Eiskalt - Hitman: Jeder stirbt alleine

Halb daneben ist leider auch vorbei

Obwohl es der eigentlichen Natur des "Hitman" widerspricht, gibt es im Film relativ viele und vor allem laute Action-Sequenzen. Das Image der Spiele ist einfach ein anderes, trotzdem sind die Szenen einfach großartig umgesetzt. Langweilig wird es dabei nie. Zimperlich geht es in den Darstellungen auch nicht zu, somit verwundert es kaum, dass der Film keine Jugendfreigabe erhalten hat.

Hitman
Der Hitman: Vom charismatischen Gentleman zur treffsicheren Killermaschine.
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Timothy Olyphant macht einen guten Job und man sieht, dass der gebürtige Hawaiianer viel Beobachtungsgabe hat. Vom aufreizend bedächtigen Gang bis zur durchgestreckten Körperhaltung hat Olyphant alles perfekt übernommen. Glaubwürdig wäre er in der Hinsicht schon, wenn man nicht den markanten "Hitman" aus den Spielen kennen würde. Olyphant sieht einfach zu "lieb" aus. Es ist in etwa so, als ob man Elijah Wood als James Bond präsentieren würde. Der Typ Mann passt einfach nicht ganz in die Rolle.

Befremdend wirkt auch die Geschichte der Liebesbeziehung zwischen "47" und der hübschen Russin Nika, die von Olga Kurylenko gespielt wird. Auch hier ist der Inhalt an sich gut: nett dargestellt und streckenweise amüsant verpackt. Aber für den "Hitman"-Kenner ist der Sprung vom jungfräulichen Killer, bei dem sich bisher noch nie so eine Richtung angedeutet hatte, sehr groß. Es fällt sehr stark bei solchen Details auf, dass man den Film etwas tauglicher für die Massen machen wollte. Vor allem, da dieser Beziehungs-Part sehr dominant ist.

Hitman
"47" wird erwachsen. Die ersten zwischenmenschlichen Berührungen laufen allerdings etwas unbeholfen ab. Amüsant den Hitman auch mal so zu sehen.

Fazit: Ein guter Film, aber...

"Hitman: Jeder stirbt alleine" ist ein guter Action-Film, der streckenweise sogar richtig Tiefgang besitzt. Leider wurde der Film etwas zu stark auf die Masse zugeschnitten und so könnte der spielende Zuschauer etwas enttäuscht sein. Timothy Olyphant macht einen guten Job, ist aber nicht die Idealbesetzung. Eine Fortsetzung könnte man sich trotzdem gut vorstellen. Luft nach oben gibt es allemal.

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