Living in a Gangsters Paradise
Kane & Lynch: Dead Men im Test
Action
Will man die mangelnde Intelligenz mit einigen Waffen aufrüsten, kann einfach an die Kollegen rangetreten und mit gedrückter Mausrad-Taste eine Waffe getauscht oder weitergeben werden. Ein nettes Feature - benötigt wird diese Aktion aber eigentlich so gut wie nie. Die Gefolgschaft versorgt sich immer sehr gut mit Bleispritzen und hilft Ihnen öfter aus der Patsche. Sei es mit Munition oder dem angesprochenen Wiederbelebugns-Cocktail. Aus dem Hintergrund ertönt dann ein "Brauchst du Munition? Bedien dich" und schon kann man etwa zu Lynch gehen und sich die blauen Bohnen abholen.
In diesen Situationen erweist sich das Spiel als äußert benutzerfreundlich. Besonders anbetracht dessen, dass im Spiel nur geballert wird. Da sind solche Features sehr hilfreich. Bei der ganzen Schießerei fällt vor allem das Zerstörungssystem ins Auge. Der Rauch legt sich und überall ist nur noch Chaos. Zerbröselte Säulen gefolgt von zerschmetterten Glasscheiben zeigen das Ausmaß der Zerstörung. Streckenweise zerfallen die schweren Steine im Kugelhagel allerdings etwas zu schnell.

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Und da sag noch einer, er könnte hier genau zielen. Zivilisten gehören leider mit auf die Abschussliste.
Ganz großes Kino
Grafisch kann man dem Spiel jedoch keinen Vorwurf machen, die Texturen und die Umgebung sind solide umgesetzt. Die Zwischensequenzen sehen ebenfalls sehr überzeugend aus und die Charakteranimationen sowie deren Aufmachung können ebenfalls als gelungen bezeichnet werden. Wenn man sich im Kugelhagel einfach hinter einem Betonklotz versteckt und losballert, sieht das schon ziemlich gut aus. Doch das ist nicht der einzige Grund, weshalb man Kane und seinen eigenartigen Partner Lynch als grandiose Charaktere bezeichnen kann.
Die packende Story wird von den beiden schlichtweg großartig dargestellt. Nicht zuletzt wegen der tollen und authentischen Synchronisation wirken die Hauptprotagonisten charakteristisch und glaubwürdig. Die Figuren werden emotional gezeigt und machen keine Kompromisse, dennoch baut man eine gewisse Vertrautheit auf, auch wenn man keinen der beiden als sympatisch bezeichnen würde. Am Ende stellt sich die Frage, welchen Weg man geht, denn es gibt zwei Alternativen das Spiel zu beenden.
Fazit: Großes Spiel trotz spürbarer Schwächen
"Kane&Lynch: Dead Men" lebt von seinen authentischen Charakteren, die den Spieler einfach faszinieren und richtig mitfühlen lassen. Sie sind eckig, kantig und streckenweise sogar unsympathisch. Dennoch fesseln sie den Spieler an den Bildschirm, weil sie einen berühren. Die Story ist dabei genauso tragisch schön wie seine Hauptdarsteller. Die etwas angestaubte Ambiente-Grafik und die frustigen Momente sind die einzigen Punkte, an denen "Kane&Lynch" scheitern.| Einzeltest | |
|---|---|
| | |
| Stammdaten | |
| Hersteller | IO Interaktiv |
| Publisher | Eidos |
| Distributor | |
| USK | Keine Jugendfreigabe |
| Medium | PC-DVD |
| Aktueller Preis | 49,99 |
| Spieleigenschaften | |
| Netzwerkmodus | Online: 4 - 8 Spieler, Ko-op Modus: 2 Spieler |
| Editor | |
| Sprachausgabe | Deutsch inklusive Untertitel |
| Schwierigkeitsgrad | Fortgeschrittene bis Profi |
| Speicherfunktion | Automatische Speicherpunkte |
| Systemanforderungen | |
| Arbeitsspeicher | 1 Gigabyte |
| Prozessor | 2 Gigaherz |
| Laufwerke | PC-DVD |
| Festplattenspeicher | 7 Gigabyte |
| Sonstiges | 128 Megabyte Grafikkarte, das Spielen im Online-Modus erfordert eine kostenpflichtige Mitgliedschaft |
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