Wuala: Online-Datenspeicher mit P2P-System
Erfahrungswerte im Praxistest
Wer diesen Ansprüchen genügt, darf sich fortan Pro-User nennen. Das ist nicht nur ein schöner Titel, sondern hat einen handfesten Vorteil: In den Optionen können jetzt die Werbeeinblendungen deaktiviert werden, die Wuala sporadisch am rechten Rand einblendet. Wem das alles zu kompliziert ist, der kann auch schlicht zusätzlichen Speicher kaufen: Von zehn Gigabyte für 25 Euro jährlich bist zu einem 1.000 Euro teuren Terabyte ist hier für jede Preisklasse ein Angebot dabei - wenngleich der Speicher kein Schnäppchen ist.
Seit der Alpha-Version hat sich einiges getan: Als reine Online-Applikation steht Wuala nun allen Nutzern offen, Dateien können frei ausgetauscht werden. Sämtliche Klickwege sind intuitiv, die Menüs sind klar strukturiert und funktionieren gut. Das schlichte Design im Stil des Windows Explorers sorgt von Anfang an für eine bekannte Umgebung.
Gewöhnungsbedürftig ist aber, wo die erfolgreich heruntergeladenen Dateien zu finden sind. In Wuala selbst ist das Suchen kein Problem, doch auf der Festplatte taucht die Datei vorerst nicht auf. Der Grund: Noch hat Wuala nur die verschlüsselten Fragmente zusammengesammelt - erst ein Rechtsklick auf die fertige Datei und ein Speichern auf der eigenen Festplatte führt zum gewünschten Ergebnis. Genial: Bereits während des Downloads können Videos und Musik als Stream an die entsprechende Abspielsoftware gesendet werden.
Chancen und Risiken: Wuala und das Filesharing
Dateien hoch- und herunterladen, das Ganze auch noch per P2P und mit teils beeindruckender Geschwindigkeit - der Gedanke liegt nahe, Wuala für illegales Filesharing zu nutzen und urheberrechtlich geschütztes Material zu tauschen. Der Haken an der Idee: Anonym ist man bei Wuala nicht, sämtliche Dateien werden mit dem Profil des Uploaders verknüpft.
Zwar haben Nutzer die Möglichkeit, einzelne Dateien per Rechtsklick als problematischen Inhalt zu melden. Doch in den nach dem Einladungsprinzip arbeitenden Gruppen scheint das nicht zu stören. Bereits jetzt sind die Top-Ten der beliebtesten Gruppen in fester Warez-Hand. Der Untergrund spricht von Wuala in den höchsten Tönen - als die nächste große Filesharing-Plattform.
Fazit: Speicher-Sonne und Schattenseiten
Wuala ist wohl das, was man eine runde Sache nennen würde: Die Funktionen gehen weit über das Aufgebot anderer Online-Speicherlösungen hinaus, die großen Probleme Schutz, Geschwindigkeit und Haltbarkeit hat das Team von Entwickler Caleido clever umschifft. Die Bedienoberfläche ist angenehm schlicht, das System läuft stabil - folgt jetzt noch der qualitativ ansprechende Content, könnte Wuala Erfolgsgeschichte schreiben.
Verschlüsselung und effektives P2P-System bringen natürlich das Thema illegales Filesharing auf den Plan. Hier bleibt abzuwarten, ob sich die Rechteinhaber auf Wuala als Filesharing-Plattform einschießen, oder ob die soziale Komponente und die ausgereifte Idee dem Online-Speicher einen seriösen Anstrich verpassen können.

Im Forum diskutierenBeiträgeinsgesamt 3 Beiträge
"Jeder Teilnehmer gibt standardmäßig ein Gigabyte seiner Festplatte frei und erhält daraufhin dieses Gigabyte als nutzbaren Speicherplatz in Wuala." Das ist falsch! Man bekommt zu Begin einen...
Ich verwende Wuala nun bereits seit einigen Monaten und bin noch immer sehr begeistert. Die closed alpha läuft zwar noch immer, aber Stück für Stück reift die Software weiter (ca. ein Update pro...
Nette Idee, aber so lange das ganze nicht Open Source und nicht geprüft wird kann ich meine eigenen Daten so lange sie unverschlüsselt sind auch genau so einem webdav Anbieter anvertrauen (gmx, aol, etc.). ...