Kostenlose Festplatte im Netz zum Sichern und Tauschen
Wuala: Online-Datenspeicher mit P2P-System
Webhoster und BitTorrent-Clients aufgepasst, Wuala betritt die Bühne. Als kostenlose Online-Festplatte wird das Projekt angepriesen, doch das kratzt nur an der Oberfläche: Wuala verschlüsselt, baut soziale Netzwerke auf - und könnte tatsächlich die nächste Filesharing-Generation einläuten.
Inhaltsverzeichnis
- 1Online-Festplatten: Speicherblockaden
- 2Wuala: Der serverlose Datenserver
- 3Verschlüsselte Vervielfältigung
- 4Austausch im sozialen Geflecht
- 5Wuala: Bestens bedient
- 6Meine Freunde: Datenaustausch unter Bekannten
- 7Meine Gruppen: Privatisiert und vorzeigbar
- 8Optionen: Sex, Gewalt und Speicherplatz
- 9Erfahrungswerte im Praxistest
- 10Chancen und Risiken: Wuala und das Filesharing
Seit dem 14. August 2008 hat Wuala die Alpha-Phase hinter sich gelassen und bittet zum öffentlichen Betatest. Eine wichtige Änderung: Nutzer müssen keine Software mehr installieren, die Online-Festplatte startet aus dem Browser heraus als Java-Applikation.
Online-Festplatten: Speicherblockaden
Wer Dateien online verfügbar machen will, hatte bislang diverse Möglichkeiten: Entweder lädt er die Dateien auf einen Server, auf dem er Webspace gemietet hat - dieser Server wird dabei mit der gesamten Datenmenge belastet. Anderer Ansatz: Der Nutzer nimmt One-Click-Hoster wie Rapidshare zu Hilfe und bekommt Links, über die er seine einmal hochgeladenen Dateien verteilen oder wieder speichern kann. Die klaren Nachteile: Die Größe der einzelnen Daten ist ebenso begrenzt wie die Lebensdauer der Datei auf dem Server.
Es ist natürlich ebenfalls möglich, die Datei im BitTorrent-Netzwerk oder einer Tauschbörse anzubieten. Mit etwas Glück findet die Datei genug Interessenten, um geraume Zeit zu existieren. Da jedoch kein Server für den Fortbestand der Datei sorgen kann, ist diese Art der Datensicherung mehr als fragwürdig. Außerdem hat auch jeder andere Nutzer Zugriff auf die Dateien.

Meine Dateien: Der eigene Bereich in Wuala.
Datenmenge, Datenhaltbarkeit und Datensicherheit - das sind die Herausforderungen, denen sich ein Online-Speicher stellen muss. Und an genau dieser Stelle tritt Wuala auf den Plan: Das Startup-Unternehmen Caleido aus Zürich hat offensichtlich einen Ansatz gefunden, mit Wuala allen Anforderungen an eine gute Online-Festplatte gerecht zu werden. Und das auch noch kostenlos.
Wuala: Der serverlose Datenserver
Dabei wirkt der Der Online-Datenspeicher Wuala auf den ersten Blick wie ein Schmarotzer, denn er lebt von den Festplatten seiner Nutzer: Jeder Teilnehmer gibt standardmäßig ein Gigabyte seiner Festplatte frei und erhält daraufhin dieses Gigabyte als nutzbaren Speicherplatz in Wuala.

Die Festplatte im EeePC reicht nicht aus? Dann hilft der Eee Storage weiter. Asus spendiert jedem Besitzer eines seiner Netbooks 20 Gigabyte Online-Speicherplatz. Dazu gibt es noch einen Downloadbereich mit Updates und über 3.000 weiteren Programmen.
One-Click-Hoster eignen sich zum schnellen Versenden von Daten, doch die werden nur kurz gespeichert. Und bei gewöhnlichen Online-Festplatten fehlt die Möglichkeit, die Inhalte anderen Nutzern zugänglich zu machen. Doch es gibt Freeware-Tools, die beide Anforderungen erfüllen.
Oosah bietet ein Terabyte Speicherplatz - ein Feature, das sofort Interesse weckt, obwohl kaum jemand diese Menge jemals hochladen wird. Doch davon sollten Sie sich nicht blenden lassen, auch sonst hebt sich die Web-Festplatte mit cleveren Funktionen vom Einheitsbrei ab.
Wuala ist eine Online-Festplatte der besonderen Art: Hochgeladene Dateien werden verschlüsselt auf andere Nutzer verteilt und können in Gruppen getauscht werden. Das rief jetzt die Rechteinhaber auf den Plan: Warner ließ Wualas größte private Gruppe schließen, Nachahmer könnten folgen.
Der Online-Service "Text und Tabellen" von Google erlaubt bald das Hochladen beliebiger Dateien. Nutzer haben somit von überall aus Zugriff auf ihre Bilder, Videos und Dokumente. Der kostenlose Service stellt nur eine Bedingung: Einzelne Dateien dürfen nicht größer als 250 Megabyte sein.
Microsoft hat seine Online-Festplatte den Nutzergewohnheiten angepasst und schaltet eine Reihe an neuen Funktionen frei, die die Handhabung vereinfachen.





Beiträge
insgesamt 3 Beiträge"Jeder Teilnehmer gibt standardmäßig ein Gigabyte seiner Festplatte frei und erhält daraufhin dieses Gigabyte als nutzbaren Speicherplatz in Wuala." Das ist falsch! Man bekommt zu Begin einen...
Ich verwende Wuala nun bereits seit einigen Monaten und bin noch immer sehr begeistert. Die closed alpha läuft zwar noch immer, aber Stück für Stück reift die Software weiter (ca. ein Update pro...
Nette Idee, aber so lange das ganze nicht Open Source und nicht geprüft wird kann ich meine eigenen Daten so lange sie unverschlüsselt sind auch genau so einem webdav Anbieter anvertrauen (gmx, aol, etc.). ...