Amerika in der Krise: Blacksite im Test

Alles hört nicht auf mein Kommando

Diese Kämpfe finden meistens immer am Ende eines Levels statt und sind spektakulär in Szene gesetzt. Da werden Sie beispielsweise in einem Helikopter mit der Gatling ausgestattet und müssen ein riesiges Monster mit Tentakeln zur Strecke bringen. Diese Momente bieten dann immer richtig was fürs Auge und reißen aus dem normalen Shooter-Trott.

Zwischendurch gibt es zusätzlich noch einige Passagen, in denen Sie mit einem Jeep die Landschaft durchqueren müssen. Mal sind Sie der Fahrer, oder Sie verteilen oben auf dem Dach Grüße vom Maschinengewehr. Leider sind die Fahreinlagen etwas dröge, da die Umgebung oftmals langweilig aussieht und die Gegner auf sich warten lassen. Das Gameplay ist allgemein sehr gradlinig angelegt, dafür aber in den meisten Fällen cineastisch zumindest gut gelöst. So bleibt "Blacksite" auch noch nach der zweiten Spielstunde stimmungsvoll.

blacksite
Ihr Trupp führt jeden Befehl aus. Verschlossene Türen werden aufgebrochen oder gesprengt und wenn Sie Feuerschutz brauchen, sind Ihre Kollegen ebenfalls zur Stelle.

Etwas dünn fällt dagegen das Waffenarsenal aus. Fünf Waffen werden zum Kampf gegen die Mutanten angeboten. Für Shooter-Fans eine Umgewöhnung, allerdings reichen diese Waffen zur Arbeitsverrichtung völlig aus. Der Spaß an der Vielfalt bleibt nur auf der Strecke, Munition gibt es dafür ausreichend an jeder Ecke.

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Ihre Truppen-Mitglieder, die meistens zu zweit auftreten, sind leider nicht besonders helle. Ist die Moral der Truppe gut, helfen sie immer, wenn Not am Mann ist, und bilden auch einen guten Schutz, wenn es brenzlig wird. Werden Sie aber zu oft getroffen, sinkt diese Moral wieder und die Jungs sind dann alles andere als aktionsfreudig. Die "Künstliche Intelligenz" verärgert aber nicht nur in diesen Dingen. So laufen Ihnen Ihre Leute dauerd vor die Flinte oder schmeißen Granaten in Ihre Richtung. Manchmal stehen die treuen Kameraden auch einfach so in der Gegend herum und wissen nicht wohin.

Die Synchronisation ist dafür recht gut gelungen, zu schade, dass die einzige weibliche Stimme das gute Gesamtbild so herunterzieht. Lustlos und gelangweilt redet die Synchronsprecherin den Text der Militärärztin Noa Weis geradezu herunter. Dafür liefert das Spiel grafisch eine gute Leistung ab. Die Umgebungstexturen sind schön detailliert dargestellt und die Unreal-Grafikengine sorgt für tolle Effekte. Auch die Modells überzeugen auf der ganzen Linie und sind sehr schön ausgearbeitet.

Fazit: Gepflegte Shooter-Kost

"Blacksite" revolutioniert das Genre nicht, aber das Spiel schafft es, eine tolle Stimmung aufzubauen und setzt immer wieder Akzente. Leider ist der Spielverlauf sehr gradlinig und die Aufträge ähneln sich mit der Zeit zu sehr. Taktiker könnten ebenfalls enttäuscht sein, denn für Spielereien in der Richtung ist "Blacksite" zu einfach gestrickt. Wer jedoch einen hübschen Shooter für zwischendurch sucht, der wird mit "Blacksite" zufrieden sein.

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