Mimik dank Gummimaske
Gadget Globus: Roboter Lucy
Roboter Lucys auffälligstes Merkmal ist das Gesicht: eine weibliche Gummimaske unter einer schwarzen Perücke. Vor dem Mund trägt der Roboter ein Headset-Mikrophon. Der Körper der Maschine ist aus Metall. Überall sind Kabel, Schaltelemente und kleine Motoren an den Gelenken.
Lucy kann singen, tanzen, laufen und sogar Gesichter erkennen. Der Roboter aus Taiwan wurde entwickelt, um einmal in einem Puppentheater mit weiteren Robotern zu spielen. Er kann die Mimik des Gegenübers erkennen und darauf reagieren. Lächelt man den Roboter beispielsweise an, lächelt er zurück.
Allein die Entwicklung der Hardware nahm zwei Jahre in Anspruch. Die Software wird indes laufend weiter entwickelt. So soll Lucy bald auch ohne Fernsteuerung laufen können, was eine besondere Herausforderung für die Programmierer ist. "Für Menschen ist Laufen eine einfache Sache, aber für einen Roboter ist es sehr schwer", berichtet Po-Chia, Mitarbeiter in der Abteilung für Maschinenbau der National Taiwan University, die den Roboter entwickelte.
Spezial-Software lernt selbstständig
Die Weiterentwicklung findet mittels künstlicher Intelligenz statt. Die neuen Fähigkeiten werden dem Roboter antrainiert. "Vorher konnte der Roboter sich nicht bewegen. Nach knapp zwei Tagen konnten wir ihn kontrollieren. Die Hand kann sich bewegen und ähnliches", erinnert sich Po-Chia.
Die Software war eine aufwändige Entwicklung. Ein eigenes Entwicklerteam wurde damit beauftragt. Das Forschungsprojekt soll noch um vier weitere Roboter ergänzt werden. Die sollen dann miteinander interagieren und etwa ein Theaterstück aufführen können.
"Das ist ein großer Traum von unserem Professor", begründet Po-Chia die Entwicklung. Denn Unterhaltung sei bei diesem Projekt der besondere Anreiz. Gleichzeitig ist die Arbeit mit künstlicher Intelligenz auch immer Grundlagenforschung. Zeitliche Angaben zur künftigen Entwicklung sind daher leider nicht möglich.
Unser Redakteur Tobias Röhrig wohnt zur Zeit in Taiwan und ist ständig unterwegs auf der Suche nach Kuriositäten und neuen Trends. Im Gadget Globus stellt er verrückte Technikspielereien vor, die es vielleicht niemals nach Europa schaffen.


14 Luftdruckdüsen, über den Rumpf verteilt, setzen diesen ferngesteuerten Unterwasser-Roboter in Bewegung. Die Kamera an der Vorderseite überträgt per Funk ein gestochen scharfes Livebild. Das extrem wendige Gefährt ist etwa so groß wie eine Melone und wurde am taiwanischen Forschungsinstitut ITRI entwickelt.
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