Wuala: Online-Datenspeicher mit P2P-System

Verschlüsselte Vervielfältigung

Dieser lokale Speicher wird gemeinschaftlich vom gesamten Netz genutzt, denn Wuala setzt auf ein P2P-System, wie es auch reinrassige Filesharing-Clients verwenden. Wer Dateien hochlädt, platziert diese nicht wie bei anderen Diensten üblich auf dem Server des Anbieters. Die Dateien werden auf der eigenen Festplatte verschlüsselt und in Hunderte kleine Fragmente aufgeteilt.

Diese Schnipsel lädt Wuala daraufhin über ein P2P-System in die verschiedenen Speicher anderer Nutzer. Zusätzlich befindet sich die Originaldatei noch einmal im verschlüsselten und fragmentierten Zustand als eine Art Backup auf der eigenen Festplatte. Dank der Verschlüsselung (128-bit AES) kann allerdings niemand ausspionieren, was sich im lokalen Wuala-Speicher befindet.

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Über eine Technik namens Erasure Codes kann Wuala gewährleisten, dass einmal hochgeladene Dateien auch dann noch aufrufbar sind, wenn der ursprüngliche Anbieter offline ist. Um hier eine Verfügbarkeit von mehr als 99 Prozent zu erzielen, muss eine Datei laut Wuala-Gründer Dominik Grolimund maximal verfünffacht und im Netzwerk verteilt werden.

Von diesem technischen Hintergrund bekommt der Nutzer allerdings nicht viel mit: Er entscheidet sich, eine Datei hochzuladen, erhält eine Ladeanzeige und daraufhin eine Bestätigung. Er weiß jetzt: Die hochgeladene Datei befindet sich dezentral verteilt im Netzwerk von Wuala, sodass kein Serverausfall die kompletten Daten vernichten könnte.

Wuala oeffnen
Dateien lassen sich bereits öffnen, während der Download noch läuft.

Nach dem gleichen Prinzip können Dateien auch aus Wuala heruntergeladen werden: Aus den auf den freigegebenen Festplatten gespeicherten Fragmenten setzt sich auf der eigenen Festplatte die ursprüngliche Datei zusammen. Dank des P2P-Systems geht das erfreulich schnell, da etliche Fragmente simultan von verschiedenen Nutzern heruntergeladen werden können. Im netzwelt-Praxistest waren begeisternde Downloadraten von mehr als drei Megabyte pro Sekunde möglich, einzige Begrenzung ist also die eigene Bandbreite.

Austausch im sozialen Geflecht

Die Oberfläche von Wuala wirkt aufgeräumt: Der Nutzer hat Zugriff auf die Menüpunkte Meine Dateien, Meine Freunde, Meine Gruppen und Welt. Unter Meine Dateien kann das eigene Profil mitsamt Foto, Interessen und privater Website eingerichtet werden. Es sind standardmäßig die Ordner Documents, Images, Music, Videos und Favorites angelegt, weitere können per Rechtsklick hinzugefügt werden.

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Im Forum diskutierenBeiträgeinsgesamt 3 Beiträge

"Jeder Teilnehmer gibt standardmäßig ein Gigabyte seiner Festplatte frei und erhält daraufhin dieses Gigabyte als nutzbaren Speicherplatz in Wuala." Das ist falsch! Man bekommt zu Begin einen...

Ich verwende Wuala nun bereits seit einigen Monaten und bin noch immer sehr begeistert. Die closed alpha läuft zwar noch immer, aber Stück für Stück reift die Software weiter (ca. ein Update pro...

Nette Idee, aber so lange das ganze nicht Open Source und nicht geprüft wird kann ich meine eigenen Daten so lange sie unverschlüsselt sind auch genau so einem webdav Anbieter anvertrauen (gmx, aol, etc.). ...

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