Wie Aussagen verfälscht werden
Kurzfilm: Die Manipulation durch die Medien
Medien lügen, verfälschen, inszenieren, manipulieren. Diesen Vorwurf müssen sich reißerische Publikationen oft anhören. Der Regisseur Phil Caron hat im Zuge der Berichterstattung nach dem 11. September selbst erlebt, wie manipulativ das Fernsehen sein kann. Mit einer Satire versucht er, die Methoden der Fernsehmacher zu veranschaulichen: gezieltes Weglassen und bewusstes Zuspitzen und Zusammenfügen von Aussagen.
"Das hab ich so nicht gemeint", ist oft die Reaktion, wenn Bürger sich das erste Mal selbst im Fernsehen sehen. In schnell geschnittenen Bildcollagen gehen die eigentlich gesagten Dinge schnell unter. Kein Wunder, Journalisten kürzen Zitate und spitzen Sätze auf eine kurze Aussage hin zu. "Verdichten" heißt das im Fachjargon. Dabei werden Sätze jedoch auch verfälscht, weil dramatische Aussagen besser klingen als harmlose, versöhnliche Inhalte.

Phil Caron hat sich diesem Phänomen angenommen. Mit Hilfe einer Handvoll Kinder und einer Kamera zeigt er, wie solche Verfälschungen zustande kommen. Harmlose Sätze aus unschuldigen Kindermündern werden mit dem richtigen Schnitt zu Vorurteilen und Hass. "(Hate) Machine" veranschaulicht das System der Meinungsmache und Inszenierung.
"(Hate) Machine" wurde in Ottawa, Kanada, gedreht. Caron ärgerte sich 2001 über die manipulative, kriegstreiberische Berichtserstattung nach den Anschlägen in New York. Aufgeführt wurde der Kurzfilm auf dem sozialkritischen "Media That Matters Film Festival" und bekam dort den Preis für Medienkompetenz.
| Steckbrief | |
|---|---|
| Regisseur: Phil Caron | Sprache: Englisch |
| Auflösung: 330 x 230 | Laufzeit: 4:45 min |
| Format: Flash | Anschauen: (Hate) Machine |

Ein Militärtrupp im Kampf mit den bösartigen Löffeln. Schnitt. Edward der Pfannenwender wird von seinem Chef gefeuert. Schnitt. Ein Verrückter zeigt ihm die Delfin-Zeitmaschine. Schnitt. Das Jenseits ist Frankreich. Schnitt. In seinem Kurzfilm "Spatula Madness" zeigt Jason Steele, dass die Bedrohung durch Kochlöffel für Pfannenwender durchaus endgültig sein kann.
Ein Krankenhaus in London: Im Bett liegt ein Mann, um ihn herum Schläuche und Monitore. Sein Name ist Bertie und offenbar liegt er im Koma. Doch das hindert seine körperlose Stimme nicht daran, dem Zuschauer zu erzählen, wie er in diese missliche Lage gekommen ist. Egal, ob über oder unter den Wolken - Freiheit ist nicht grenzenlos.
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