Möglicherweise größter Betrug des Jahres

Ebay: Tausende Käufer um 800.000 Euro betrogen?

Ebay: Tausende Käufer um 800.000 Euro betrogen? Ein möglicher eBay-Betrugsfall von besonderem Ausmaß beschäftigt derzeit die Polizei. Tausende Betroffene, mehrere Hunderttausend Euro Schaden. Ein Computerhändler aus Hessen hatte Tausende Geräte zu günstigen Preisen verkauft, liefert aber nicht. Besonders fies: Der Verkäufer hatte mehr als 1.000 positive Bewertungen und war ein "Geprüftes Mitglied" bei eBay.

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Perfekt geplant
  2. 2Im großen Stil
  3. 3Eine neue Dimension des Onlinebetrugs
  4. 4Einzeltäter oder organisierte Bande?
  5. 5Zahl der Opfer noch unklar
  6. 6Was ist zu tun?

Weihnachten, Zeit der Geschenke. Millionen Deutsche suchen zurzeit nach Schnäppchen, natürlich auch im Netz. Da ist es besonders bitter, wenn viel Geld fließt, aber die Gegenleistung ausbleibt. Der Computerhändler mit dem Nutzernamen "pc-hardware1" hat Tausende Artikel zu günstigen Preisen an den Mann gebracht. Die meisten davon kamen aber nie an.

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Perfekt geplant

Erst im August dieses Jahres meldete sich der Händler aus dem hessischen Dreieich bei eBay an. Zunächst verlief alles unauffällig. Weit über Tausend Bewertungen sammelte der Shop, bis auf wenige Ausnahmen alle positiv. Doch dann brach in seinem Bewertungsprofil die rote Welle aus. "Betrug" schrieben plötzlich Dutzende Käufer und gaben an, nach der Überweisung nie wieder etwas gehört zu haben. Was war geschehen?

Ebay-Bewertungsprofil
Rote Welle: Schlechte Bewertungen kurz vor Schließung des Accounts

Nach den unauffälligen und zuverlässigen ersten Monaten seiner Mitgliedschaft veränderte "pc-hardware1" im November plötzlich seine Verkaufsgewohnheiten. Die Zahl der Auktionen nahm sprunghaft zu. Nun liefen Hunderte Auktionen gleichzeitig. PC-Komponenten, Digitalkameras, Spielekonsolen zu günstigen Preisen: Pc-hardware1 wurde zu einem der größten Anbieter für Elektroartikel auf eBay.

Im großen Stil

Anfangs lief alles seriös. Netzwelt liegen Informationen vor, dass der Händler seine Ware zunächst bei einem Großhändler aus Westfalen bezog. "Keinerlei Auffälligkeiten" sagt man uns dort. Der Verkäufer antwortete freundlich auf Fragen der Interessenten und lieferte das, was bestellt worden war. Das änderte sich im November schlagartig. Digitalkameras, Navigationsgeräte, Spielkonsolen: alles bezahlt aber die Lieferungen blieben aus.

Als eBay am Abend des 05. Dezembers die Reißleine zog und das Benutzerkonto des Händlers sperrte, liefen zu dieser Zeit weit über 300 Auktionen des Anbieters. Es sieht aus, als sei die gesamte Aktion lange geplant gewesen. Die Masche ist nicht neu. Bereits zuvor gab es Anbieter, die sich mit niedrigpreisigen Artikeln oder fingierten Auktionen einige positive Bewertungen erarbeiteten und plötzlich scheinbar palettenweise Laptops oder andere Hightech-Produkte in Massen verkauften, aber nie etwas lieferten.

Eine neue Dimension des Onlinebetrugs

Dieser Fall hat jedoch eine neue Qualität erreicht. Nicht nur im Ausmaß, auch darin, wie geschickt der oder die Täter vorgingen. Nichts deutete darauf hin, dass es sich hier um einen Betrüger handelt könnte. Mehr als 1.000 positive Bewertungen, der Status als "geprüftes Mitglied", wofür eBay per Postident-Verfahren die echte Adresse des Händlers verifiziert hat. Man habe sich sogar die Geschäftsunterlagen des Händlers wie Eigentumsnachweise für Ware und die Gewerbeanmeldung zeigen lassen, so ebay-Sprecherin Maike Fuest gegenüber netzwelt: "Es gab keinen Anhaltspunkt". Alles sah seriös aus.

Forum

Im Forum diskutierenBeiträgeinsgesamt 13 Beiträge

Zitat: Wen wundert es? :rolleyes: der Imageschade wäre wohl doch zu gross. PS: Interessant für E-Baye-Nutzer>> ARD-Ratgeber Recht Sendung am 05.01.2008, 17:03...

Hallo und ein frohes neues Jahr. Hallo Krennz was heist hier blauäugig.du verwechselst da was.ich habe nur einen Prozessor Athlon X2 4400 in der Box .kaufen wollen,keinen PC mit dem Athlon. ...

Zitat: Gestern kam die Mitteilung von eBay daß sie mir 65€ auf mein PayPalkonto überweisen. Wen wundert es? :rolleyes: der Imageschade wäre wohl doch zu gross. ...

Wer sich nen Athlon 64 X2 für €65,-- über Internet bestellt ist. m.E. etwas sehr blauäugig. Ein Athlon 64 X2 4400+ kostet bei dem billigsten mir bekannten Anbieter in PC-Zeitschriften je nach...

Hallo Ich gehöre auch zu den geschädigten. Ich habe mir einen Athlon 64 X2 4400+ über sofort neu bestellt,für 65€, da ich keine Lust hatte für einen gebrauchten über 50 € auszugeben. ...

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