Auch Microsoft-Patchday verursacht Nachwehen
Sicherheit: Adobe patcht, Google warnt
Stefan Hagedorn
Neue Sicherheitslücken in mehreren Produkten des Herstellers Adobe können verheerenden Schaden anrichten. Auch Microsoft kämpft erneut mit Problem: Der Internet Explorer stürzt auf diversen PCs nach der Installation eines Softwareflicken ab. Schließlich wird vor erheblichen Sicherheitsrisiken für Anwender der Google Toolbar gewarnt. Phishern werde Tür und Tor geöffnet.
Adobe gibt neue Flash-Version heraus
Die Software-Experten von Adobe haben ein Update für den populären Flash-Player veröffentlicht. Insgesamt soll eine zweistellige Anzahl von Sicherheitslücken damit geschlossen werden. Die Bandbreite reicht von der Übernahme des kompletten Systems über die Manipulation von Daten bis zum Umgehen von Sicherheitsrichtlinien.
Von den Schwachstellen betroffen sind beispielsweise Adobe Flash CS 3, Adobe Flash Player 9.X, Macromedia Flash 8.X und der Macromedia Flash Player 7.X/8.X. In allen Fällen rät Adobe zu einem umgehenden Update auf die Programm-Version 9.0.115.0. Diese steht im Download-Center bereit und ist etwa 1,1 Megabyte groß.
Patch-Day mit Folgen
Probleme gibt es auch mit einem Sicherheitsupdate aus dem Hause Microsoft. Ein im Rahmen des Dezember-Patchday veröffentlichter Flicken sollte ursprünglich Sicherheitslücken im Internet Explorer schließen. Bei nicht wenigen Anwendern stürzt das Programm seit der Installation ab, eine Reihe von Websites ist gar nicht mehr erreichbar. Betroffen sind offenbar Nutzer des Internet Explorer 6 und Internet Explorer 7 in Kombination mit Windows XP, Service Pack 2 sowie IE 7 unter Windows Vista.
Microsoft hat nun ein so genanntes Workaround, eine Anleitung zum Beheben des Problems, vorgestellt. Zumindest Anwender von Windows XP sollen dadurch wieder problemlos im Netz surfen können. Dafür muss ein manueller Eingriff in die Registrierdatenbank erfolgen. Einen Patch für den Patch wird es aber offenbar vorerst nicht geben.
Gefahr in der Google Toolbar
Eine weiteres Sicherheitsleck wurde in der populären Google Toolbar bekannt. Durch eine Schwäche im Design sollen Phisher und Malware-Verbreiter in der Lage sein, gefälschte Buttons in der Toolbar unterzubringen. Nutzer von Internet Explorer und Firefox können bei Bedarf die Toolbar-Funktionalität um weitere Buttons erweitern. Diesen Zugriff auf die Programmierschnittstelle API können sich Phisher zu Eigen machen. Unter einem Vorwand können Buttons angeboten werden, hinter denen sich gefährliche Schadcodes oder Phishing-Programme verbergen. Google arbeitet nach eigenen Angaben bereits an einer Lösung.
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