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11.12.2007
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Möglicherweise größter Betrug des Jahres

Ebay: Tausende Käufer um 800.000 Euro betrogen?

Verbraucherschutz

Ebay: Tausende Käufer um 800.000 Euro betrogen?

Ein möglicher eBay-Betrugsfall von besonderem Ausmaß beschäftigt derzeit die Polizei. Tausende Betroffene, mehrere Hunderttausend Euro Schaden. Ein Computerhändler aus Hessen hatte Tausende Geräte zu günstigen Preisen verkauft, liefert aber nicht. Besonders fies: Der Verkäufer hatte mehr als 1.000 positive Bewertungen und war ein "Geprüftes Mitglied" bei eBay.

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Inhalt

  • Perfekt geplant
  • Im großen Stil
  • Eine neue Dimension des Onlinebetrugs
  • Einzeltäter oder organisierte Bande?
  • Zahl der Opfer noch unklar
  • Was ist zu tun?

Weihnachten, Zeit der Geschenke. Millionen Deutsche suchen zurzeit nach Schnäppchen, natürlich auch im Netz. Da ist es besonders bitter, wenn viel Geld fließt, aber die Gegenleistung ausbleibt. Der Computerhändler mit dem Nutzernamen "pc-hardware1" hat Tausende Artikel zu günstigen Preisen an den Mann gebracht. Die meisten davon kamen aber nie an.

Perfekt geplant

Erst im August dieses Jahres meldete sich der Händler aus dem hessischen Dreieich bei eBay an. Zunächst verlief alles unauffällig. Weit über Tausend Bewertungen sammelte der Shop, bis auf wenige Ausnahmen alle positiv. Doch dann brach in seinem Bewertungsprofil die rote Welle aus. "Betrug" schrieben plötzlich Dutzende Käufer und gaben an, nach der Überweisung nie wieder etwas gehört zu haben. Was war geschehen?

Ebay-Bewertungsprofil

Bild verkleinernBild vergrößern

Rote Welle: Schlechte Bewertungen kurz vor Schließung des Accounts
(Klick vergrößert.)

Nach den unauffälligen und zuverlässigen ersten Monaten seiner Mitgliedschaft veränderte "pc-hardware1" im November plötzlich seine Verkaufsgewohnheiten. Die Zahl der Auktionen nahm sprunghaft zu. Nun liefen Hunderte Auktionen gleichzeitig. PC-Komponenten, Digitalkameras, Spielekonsolen zu günstigen Preisen: Pc-hardware1 wurde zu einem der größten Anbieter für Elektroartikel auf eBay.

Im großen Stil

Anfangs lief alles seriös. Netzwelt liegen Informationen vor, dass der Händler seine Ware zunächst bei einem Großhändler aus Westfalen bezog. "Keinerlei Auffälligkeiten" sagt man uns dort. Der Verkäufer antwortete freundlich auf Fragen der Interessenten und lieferte das, was bestellt worden war. Das änderte sich im November schlagartig. Digitalkameras, Navigationsgeräte, Spielkonsolen: alles bezahlt aber die Lieferungen blieben aus.

Als eBay am Abend des 05. Dezembers die Reißleine zog und das Benutzerkonto des Händlers sperrte, liefen zu dieser Zeit weit über 300 Auktionen des Anbieters. Es sieht aus, als sei die gesamte Aktion lange geplant gewesen. Die Masche ist nicht neu. Bereits zuvor gab es Anbieter, die sich mit niedrigpreisigen Artikeln oder fingierten Auktionen einige positive Bewertungen erarbeiteten und plötzlich scheinbar palettenweise Laptops oder andere Hightech-Produkte in Massen verkauften, aber nie etwas lieferten.

Eine neue Dimension des Onlinebetrugs

Dieser Fall hat jedoch eine neue Qualität erreicht. Nicht nur im Ausmaß, auch darin, wie geschickt der oder die Täter vorgingen. Nichts deutete darauf hin, dass es sich hier um einen Betrüger handelt könnte. Mehr als 1.000 positive Bewertungen, der Status als "geprüftes Mitglied", wofür eBay per Postident-Verfahren die echte Adresse des Händlers verifiziert hat. Man habe sich sogar die Geschäftsunterlagen des Händlers wie Eigentumsnachweise für Ware und die Gewerbeanmeldung zeigen lassen, so ebay-Sprecherin Maike Fuest gegenüber netzwelt: "Es gab keinen Anhaltspunkt". Alles sah seriös aus.


