Netzwelt hat den Killer im Kino erlebt
Eiskalt - Hitman: Jeder stirbt alleine
Nicole Lange
Der "Hitman" ist berühmt. Nicht erst seitdem ihn Farin Urlaub in einem seiner Musikvideos imitiert hat, sondern schon viel früher. 2000 veröffentlichte das Entwicklerteam IO interactive zusammen mit Eidos den ersten Teil "Hitman: Codename 47". Sieben Jahre später läuft nun am 13.12. die Filmadaption in den Kinos an. Netzwelt hatte die Möglichkeit, den Film bereits jetzt anzusehen. Der Killer mit der Glatze in Fleisch und Blut auf der Leinwand - ein bizarres Erlebnis.
Inhalt- "Herr Metzger" wird lebendig
- Stilistische Action
- Halb daneben ist leider auch vorbei
"Herr Metzger" wird lebendig
Timothy Olyphant, kürzlich zu sehen in "Stirb Langsam 4.0", spielt die Hauptrolle "Agent 47" in Xavier Gens' "Hitman: Jeder stirbt alleine". Der im Genlabor gezüchtete Killer ist ein Künstler seines Fachs und ein Meister der Verkleidung. Die lautlose Art zu töten ist sein Markenzeichen. "47" ist aber auch allein und Emotionen sind eine Schwäche, die sich der "Barcode-Träger" so gut wie niemals leisten kann. Doch er hat auch Ehrgefühl und obwohl er mit der Beste ist, liebt er seinen Job ganz und gar nicht. "47" führt einen stillen Krieg, um die Welt vom Bösen zu befreien, alles andere ist nur sein Job.
Kaum einer hätte angenommen, dass gerade der zurückhaltende "Hitman" durch das Auftauchen einer geheimnisvollen Russin so aus dem Konzept gebracht wird. Nicht nur das die Frau sein Gefühlsleben durcheinander bringt, sie ruft auch noch andere Probleme auf den Plan. "Agent 47" findet sich nämlich auf einmal in einem politischen Komplott wieder, in dem Interpol und auch der russische Geheimdienst die Finger im Spiel haben. Er kann niemanden mehr trauen und sogar seine eigene Organisation fällt ihm in den Rücken. Hauptschauplatz ist dabei Russland. Die Handlung führt jedoch im späteren Verlauf noch in andere Länder der Erde.

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Ulrich Thomsen spielt Mikhail Belicoff, einen der Drahtzieher im Hintergrund.
Stilistische Action
Xavier Gens wollte den Film eher etwas freier gestalten und eine Story erschaffen, die zwar im "Hitman"-Universum angesiedelt ist, aber nicht komplett das Spiel als solches widerspiegelt. Das funktioniert recht gut, aber eine Adaption wird nun einmal immer an ihren Wurzeln gemessen. Ein Grund für viele Misserfolge: Die Filmemacher waren von ihren eigenen Ideen einfach etwas zu begeistert. Leider fehlen auch hier an einigen Stellen "Hitman"-typische Inhalte wie die Verkleidungskunst des Auftragskillers sowie die allgemeinen Stealth-Elemente. Auch Charaktere wie ein Agent Smith hätten für Wiedererkennungswert gesorgt.
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