Backup-Strategien: Wo Daten sicher lagern
Zusätzliche Fehlerkorrektur-Daten sorgen für mehr Sicherheit
Wer wichtige Daten auf optischen Medien sicher speichern will, greift am besten zur DVD-RAM. Sie legt Daten wegen ihres physikalischen Aufbaus besonders zuverlässig ab. Für alle anderen DVD-Typen und CDs bietet sich das Programm DVDisaster an, das zusätzliche Fehlerkorrektur-Infos auf dem Medium ablegt. Dadurch geht zwar Speicherplatz verloren, allerdings stehen dann auch die Chancen gut, dass sich die Informationen selbst bei Lesefehlern auf ein neues Medium retten lassen.

Doppelt hält besser: DVDisaster brennt zusätzliche Fehlerkorrektur-Informationen auf CDs und DVDs.
Festplatten
Dass man nicht nur CDs und DVDs, sondern auch Festplatten sorgsam behandeln sollte, versteht sich von selbst. Doch wann erliegen solche Laufwerke tatsächlich einem Defekt und was sind die Ursachen dafür? Um das herauszufinden, haben Mitarbeiter des Google-Konzerns die SMART-Werte von mehr als 100.000 Laufwerken ausgewertet, die beim Suchmaschinenprimus seit bis zu fünf Jahren im Dauereinsatz sind. SMART (Self Analysis And Reporting Technology) ist eine Selbstdiagnose-Funktion, die unter anderem die Lesefehler und die Anzahl der Betriebsstunden einer Festplatte protokolliert. Laufwerke, die das erste Mal einen Fehler über SMART meldeten, fielen innerhalb der nächsten 60 Tage fast 40-mal so häufig aus wie ihre intakten Kollegen.
SMART: Integrierte Selbstdiagnose-Funktion warnt vor Defekten
Es lohnt sich durchaus, die SMART-Informationen mit Tools wie HD Tune auszulesen und zu überprüfen. Der eingebaute Festplatten-Gesundheitstest ist aber keine Allzweckwaffe: Bei 36 Prozent der ausgefallenen Google-Festplatten meldete SMART keinen Defekt. Die Studie bestätigte aber auch einen weiteren Effekt, der bei neuen Festplatten häufiger auftritt als bei bereits "eingespielten" Produkten: Einige Festplatten erliegen bereits wenige Tage bis Wochen nach Kauf einem Defekt. Am höchsten ist die Wahrscheinlichkeit eines Defekts bei fabrikneuen Laufwerken und mehr als fünf Jahre alten Geräten.
Kontrolle vor Vertrauen: Festplatten-Zuverlässigkeit per Stresstest ermitteln
Bevor man einer neuen Festplatte wichtige Daten anvertraut, sollten man das Laufwerk auf Fehler überprüfen. Gut dafür geeignet ist das kostenlose Programm Hitachi Drive Fitness Test, mit dem sich alle am PC angeschlossenen Laufwerke analysieren lassen. Einzige Einschränkung: Das Programm läuft nur unter DOS und startet entweder von Diskette oder CD.
Dafür erkennt es Fehler zuverlässig und arbeitet mit allen Festplatten-Typen zusammen. Wer große Datenmengen auf Festplatte transportiert, ist theoretisch besser mit einem 2,5-Zoll-Laufwerk als mit einem 3,5-Zoll-Gerät bedient. Je kleiner der Formfaktor, desto geringer die Masse, entsprechend höhere Beschleunigungen und Verzögerungen verträgt die Festplatte. Bei 2,5-Zoll-Laufwerken sind es im ausgeschalteten Zustand um die 900 g. Desktop-Laufwerke vertragen nur zirka 250 g. Unterwegs oder auf Reisen sollten die kleinen Festplatten gröbere Behandlungen daher besser überstehen als ihre großen Kollegen.

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