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Klaus Z., am 11.12.2007 18:40

Danke für den bisher besten Artikel zum Thema. Zwei Anmerkungen dazu. Der Kommentar von Maike Fuest ist eine dicke Lüge. Zahlreiche Geschädigte haben noch immer keine mail darüber erhalten.
Darüber hinaus hätte ebay die Käufer schon am Tag der Account-Sperrung benachrichtigen MÜSSEN, dann hätten einige noch ihr Geld retten können.
Auch hätte ebay die immense Steigerung der Verkäufe stoppen sollen. Da hat mal wieder Geldgier über Vernunft gesiegt. Dass ebay auch drauf zahlen muss, ist nur ein schwacher Trost für alle Geschädigten bei denen das Weihnachtsfest ausfällt, da ebay keinerlei anstalten macht den Käuferschutz zu erhöhen oder zu verkürzen.


Unregistriert000001, am 11.12.2007 19:19

bin auch einer der geschädigten aus österreich
530€ und 175 zurück toll und wer zahlt mir den rest.

ebay hat mal wieder kläglich versagt und will sich wie immer rauswinden

in diesem forum sammeln sich die geschädigten, dort gibt es eine eigene gruppe pc-hardware1 mit einem privaten bereich, frei von jeder ebay zensur

:deal: OutBay - Das unabhängige Forum für Online-Handel • Foren-Übersicht

nochmal für alle
link kann man nicht posten dass ihn jeder sieht
also einfach nach outbay bei google suchen
2. stickwort wäre noch buddyshare
ist aber auch mit nur dem 1. normalerweise schon der 1. link bei google


Unregistriert00002, am 12.12.2007 23:13

Die lange Liste der Negativ- Schlagzeilen über Ebay will einfach nicht abreissen. Als Abonnent der c't konte man in der Vergangenheit nahezu jeden Monat was 'Nettes' über diesen Tummelplatz für Online-Nepper, Schlepper u. Bauernfänger lesen. Wie lange dauert es eigentlich, bis eine solche Akkumulation des Betrugs von Amts wegen dicht gemacht wird?


Unregistriert11111111, am 13.12.2007 11:43

ich gehöre auch zu den geschädigten. ich habe bis jetzt keine mail von ebay erhalten, in der ich gewarnt worden bin. hätte ebay mir gleich am tag der accountsperrung davon berichtet, hätte ich das geld garnich mehr überwiesen :(


Unregistriert03, am 13.12.2007 18:36

Kann mich nur der Schilderung meines Vorgängers anschließen. Habe bis heute noch keine Nachricht von Ebay bekommen. Hätte meinGeld dann auch retten können.


Blackmaster3000, am 13.12.2007 20:11

Das ist eben eBay ...
Ich habe auch überwiesen am 28.11 und ich habe heute einen Anruf von eBay bekommen sie werden mir einen betrag in höhe von xxx€ überweisen auf mein paypalkonto ("natürlich" öhne die Gebühren :D)
Naja, waren ja zum Glück "nur" 61€
naja, euch noch viel Glück das es klappt und alle mal ANZEIGE erstatten!

LG Sven


Unregistrierter Leser, am 14.12.2007 09:10

Mal im Ernst - es gibt die Möglichkeit, das Geld nach einer Überweisung noch 6 Wochen lang zurück zu holen ...

Ich verstehe das Jammern dabei nicht. Und wer einen Artikel bei einem Händler kauft, der in kurzer Zeit mehrere negative Bewertungen erhalten hat, ist m.E. selbst daran Schuld. Man kann nicht ALLES nur dem Anbieter anlasten ..

Mir tun hier nur die Leute leid, die am Anfang der negativen Phase bestellt haben, denn die konnten das nicht erkennen.


Blindenhund, am 14.12.2007 09:49

Hallo!

Zitat:

Mal im Ernst - es gibt die Möglichkeit, das Geld nach einer Überweisung noch 6 Wochen lang zurück zu holen ...


Leider nicht so einfach. Überweisungen sind "willentlich". Man überweist Geld stets bewusst an jemanden. Das ist der Unterschied zu Abbuchungen per lastschrift oder Kreditkarte, wo im Prinzip jeder abbuchen könnte und es deshalb eine "Sicherheitsfrist" gibt. Überweisungen kann man nur solange zurückholen, bzw. stornieren, bis sie dem Empfängerkonto gutgeschrieben sind. Das ist meist nur etwa ein Tag.



Zitat:
Ich verstehe das Jammern dabei nicht. Und wer einen Artikel bei einem Händler kauft, der in kurzer Zeit mehrere negative Bewertungen erhalten hat, ist m.E. selbst daran Schuld. Man kann nicht ALLES nur dem Anbieter anlasten ..


Nun, hier war der Zeitraum sehr eng gesteckt. Es wurden gerade einmal einen halben Tag lang negative Bewertungen abgegeben, danach war das Konto dicht.
Wer bis dahin etwas gekauft hatte, hat vermutlich nicht mehr in die Bewertungen geschaut (nach dem Kauf) und trotzdem überwiesen. Leider dürfte das nur wenige Käufer vor der Überweisung gemerkt haben.

