutz vertrauen würden, dass Kinder im Netz keine Pornos mehr sehen können, obwohl das nicht stimmt."

Auf den Spuren Chinas

"Jeder, der mit Computern umgehen kann, wird einen solchen Filter innerhalb von zwei Minuten umgehen", sagte der Bürgerrechtler. "Würde es eine Datenbank geben, in der diejenigen gespeichert sind, die Zugang zu legaler Pornografie für Erwachsene möchten?", fragt David Bernie. "Wenn die Poltik anfängt, Material zu sperren, selbst wenn es grauenhaft ist, dann begibt man sich auf den Weg Chinas oder Singapurs", sagt Bernie.

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Tags: Zensur

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