Hulu im Test: IPTV der US-Fernsehgiganten
Fazit: Anständig und ausbaubar
Der Player selbst ist sehr minimal gehalten, besitzt aber einige clevere Extras: Mit einem Klick lässt sich der Rest der Website mittels eines grauen Layers dunkel schalten, sodass man den Clip ohne unnötige Ablenkungen genießen kann. Wer mag, kann Clips und Episoden schließlich auch wie bei Youtube in Dritt-Websites einbinden. Besonders clever daran: Mit einem Schiebe-Regler lassen sich gezielt Sequenzen aus einer Episode herauspicken, um eine ganz bestimmte Szene ins eigene Blog einzubinden.
Interessanterweise scheint Hulu bei diesen eingebundenen Episoden auch die Lokalisierung nicht ganz so genau zu nehmen. Die Website selbst ist bisher nur US-Nutzern zugänglich. Im Test war es jedoch auch einzelnen europäischen Nutzern möglich, eingebundene Clips anzuschauen.
Allen Spöttern zum Trotz haben die Fernsehstudios mit Hulu eine solide Online-Video-Plattform aufgebaut. Der Katalog ist sicher noch ausbaubar, aber der Streaming-Player und die Video-Qualität können sich bereits jetzt sehen lassen. Mutig ist auch, dass Hulu bereit war, Kontrolle aufzugeben und das Einbinden seiner Shows in Dritt-Webseiten zu erlauben. Die HD-Kostproben machen schließlich Lust auf mehr - gerade auch, weil man hohe Bildauflösungen bekommt, ohne dafür Stunden auf den Download zu warten.
Hulu
Es scheint Absicht zu sein, dasa einige Shows ganz ohne komplette Episoden daher kommen: Wer sich mit den Girls Next Door das Leben des Playboy-Magnaten Hugh Hefner und seiner geringfügig jüngeren Freundinnen anschauen will, nur kurze Clips aus dem Programm der Reality-Show zu sehen. In einigen Fällen findet sich am Ende dieser Clips auch ein Link zu Amazons Download-Store, wo dann die komplette Episode erstanden werden kann.
Hits und olle Kamellen: Hulus privater Beta-Test begann schließlich Ende Oktober. Seitdem lädt man nach und nach interessierte Tester ein, denen man einen ersten Vorgeschmack mit ausgewählten Episoden von einigen hundert Shows gibt. Zu den verfügbaren Titeln gehören dabei Hit-Shows wie 24, die Simpsons, Family Guy, Heroes, House und The Office.
Wer mag, kann Clips und Episoden schließlich auch wie bei Youtube in Dritt-Websites einbinden. Besonders clever daran: Mit einem Schiebe-Regler lassen sich gezielt Sequenzen aus einer Episode herauspicken, um eine ganz bestimmte Szene ins eigene Blog einzubinden.
Den kompletten Katalog einer Show, wie hier etwa Family Guy, gibt es jedoch nur in den wenigsten Fällen. Oftmals gibt es einzelne Folgen aus ein oder zwei Saisons, und dazu die letzten im US-Fernsehen ausgestrahlten Folgen. Gut möglich, dass diese Lücken dem Beta-Test geschuldet sind.
Natürlich besitzt Hulu im Vergleich zum Download einer Show bei der Torrent-Site des Vertrauens einen wesentlichen Nachteil: Werbung. Bisher halten sich die Werbeblöcke jedoch in Grenzen. Es bleibt zu hoffen, dass dies auch in Zukunft so bleibt. Sonst wäre Hulu letztlich nämlich doch nicht viel besser als das allabendliche Fernsehprogramm.

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