Kräftig abrocken: Guitar Hero 3 im Test
Born to be a Star
In der Karriere müssen Sie sich als erstes einen Charakter aussuchen und ihn oder sie Ihren Wünschen entsprechend kleiden. Dabei können Sie von der Gitarre bis zum Outfit alles auswählen. Nach erfolgreichen Auftritten im Laufe Ihrer Karriere schalten Sie dann auch noch weitere Utensilien und Gegenstände frei. Sind diese Formalitäten erledigt, geht es gleich schon zum ersten Auftritt. Ein Event, vier Songs und drei davon müssen Sie erfolgreich beenden, um für das nächste Konzert entdeckt zu werden.
Ist ein Song ausgewählt und die Gitarre richtig umgehängt, geht die Party schon los. Auf dem Monitor laufen dann vier farbige Knöpfe im Takt zur Musik auf Sie zu. Jeder dieser Knöpfe entspricht einer Tonlage auf der Gitarre. Ihre Aufgabe ist es dabei, die auf Sie zukommenden Noten im Rhythmus der Musik mit den Grifftasten und dem Anschlagschalter richtig auszulösen. Allerdings ist es damit noch lange nicht getan. Manche Songs erfordern sogar Akkorde und den Einsatz des Tremolo. Bei langen Noten ist der Einsatz des Tremolos besonders sinnig, da Sie dem jeweiligen Song so erst eine eigene Note verleihen können.

Der Rock-O-Meter links im Bild zeigt Ihnen an, wie stark Sie rocken. Die Anzeige ist dafür in vier Bereiche eingeteilt: Grün bedeutet, dass Sie der absolute Burner sind, Gelb, dass die Band auf dem Weg zum Erfolg ist, Rot zieht einem die Schuhe aus und das Publikum wirft bald Bierbecher auf die Bühne. Wenn die Anzeige zusätzlich noch blinkt, ist alles zu spät. Über der Rock-O-Meter-Anzeige werden Ihnen noch fünf Glühlämpchen angezeigt. Je besser Sie ihren Song spielen, umso mehr Lämpchen leuchten auf und verschaffen Ihnen die "Star-Power".
Wenn Sie Ihren Gitarren-Kopf hochziehen, entlädt sich daraufhin diese Power und Sie bekommen extra Punkte. Diese Punkte werden daraufhin zu den Punkten hinzuaddiert, die Sie ohnehin für jede getroffene Note erhalten haben. Am Ende wird das Ergebnis umgerechnet und in Ihr Auftritts-Honorar umgerechnet. Sind Sie so richtig gut, besteht die Möglichkeit, dass sich ein Rockstar auf die Bühne verirrt und Sie zum Duell herausfordert. Tom Morello von "Rage Against The Machine" und Slash von "Guns NRoses" sind dabei nur zwei Namen, die Ihnen das Leben auf der Bühne erschweren. Insgesamt 42 Songs können Sie dabei im Laufe Ihrer Karriere freischalten. Im Duell an sich ist eigentlich fast alles wie im normalen Spiel. Anstatt der Star-Power sammeln Sie nun Sabotage-Items ein. Diese Items können Sie gezielt per Knopfdruck einsetzen und so Ihrem Gegner beispielsweise doppelte Noten aufs Papier zaubern. Sehr effektiv und fast schon notwendig, vergreift sich der Computer-Gegner doch so gut wie nie.
Wo sind denn nun die Drogen?
Die Machart des Xplorer-Controllers ist zwar relativ simpel, dafür recht robust. Ist ein Spiel beendet, merkt man auf jeden Fall, dass man gerade einige Noten hinter sich hat. Die Steuerung als solche ist jedoch wesentlich benutzerfreundlicher und spaßiger im Gegensatz zur Tastatur- oder Maus-Steuerung. Zusätzlich verleiht es einem das Gefühl, wesentlich näher am Spielgeschehen dran zu sein. Besonders im Koop-Modus machen zwei Gitarren Sinn. Da Sie in der Koop-Karriere zusammen in einer Band spielen, sollten Sie alles daran setzen, möglichst auch auf einem Niveau zu spielen.
Fazit
"Guitar Hero 3: Legends of Rock" ist kein Spiel mit tiefgründiger Story oder atemberaubender Grafik. Das Produkt soll einfach nur Spaß machen und so richtig rocken. In dieser Beziehung ist das Projekt auf jeden Fall gelungen. Der dritte Teil knüpft in Sachen Spielspaß und Unterhaltung an seine Vorgänger an. Wer sich bisher noch kein "Guitar Hero" geleistet hat, sollte es spätestens jetzt tun. Ob alleine oder im Duett, der Titel rockt!