Gruß,


Hakuna55, am 23.12.2007 21:39

Hallo
Ich gehöre auch zu den geschädigten.
Ich habe mir einen Athlon 64 X2 4400+ über sofort neu bestellt,für 65€,
da ich keine Lust hatte für einen gebrauchten über 50 € auszugeben.
Der Anbieter pc-hardware1,mit Sitz in Dreieich (Hessen) hatte sich erst
Anfang 2007 bei eBay angemeldet und eine positive Bewertung von 98,7%.
Bei den detaierten Bewertungen fand ich nur Beschwerden über zu lange
Lieferzeiten.gekauft habe ich 27.11.
Am 7.12 bekam ich eine Mail von eBay mit der Mitteilung das gegen pc-hardware wegenVerdacht des Betruges ermitellt wird.Mit Aufforderung
Anzeige zu erstatten,was ich auch getan habe.
Vor 5 oder6 Tagen kam wieder eine Mail von eBay wo ich gebeten wurde als
geschädigter mich in einem Forum einzutragen.
Gestern kam die Mitteilung von eBay daß sie mir 65€ auf mein PayPalkonto
überweisen.Somit habe ich "nur" die 7€ Versandkosten verloren.

trotzdem fröhliche Weihnachten!!!


krennz, am 01.01.2008 13:23

Wer sich nen Athlon 64 X2 für €65,-- über Internet bestellt ist. m.E. etwas sehr blauäugig.

Ein Athlon 64 X2 4400+ kostet bei dem billigsten mir bekannten Anbieter in PC-Zeitschriften je nach Ausstattung etwa 450,-- Bis 550,-- Euronen.

Für die 65 Euronen bekommt man gerade mal das Gehäuse :D

Grüsse

Klaus


immorb, am 01.01.2008 14:15

Zitat:

Gestern kam die Mitteilung von eBay daß sie mir 65€ auf mein PayPalkonto
überweisen.

Wen wundert es? :rolleyes: der Imageschade wäre wohl doch zu gross.
Zitat:
Offenbar lässt eBay die Geschichte diesmal aber nicht einfach laufen, sondern versucht etwas Neues:
Zumindest ein Teil der Opfer soll den Schaden voll ersetzt bekommen.
Quelle: >> Wortfilter: Das unabhängige Info-Portal rund um eBay, Hood & Co.


PS:
Interessant für E-Baye-Nutzer>> ARD-Ratgeber Recht Sendung am 05.01.2008, 17:03 Uhr im Ersten.
Zitat:

Onlinehandel:
Fallen für Käufer und Verkäufer

Der Handel im Internet funktioniert einfach, kann aber auch schnell sehr teuer werden. ARD Ratgeber Recht zeigt, welche Gefahren im Onlinehandel lauern und in welche Fallen zum Beispiel eBay-Nutzer tappen können.
Quelle: DasErste.de - Ratgeber - Recht - Startseite


M.f.G.


Hakuna55, am 01.01.2008 14:52

Hallo und ein frohes neues Jahr.
Hallo Krennz
was heist hier blauäugig.du verwechselst da was.ich habe nur einen
Prozessor Athlon X2 4400 in der Box .kaufen wollen,keinen PC mit dem Athlon.
Diese werden gebraucht bis zu 50 € bei ebay versteigert.Ich wollte meinem
Sohn einen neuen PC zusammen bauen.
Ich habe den Prozessor jetzt für 84€ bei meinem Experthändler gekauft.
bis dann


Manolito4711, am 01.01.2008 18:53

Zitat:

Wen wundert es? :rolleyes: der Imageschade wäre wohl doch zu gross.


PS:
Interessant für E-Baye-Nutzer>> ARD-Ratgeber Recht Sendung am 05.01.2008, 17:03 Uhr im Ersten.


M.f.G.


Guten Abend,
vielen Dank für die Mitteilung in Sachen Ebay. Ich bin seit ca. 7Jahren bei Ebay und habe fast nur "normale" Menschen angetroffen oder mit diesen in schriftlicher Form Kontaktpflege gehalten. Ich denke mal es gibt in allen Bereichen "schwarze" Schafe sowie Eigenbrötler.

Übrigens besten Dank für die Bilder bei den Smileys, habe diese mal angeklickt und siehe da es waren Bilder von Cape of the good hope incl. die kleinen Südpol-Pinguine. Ich habe diese hautnahe vor geraumer Zeit erlebt und sehr genossen. Vielen Dank für die Bilder und ein gutes Neues Jahr !

Manolito4711


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