Überstrahlt: US-Häuser im blinkenden Weihnachts-Wahn
Olympische Disziplin: Dekoration
Bekanntheit und Beliebtheit der Weihnachtsbeleuchtung in Außenbereichen stiegen, die Preise für Strom und Lichter sanken - kaum verwunderlich, dass aus der Zurschaustellung von Festlichkeit ein Wettkampf wurde. Bewohner amerikanischer Orte fingen daher an, untereinander um die schönste, bombastischste oder kreativste Weihnachtsdeko rund um das Haus zu kämpfen. Die Fünfzigerjahre erfuhren den Beginn des winterlichen Wettbewerbs.
Zuerst auf Straßenzüge und -viertel beschränkt, wurden die Wettkämpfe schon bald auf regionalem bis nationalem Niveau ausgetragen - nicht selten ins Leben gerufen und finanziell unterstützt von großen Firmen oder der jeweiligen Stadt selbst. Die folgenden Videos zeigen, welche Ausmaße das Phänomen Weihnachtsbeleuchtung im Jahr 2007 angenommen hat:
Plattform Internet: Fans und Feinde
Diese Wettkämpfe sind natürlich längst im Internet angekommen: Auf Seiten wie PlanetChristmas können Fotos und Videos von den Christmas Displays, wie die oft liebevoll installierten Kunstwerke mit elektronischer Schaltung genannt werden, hochgeladen und der Netzgemeinde präsentiert werden. Die Website finden Sie in den Links zum Thema.
Natürlich gibt es gegen den Deko-Wahn vieler US-Familien auch kritische Stimmen: Die Seite UglyChristmasLights verschreibt sich dem Aufspüren und Blosstellen von besonders misslungenen Exemplaren. In einer jährlichen Sammlung werden die Exponate ausgestellt, auch in diesem Jahr waren die User dazu angehalten, mit der Digitalkamera bewaffnet Ausschau zu halten. Hier eine etwas sorglosere Interpretation von Weihnachtsschmuck:
Natürlich gibt es auch negative Rückmeldungen wegen des vermeintlich hohen und unnötigen Energieverbrauchs vom komplett verkabelten und rund um die Uhr betriebenen Blink-Häusern. Fakt ist allerdings, dass ein Großteil der professionellen Beleuchtungs-Fans sparsame LEDs verwenden. So auch die Holdmans: Laut eigenen Aussagen betrug ihre Stromrechnung im vergangenen Jahr nur 80 Dollar mehr als sonst. Und das sei es ihnen wert, Menschen glücklich zu machen.

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