Das Format für Blu-ray, HD DVD und HDTV
H.264: Das Videoformat für höchste Ansprüche
Patrick Woods
Mehr Details, klare Farben, weniger Bildartefakte: Mit dem Videoformat H.264 erstrahlen digitale Videos in besserer Qualität und das bei weniger Platzbedarf. Egal ob HDTV, Blu-ray und HD DVD oder Video-Podcasts - an dem neuen Videoformat führt kaum ein Weg vorbei. Was das moderne Format von DivX und Co. unterscheidet und was Sie sonst noch zu H.264 wissen sollten, erfahren Sie auf netzwelt.
Seit einigen Jahren drängt ein neues Format in den Massenmarkt: In Zukunft wird H.264 das bestimmende Medium bei digitalen Videos sein. Seit das Video nicht mehr magnetisch, sondern digital aufgenommen und verkauft wird, ist die Technik der effizienten Videokompression in jedes Wohnzimmer gerückt. Vom DVD-Player bis hin zum DVB-Empfänger oder Video-Podcast: Ohne Videokomprimierung wäre dies alles nicht möglich.
Das Format der Zukunft
H.264 ist auch heute schon weit verbreitet: Das aktuelle Satellitenfernsehen DVB-S2 verwendet es ebenso wie Blu-ray und HD DVD oder Camcorder mit AVCHD-Technik. Auch im Internet sind viele Videos nur noch als H.264 zu finden. Video-Podcasts oder Filmtrailer entsprechen meist dem neuesten Stand der Technik. Kein Wunder, dass sich der neue Standard so leicht durchsetzt: Die Videos sind schärfer, die Farben leuchtender, blasser Pixelbrei gehört damit der Vergangenheit an.

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H.264 kommt unter vielen verschiedenen Namen daher.
Das Format, auch AVC genannt - Advanced Video Coding - ist die aktuellste Form des MPEG-4-Standards und damit im Grunde der Nachfolger von XviD, 3ivX und anderen MPEG-4-Formaten; bessere Qualität bei geringerer Datenrate. Entwickelt wurde der Standard von der "International Telecommunication Union", der Telekommunikations-Organisation der Vereinten Nationen.
Besser als Xvid und Co.
Warum ist H.264 so viel besser als herkömmliche Formate? Einer der wichtigsten Unterschiede ist die Abtastung des Bildes. MPEG-Formate verwenden "Makroblöcke": Dies sind kleine Quadrate, in die das Bild eingeteilt wird. Der Kodierer untersucht jedes dieser Quadrate für sich und speichert die jeweiligen Veränderungen zwischen den Einzelbildern. Bei AVC wird das Bild in vier mal vier Pixel große Unterblöcke aufgeteilt. Beim herkömmlichen MPEG-4 sind diese Makroblöcke acht mal acht Pixel und damit viermal so groß. Die feinere Abtastung verringert die Anfälligkeit für Bildartefakte und verbessert die detailgenaue Analyse des Quellvideos.

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Das Blockraster in der Vergrößerung: 4x4 im Vergleich zu 8x8 Pixeln
H.264 verwischt feine Strukturen im Bild wie rauhe Oberflächen oder menschliche Haut kaum und wirkt deshalb deutlich schärfer als altmodische Formate. Es werden modernste Techniken verwendet, um möglichst viel Platz zu sparen und dennoch die Qualität zu erhalten. Die Bewegungserkennung mittels Vektoren funktioniert bei H.264-Codecs noch besser als bei älteren Formaten und zudem ist das Format gut darin, scharfe von unscharfen Bereichen im Bild zu unterscheiden.
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